Mit FlexFrame von Fujitsu Siemens Computers hin zum Dynamic Datacenter

FlexFrame flexibilisiert die Virtualisierung

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Konfigurierbare pServer als Ausführinstanz

Die pBlades wiederum bilden die Ausführinstanz für die pServer. Auf dem pServer laufen dann die Zielbetriebssysteme. Zum pServer gehört die Definition von Rechnerleistung, optionaler Ausfallsicherheit durch einen Ersatzserver, sowie Speicher- und Netzwerkressourcen. Diese Definition wird vom Administrator in einer XML-Datei gespeichert.

Ein pServer, der auf einer zugewiesenen Hardware gestartet wird, funktioniert wie ein Standardserver mit vergleichbaren Parametern, auch in Hinblick auf die Netzwerkkarte, den Speicherausbau und die Rechenleistung. Der pServer ist somit eigentlich ein logischer Server, der alle Ressourcen eines konventionellen Servers besitzt, aber nicht an einen spezielle Hardware oder Blade gebunden ist. Durch dieses Vorgehen realisiert Fujitsu-Siemens eine Hardware, die sich nach Bedarf durch die Konfiguration zusammenstellen lässt.

Der besondere Nutzen an dieser technischen Umsetzung einer Rechnerkonfiguration liegt in der Zusammenfassung aller Rechner-Ressourcen in einer Einheit, dem PAN (Processor Area Network), und seiner zentralen Verwaltung durch den PAN-Manager. Das PAN besteht aus einer Sammlung an Rechnerressourcen, die über ein Hochgeschwindigkeitsnetz interagieren. Diese Ressourcen enthalten weder Netzwerkkarten, noch Host Bus Adapters (HBAs) oder Boot-Geräte. Sie besitzen auch keine Identität oder eindeutigen Merkmale wie etwa eine Fibre Channel World Wide Number (WWN) oder MAC-Adresse.

Das PAN nutzt ausschließlich virtuelle Komponenten. Durch den Wegfall jeglicher Identifizierungsmerkmale wird eine flexible Zuweisung ermöglicht. Zur Kommunikation mit weiteren externen Rechnerbaugruppen setzt PAN auf einem Paar redundanter Switch Blades (sBlades) auf. Sie übernehmen auch die Kommunikation zwischen den pBlades und cBlades. Die Verbindung der Baugruppen erfolgt über ein Hochgeschwindigkeitsnetz. Alle Baugruppen des PAN bilden einen Ressourcenpool, den der Administrator ohne Eingriff in physikalische Komponenten konfigurieren und einsetzen kann.

Der PAN-Manager integriert die gesamte Verwaltung aller physischen Rechner, aber auch der virtuellen System in einer Einheit. Die Zuordnung, welches Betriebssystem auf welchem Blade laufen soll und welche Festplatten-LUNs angebunden werden sollen, passiert ebenfalls durch den PAN-Manager. Das Konzept ermöglicht einen recht flexiblen Aufbau des Systems und erlaubt die Zuweisung von Applikationen zu den Rechnern nach Bedarf.

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