Definition: Administrator

DevOPs und der Administrator

| Autor / Redakteur: Blue Floyd* / Ulrike Ostler

Viele Administratoren, die sich nicht auf DevOps einstellen, verlieren ihren Job.
Viele Administratoren, die sich nicht auf DevOps einstellen, verlieren ihren Job. (Bild: © djarma/ Fotolia.com)

Im IT-Umfeld ist der Administrator (auch Admin abgekürzt) eine Person, die einige wenige oder zahlreiche verwaltende Funktionen innerhalb abgetrennter Bereiche oder eines gesamten Netzwerks verwaltet. Als System-Administrator besitzt diese Person Rechte, die für normale Anwender nicht zugänglich sind.

Die Notwendigkeit für einen Admin im IT-Betrieb ergibt sich aus Gründen der Sicherheit und der Kompetenz:

  • Mitarbeiter eines Unternehmens, die nicht über IT-Fachwissen verfügen, sind nicht in der Lage, bestimmte Probleme zu beheben oder Lösungen für bestimmte Fragen zu finden. Im Gegenzug kann ein Administrator umfangreiche Schwierigkeiten zielgerichtet lösen. Er trägt in IT-zentrierten Unternehmen daher im äußersten Maße zu einem reibungslosen Geschäftsablauf bei und kann durch DevOps-Ansätze auch Kosten reduzieren oder zur Softwareentwicklung beitragen.
  • Im Softwarebereich ist es aus Gründen der Sicherheit nicht empfehlenswert, jeder Person Zugriff auf bestimmte Bereiche von Soft- und Hardware zu geben. Ein Admin verfügt über einen deutlich höheren Umfang an Rechten, um etwa Nutzer zu verwalten, Änderungen an Hardwarekonfigurationen vorzunehmen oder auch die physische Hardware selbst zu ändern, ohne die Operations im Alltag negativ zu beeinflussen.

Es gibt keine modernen Unternehmen, die ohne einen IT-Administrator in irgendeiner Form auskommen.

Einsatzbereiche für Administratoren

„Den einen Admin“ gibt es in großen Unternehmen nicht. Jeder Administrator verwaltet jeweils einen Bereich, für den genau diese Person zuständig ist. Beispielsweise gibt es an einer Universität einen Rechenzentrumsadministrator, während sich andere Personen um die Verwaltung von Nutzern in einem bestimmten Fachbereich kümmern und wieder andere Angestellte die Client-Server-Struktur in anderen Räumlichkeiten überwachen oder einen Mainframe kontrollieren.

In kleineren Büros ist es sehr gut möglich, dass nur ein einziger Admin die gesamte Verwaltung der Software und Hardware in die Hand nimmt. Mit steigender Geräteanzahl wächst auch der Bedarf nach mindestens einem weiteren Administrator.

Kompetenzen der Administratoren

Jeder Administrator verfügt über tiefgehende Kenntnisse der Hardware- und Softwarebereiche, die er zu überwachen hat. Hinsichtlich der Software beginnt dies mit umfangreichen Kompetenzen in Bezug auf das verwendete Betriebssystem, das gerade im Server-Bereich sehr unterschiedlich zwischen verschiedenen Unternehmen ausfallen kann.

Auch die verwendete Software im Unternehmen wird von diesen Personen kontrolliert, in der Regel auch installiert und mit Updates versorgt. Bei Problemen mit bestimmten Applikationen ist der Administrator die Person, die es zuerst zu kontaktieren gilt. Gewöhnliche Mitarbeiter haben in der Regel keinen Zugriff etwa auf Updatemechanismen oder (De-)Installationsroutinen für Software, die auf den Geräten im Unternehmen vorinstalliert ist.

Weiterhin besitzt der Admin Kenntnisse über den Aufbau des Netzwerks und der Geräte, die im IT-Betrieb das Netzwerk benutzen. Gerade im SD-WAN-Betrieb ist dies kritisch, um große Netzwerke auf Enterprise-Niveau reibungslos miteinander zu vernetzen. Prozessverbesserungen nach DevOps-Ansatz spielen dabei eine Rolle, um die Operations - also den IT-Betrieb - im Unternehmen nicht nur flüssig ablaufen zu lassen, sondern nach und nach auch zu verbessern. Wenn auch meistens unsichtbar, trägt der Administrator somit einen hohen Anteil an einer problemlosen Kommunikation zwischen Netzwerkteilnehmern im Netzwerk.

Erfolgsgesteuerte Entwicklung

Der erwähnte Ansatz für Prozessverbesserungen, DevOps, ist heute immer mit mindestens einem Admin verbunden. Insgesamt sorgt diese Philosophie der Softwareentwicklung dafür, dass Software schneller und besser entwickelt werden kann. Damit dies funktioniert, ist während der alltäglichen Operations ein Admin notwendig, der Tools, Infrastruktur und auch diverse Prozesse aus dem organisatorischen Bereich bestmöglich miteinander verknüpft. Insgesamt handelt es sich jedoch "nur" um einen kleinen Anteil des typischen Alltags eines Administrators.

Der Weg zum Administrator

Abhängig vom Einsatzfeld kann ein Administrator, der beispielsweise als System-Administrator eingesetzt wird, diesen Titel als Teil einer Ausbildung erhalten. Häufig übernehmen die ausbildenden Betriebe diesen Rechenzentrumsadministrator, da die Person bereits über sehr weitreichende Kenntnisse der eigenen IT vor Ort verfügt und etwa Client-Server-Operationen aus dem täglichen Geschäftsablauf kennt. Eventuell ist es für den Administrator auch notwendig, vorher ein Studium abzuschließen. Diese Entscheidung richtet sich nach dem späteren Berufswunsch: Mit steigenden Fachkenntnissen kann der Administrator auch für sehr komplexe Themenbereiche eingesetzt werden.

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Im SD-WAN-Umfeld kann ein fähiger Administrator etwa dazu beitragen, Kosten für die Kommunikation über das Netzwerk drastisch zu senken. Der Admin erkennt, welche Datenpakete über öffentliche, ungesicherte Verbindungen laufen dürfen und wo sichere - aber teurere - Inhouse-Verbindungen notwendig sind.

Der Verzicht auf einen fähigen Admin in bestimmten IT-Bereichen ist für Unternehmen nicht denkbar - vom Mainframe bis zu kleineren Client-Server-Infrastruktur. Aus diesem Grund genießt ein Administrator in der Regel eine hohe Berufssicherheit und sollte bei entsprechenden Bemühungen schnell entsprechende Berufe finden.

* Der Autor mit dem Spitznamen "Blue Floyd" arbeitet bei der Agentur Content.de.

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