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Potenzial zur Mainframe-Optimierung mit geeigneten Management-Tools ausloten
Mit Tools wie dem „Cost Analyzer“ von BMC erhalten Mainframe-Administratoren detaillierte Einblicke in die MLC-Kosten (Monthly License Charges) von Mainframes wie „zEnterprise“. Dank der Möglichkeit zur Visualisierung aktueller Belastung und zur Durchführung von Simulationen kommen typischerweise Kostensenkungen von 5 Prozent bis 20 Prozent zu Stande. Ein ähnliches Ziel verfolgt „CCPT“ von zCost Management.

Laut Compuware, eines Anbieters von Werkzeugen zur strategischen Mainframe-Optimierung, kommen heutzutage weltweit 220 Milliarden Zeilen Mainframe-Anwendungscode zum Einsatz. Viele Mainframe-Tools fokussieren daher im Aufspüren von Ursachen für Leistungsengpässe im ausführbaren Code. Diese resultieren beispielsweise aus übermäßigem Einsatz oder aus dem Einsatz besonders ineffizienter SQL-Anfragen, ungeeigneter Datenmodelle und vieles mehr.

In die Kategorie der Code-Optimierungs-Tools für Mainframe-Anwendungen fällt unter anderem „Intertest Batch“ von CA Technologies. Interessante Tools für diese Aufgabe bietet unter anderem Compuware mit „Strobe“, „Workbench“ und „Topaz“.
Datakinetics: In-Memory-Datenverarbeitung senkt Prozessorauslastung
Data Kinetics hat sich auf das Optimieren der Stapelverarbeitung auf Mainframes spezialisiert und bietet in diesem Bereich unter anderem den In-Memory-Beschleuniger „Table Base“, ein Werkzeug mit der Bezeichnung „Data Integration and Replication“ und dem „DB2 Offline Analyzer“. Durch das Einlesen der benötigten Daten in den Arbeitsspeicher erzielt Tablebase eine Beschleunigung der Datenverarbeitung um das 10- bis 30-fache (In-Speicher-Operationen sind um einen Faktor von Tausend schneller als I/O-Zugriffe).
Dank der Nutzung mehrfacher zur Echtzeit erzeugter Indizes verbrauchen Operationen wie virtuelle Datensortierung unter Verwendung von Table Base nur einen Bruchteil der sonst benötigten Prozessorleistung und reduzieren die zahlungspflichtige Rechenzeit.

Das Werkzeug Data Integration and Replication von Data Kinetics erleichtert die Datenmigration von und auf den Mainframe, während der Offline DB2 Analyzer diesen Vorgang in vielen Fällen gar überflüssig macht und durch die Entlastung des Mainframe zu geringeren MLC-Kosten beiträgt. Eine ähnliche Aufgabe erfüllt „Innovize IT Offline Analysis and Reporting for DB2“ von Datakinetics.
Untersuchung von Performance-Engpässen
Bei Innovize IT Offline Analysis and Reporting for DB2 handelt es sich um ein Mainframe-Monitoring-Werkzeug zum Untersuchen der Ursachen von DB2-Performance-Engpässen. Das Tool lädt Mainframe-Metadaten auf einen Windows-Desktop herunter, um eine Offline-Analyse zu ermöglichen, die keinerlei Mainframe-Rechenzeit beansprucht.
Das Tool präsentiert dem Administrator anschließend konkrete Handlungsempfehlungen, zum Beispiel im Hinblick auf Anpassungen der Tablespace-Definitionen, das Hinzufügen oder Entfernen von Indizes oder das Optimieren von SQL-Anfragen. Eine zusätzliche Option ermöglicht laufendes Monitoring.
In vielen Fällen macht es allerdings keinen Sinn mehr, Altlasten-Code betagter Mainframe-Anwendungen noch weiter aufzubessern. Zunehmend viele Anwender entscheiden sich für eine Migration ihrer Code-Basis auf die Linux-Plattform auf dem Mainframe, um sich von dem Vendor-Lock-In schrittweise zu befreien. Um zu verstehen, wie in diesem Szenario ganz „nebenbei“ erhebliche Kostenersparnisse zu Stande kommen, ist es angebracht, IBMs Preismodell genauer unter die Lupe zu nehmen.
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