News vom KubeCon + CloudNativeCon + OS Summit in China

First Class Citizens in Shanghai per Open Source

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Die Co-Vorsitzenden der Konferenz Vicki Cheung, Engineering Manager bei Lyft, begrüßte am Montag die Teilnehmer.
Die Co-Vorsitzenden der Konferenz Vicki Cheung, Engineering Manager bei Lyft, begrüßte am Montag die Teilnehmer. (Bild: Donat Kekesi-Photography)

Gerade ist in Shanghai, China, das „KubeCon + CloudNativeCon + Open Source Summit China 2019“ zu Ende gegangen. In der Eröffnungs-Keynote vom zweiten Tag stellte Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, die Bedeutung des chinesischen Marktes in den Vordergrund – mittlerweile sei China der zweitgrößte Beitragszahler bei Kubernetes.

Er und der Executive Director der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), Dan Kohn, berichteten auf dem Summit über die neusten Aktivitäten und Updates der Foundation, die hinter Kubernetes steht, und über das, was eine Gemeinschaft wie die CNCF funktionieren lässt. Als nächstes diskutierten Linus Torvalds, Mastermind von Linux & Git, und Dirk Hohndel, Chief Open Source Officer & Vice President, VMware, auf offener Bühne über die Entwicklung von Open Source.

Evan Xiao, Vice President, Strategy and Business Development bei Huawei Technologies, erzählte aus seiner täglichen Praxis vom Umgang mit Open Source Software. Schließlich diskutierte Burt Liu, Vice President, Tencent Cloud, wie sein Unternehmen native Technologie in einer Vielzahl seiner Kernprodukte einsetzt.

Custom Resource Definitions als First Class Citizens

Bereits am Vorabend berichteten die Co-Vorsitzenden der Konferenz Vicki Cheung, Engineering Manager bei Lyft, und Bryan Liles, Senior Staff Engineer von VMware, über Update bei Kubernetes und anderen CNCF-Projekten. Als nächstes gaben Jing Xu, Software Engineer, Google und Xing Yang, Lead Architect, OpenSDS, einen Überblick über den Einsatz von CRDs (Custom Resource Definitions) als "First Class Citizens" in Kubernetes, und wie man sie für die Erweiterung von Kubernetes-APIs nutzt.

Bislang wurden CRDs hauptsächlich für Out-of-Tree-Entwicklungen herangezogen. Heute versucht man damit Kubernetes als modulare und erweiterbare Plattform aufzustellen, indem man Kubernetes so weit als möglich entkernt.

CRDs werden dann als Kernressourcen verwendet und nahtlos in andere Kern-API-Objekte integriert. Mit „Kubebuilder“, einem SDK zum Erstellen und Veröffentlichen von Kubernetes-APIs, lässt sich laut Yang einfach ein benutzerdefinierter Controller für CRDs schreiben.

Suse macht Linux multimodal

Suse hat in Shanghai das neuste Update seiner Enterprise-Version von Linux vorgestellt. Das SP1 mache „Suse Linux Enterprise 15“ „multimodal“ und kann Container ebenso effizient einsetzen wie Datenbanken. „Dies ermöglicht es Kunden, unternehmenskritische Workloads einfach über On-Premise- und Public Cloud-Umgebungen hinweg bereitzustellen und zu transformieren“, so Michael Jores, Regional Director Central Europe bei Suse.

Zu den Überarbeitungen des „SP 1“ gehören ein einfacherer Übergang von Community-Linux zu Enterprise Linux, die verbesserte Unterstützung für Edge-zu-HPC-Workloads sowie das Optimieren von Workloads und Minimieren von Datenlatenz. Auch ist laut Jores die Hardware-basierte Datensicherheit erweitert und die Ausfallzeiten für Updates reduziert worden.

Mehr KI: FATE und virtuelle GPUs in Containern

Heute darf auf keinem Event dieser Art das Thema künstliche Intelligenz (KI) fehlen. Zunächst gab Alejandro Saucedo, Chief Scientist, The Institute for Ethical AI & Machine Learning, einen Überblick über aktuelle Open Source Tools and Frameworks für die Erweiterung von DataOps- und MLOps-Infrastrukturen. Insbesondere Werkzeuge und Methoden wie die „Predictive Model Markup Language“ (PMML), „Data Version Control“ (DVC), „ModelDB“, „Pachyderm“ und „Seldon“ für das Monitoring und die Orchestrierung von Daten und Computing lagen ihm am Herzen.

Die Linux Foundation teilte mit, dass sie mit „FATE“ (Federated AI Technology Enabler) eine neue Stiftung ins Leben gerufen hat. Sie entwirft ein föderales Framework für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Instituten, um KI in Einklang mit gesetzlichen Bestimmungen und Datenschutzvorschriften wie der DSGVO zu fördern. Zu den ersten Mitgliedern zählen 4Paradigm, CETC Big Data Research Institute, Clustar, JD Intelligent Cities Research, Squirrel AI Learning, Tencent und WeBank.

„Ein sicheres Computing-Framework ist von entscheidender Bedeutung für Entwickler, die die neuesten Anwendungen in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Fertigung, Gesundheitswesen und mehr entwickeln“, erläuterte Linux Foundation-Chef Zemlin. „Das Erstellen eines solchen Frameworks gehört zu den ureigensten Aufgaben der Foundation und der gesamten Community.“

Auch die bereits vor Wochen ins Leben gerufenen CNCF Special Interest Groups (SIGs) wurden vom Technical Oversight Committee (TOC) näher vorgestellt. Sie stellen sich aktuell in verschiedenen Themenbereichen auf und werden von anerkannten Experten geleitet. Diese berichten direkt an das TOC, Entwickler und Anwender sind zur Mitwirkung aufgerufen.

Lei Wang, Leitender Ingenieur, Tencent Cloud, und Pavee Han, Leitender Produktmanager, Tencent Cloud, präsentierten eine Methode, um Anwendungen zu testen, ohne zusätzlich Rechenpower anzufordern. Gerade im Falle von Deep Learning-Workloads sind viele Tests notwendig, sie benötigen zudem viel Zeit. „Virtuelle GPUs“ auf Containerebene können das Testing weitaus effektiver beschleunigen als die GPU-Virtualisierung auf der Maschinenebene, so Wang und Han.

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