Mit FlexFrame von Fujitsu Siemens Computers hin zum Dynamic Datacenter

FlexFrame flexibilisiert die Virtualisierung

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Trennung der Applikationen vom Rechner

Durch PAN erfolgt somit eine Trennung der Rechenressourcen von den übrigen Funktionen. Die pBlades besitzen keine lokale Ein-/Ausgabe-Anschlüsse. Erst durch die Zuweisung von virtuellen Einheiten wie Netzwerkverbindungen, Tastatur-, Bildschirm- und Mausverbindungen, CD/DVD-Laufwerken und Festplatten werden sie zu vollständigen Servern. Auch diese Zuweisung passiert durch den PAN-Manager. Die gesamte Definition eines Rechners und des darauf befindliche Betriebssystems mit den Applikationen wird in einem XML-File hinterlegt. Diese XML-Datei ist somit die Beschreibungsdatei für den Server.

Bei dem bis dato geschilderten Verfahren besteht also immer eine 1:1-Zuordung eines pBlade mit einen pServer und einem Betriebssystem. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit direkt auf dem pBlade einen gängigen Hypervisor einzusetzen. Derzeit wird allerdings nur der Xen-Hypervisor unterstützt, andere Hypervisor sollen in Zukunft auch möglich sein.

Der Hypervisor segmentiert dann seinerseits das pBlade in mehrere vBlades (virtuelle Blades). Diese vBlades werden analog zu pBlades verwaltet. Das Verfahren ist damit vergleichbar mit jenen Konzepten, wie sie beim Einsatz eines Hypervisors auf einem dedizierten Serversystem vorzufinden sind, nur dass der Server bei FlexFrame durch ein konfigurierbares Blade abgebildet wird und die gesamte Konfiguration unter der Kontrolle des PAN-Manager steht.

Unterstützt wird das Verfahren durch ein anwendungsunabhängiges Konzept der Hochverfügbarkeit (N+1) Failover und Desaster Recovery (N+1 DR). Beim N+1 Failover wird beim Ausfall eines Blades der darauf laufende pServer automatisch auf dem vorher bestimmten Ersatzserver gestartet.

Das N+1 Desaster Recovery geht einen Schritt weiter. Damit wird der Ausfall eines kompletten Systems, wie er beispielweise im Fall einer Katastrophe oder durch Umwelteinflüsse auftritt, abgesichert. Hierbei wird ein sogenanntes PAN-Archiv auf einem separaten System neu gestartet. Im Unterschied zu einer normalen Clusterlösung wartet das zweite System nicht auf den Fehler, sondern kann im Normalbetrieb beispielsweise für Test- oder Entwicklungszwecke eingesetzt werden.

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