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Was können Großrechner-Werkzeuge von Drittanbietern? Die wichtigsten Mainframe-Tools

| Autor / Redakteur: Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska / Ulrike Ostler

Mainframe-Anwender plagt der Kostendruck. Das hält das Interesse an Tools zur Kostensenkung und Leistungsoptimierung wach. DataCenter-Insider verschafft einen Überblick über die interessantesten und berichtet, wie sich betroffene Unternehmen vom scheinbar unvermeidlichen Vendor-Lock-In befreien können.

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Ein Großteil des Aktienhandels weltweit, die Mehrheit von Kreditkartentransaktionen und viele andere geschäftskritische Prozesse laufen auf Mainframes.
Ein Großteil des Aktienhandels weltweit, die Mehrheit von Kreditkartentransaktionen und viele andere geschäftskritische Prozesse laufen auf Mainframes.
(Bild: CA Technologies/ Bill Gallery)

Wer von Mainframes spricht, hat fast immer „IBMs z/OS“-Linie im Sinn, die heute Markt führende „System-z“-Reihe von IBM. Neun der Top 10 der globalen Lebens- und Krankenversicherungsanbieter verarbeiten Transaktionen mit hohem Volumen auf IBMs System z-Mainframes.

Ganze 96 von den 100 größten Banken der Welt nutzen ein System z-Mainframe. Auch die Deutsche Post und Allianz sind unter den Mainframe-Anwendern ganz vorne mit dabei. Die Mainframe-zentrische IBM-Benutzergruppe SHARE (siehe: G.U.I.D.E./ SHARE Europe) zählt insgesamt stolze zwanzig tausend Mitglieder von insgesamt etwa zwei tausend Unternehmen weltweit.

Im Zeitalter von Social Media entstehen praktisch „am laufenden Band“ Unmengen von Big Data aus den Bereichen CRM, Verkauf und R&D (Forschung und Entwicklung); Handlungsempfehlungen werden idealerweise in Echtzeit benötigt. Unter Druck gesetzt, suchen Mainframe-Administratoren nach Lösungen, um die ablaufenden Prozesse zu optimieren und die MLC-Lizenzkosten (Monthly License Charge) im Griff zu halten.

Berechnung der Lizenzkosten

Die MLC-Lizenzkosten werden anhand der tatsächlichen Mainframe-Auslastung, gestaffelt nach MSUs (Millions of Service Units), in Rechnung gestellt. Hardware- und Softwarepakete für Mainframes werden in der Regel pro einer definierten Anzahl von MIPS (Millionen von Instruktionen pro Sekunde) lizensiert. Einsparungen in Höhe von einem Fünftel bis zu einem Drittel an MIPS reflektieren sich für den betroffenen Anwender in greifbaren Kostensenkungen oftmals in Höhe von mehreren Millionen Euro pro Jahr.

Potenzial zur Kostenminimierung gibt es bei Mainframes zuhauf. Wer bestehende Workloads mit einer niedrigeren Anzahl von MSUs verarbeitet, spart bereits bares Geld.

Doch damit nicht genug: Das Kleingedruckte in den Lizenzverträgen kann dazu führen, dass sich die Kosten möglicherweise unterschiedlich gestalten je nachdem, zu welchem Zeitpunkt die betreffenden Workloads ablaufen. Wer bereits ahnt, dass sich die Optimierungen der Mainframe-Auslastung gar nicht so einfach gestaltet, wie es sich anhört, greift zu professionellen Tools von IBM und/oder Drittanbietern.

Für die eigenen System z-Prozessoren bietet IBM unter anderem das kostenfreie Tool „zPCR“ zum Planen der Kapazitätenauslastung; allerdings eignet sich das Werkzeug vor allem zum Evaluieren von Prozessor-Upgrades und nicht zum Optimieren der Nutzung bestehender Mainframe-Hardware. Zum Glück mangelt es nicht an praxiserprobten Ansätzen.

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