Mit FlexFrame von Fujitsu Siemens Computers hin zum Dynamic Datacenter FlexFrame flexibilisiert die Virtualisierung

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Mit FlexFrame Infrastructure hat Fujitsu Siemens Computers eine Plattform zum Aufbau einer flexiblen IT-Infrastruktur für virtuelle Umgebungen im Angebot. FlexFrame geht in seinen Möglichkeiten über die Konzepte der bestehenden Anbieter hinaus, schränkt aber gleichzeitig die Auswahl der Hardware auf ein Fujitsu-Siemens-Serversystem ein. Wir haben uns das Konzept angesehen und stellen es hier vor.

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Die Verwaltung der physikalischen und virtuellen Server erfolgt bei FlexFrame über eine Oberfläche.
Die Verwaltung der physikalischen und virtuellen Server erfolgt bei FlexFrame über eine Oberfläche.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Angebote zur Servervirtualisierung beziehen sich heute meist auf VMware ESX, Citrix XenServer oder den Hyper-V von Microsoft. All diese Produkte haben den eigentlichen Hypervisor im Fokus. Die Verwaltung geschieht hierbei meist über die jeweiligen Managementkonsolen.

Diese umfassen in der Regel die Basisfunktionen zur Verwaltung der virtuellen Systeme, wie etwa dem Erzeugen, Löschen oder Suspendieren von virtuellen Maschinen. Hinzu kommen Funktionen um Snapshots zu generieren und diese wieder zu aktivieren. Um eine virtuelle Maschine zu erzeugen, muss der Administrator meist im Vorfeld die Hardwareparameter der virtuellen Maschinen spezifizieren.

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Dabei wird festgelegt, ob die virtuelle Maschine ein oder mehrere CPUs haben soll, wie groß ihr Speicher ist und welche Netzwerkverbindungen das Gastsystem nutzen kann. Dies entspricht dem Vorgehen, wie es analog bei physischen Systemen angewandt wird. Physische Server müssen vor der Inbetriebnahme mit all der Hardware bestückt sein, die sie später, während der Betriebsphase, nutzen können. Änderungen an der Konfiguration sind meist nur im ausgeschalteten Zustand machbar. Oft erfordern sie außerdem eine Neukonfiguration der Systemsoftware.

FlexFrame Infrastructure von Fujitsu-Siemens Computers will dem durch mehr Flexibilität begegnen. In der Tat liefert FlexFrame mehr Freiheitsgrade beim Umgang mit virtuellen Systemen, aber auch dem physikalischen Server. Hierbei erfolgt eine dynamische Zuweisung von Rechnern an die Applikationen und Dienste. Die Verwaltung übernimmt ein spezielles Managementmodul, mit dem es möglich ist, sowohl physikalische als auch virtuelle Server dynamisch zu administrieren.

Bladesysteme schaffen die Grundlage

Die hardwaretechnische Grundlage stellen die als pBlade (processing Blades) bezeichneten physischen Rechnersysteme dar. Den Rahmen dafür bildet die PRIMERGY BladeFrame. Hierbei handelt es sich um ein Rack, indem die pBlades eingeschoben werden. Die pBlades bestehen aus den Kernmodulen eines Rechners, wie der CPU und dem Hauptspeicher. Fujitsu-Siemens spricht hierbei auch von stateless (zustandslosen) Systemen, weil die weiteren Komponenten fehlen.

Diese restlichen benötigten Komponenten, wie Netzwerk oder CD werden über das Management-Modul virtuell hinzu konfiguriert. Daraus ergibt sich eine sogenannte pServer-Definition, die wiederum einem pBlade zugewiesen wird. Als Speichermedium dient ein externes Speichersubsystem. Hinzu kommen zwei spezielle Verwaltungsmodule, sie werden von Fujitsu-Siemens als cBlades (Control Blades) bezeichnet. Die cBlades übernehmen die Steuerungs- und Kontrollfunktionen und stellen die Verbindung zu dem Speichersubsystem her. Durch die Duplizierung der beiden cBlades und einer integrierten Failover-Logik, samt den Vorkehrungen für das Disaster Recovery, wird außerdem Ausfallsicherheit erreicht.

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