Cloud, KI und Security... Deswegen muss eine neue Definition für den IT-Admin her!

Ein Gastbeitrag von Tim Leuthold* 2 min Lesedauer

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Cloud und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur die Technologie, sondern auch die Arbeit im Rechenzentrum. Der IT-Betrieb benötigt neue Rollenprofile und gezielten Kompetenzaufbau.

Die Rolle eines IT-Admins hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Um mich den Entwicklungen Schritt zu halten, müssen neue Skills her.(Bild: ©  Rymden - stock.adobe.com)
Die Rolle eines IT-Admins hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Um mich den Entwicklungen Schritt zu halten, müssen neue Skills her.
(Bild: © Rymden - stock.adobe.com)

Die Cloud verändert Verantwortlichkeiten und Teamstrukturen grundlegend. Besonders sichtbar wird das beim klassischen IT-Administrator. Lange bestand die Aufgabe vor allem darin, Systeme zu betreiben und Störungen zu beheben. In Cloud-Umgebungen reicht das nicht mehr aus.

Heute gehören Automatisierung, Containerisierung und Infrastructure as Code (IaC) zum Anforderungsprofil. Administratoren bauen Umgebungen reproduzierbar auf, setzen Sicherheitsrichtlinien um und müssen die Auswirkungen von Architekturentscheidungen auf Betrieb, Skalierbarkeit und Kosten beurteilen können.

KI erweitert das Anforderungsprofil

Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern sich die Anforderungen weiter. Gefragt sind nicht nur Programmierkenntnisse, sondern auch Verständnis für den produktiven Betrieb von KI-Diensten, Datenmanagement, Governance und Sicherheit. Zwischen einem Prototyp und einer produktiven KI-Anwendung liegen oft erhebliche technische und organisatorische Herausforderungen.

Deshalb sind Weiterbildung entscheidend

Deshalb gewinnt Weiterbildung an Bedeutung. Einzelne Workshops reichen meist nicht aus. Gefragt sind Lernpfade, die Grundlagen wie Linux, Scripting und Cloud-Architekturen mit praktischer Anwendung verbinden. Besonders wirksam sind Formate, die nah am Arbeitsalltag bleiben, etwa projektbezogene Trainings, Labs, Mentoring oder klar definierte Lernziele für unterschiedliche Rollen.

Aus der Arbeit mit Teilnehmenden in Tech-Weiterbildungen zeigt sich regelmäßig, dass viele Fachkräfte zwar IT-Erfahrung mitbringen, Infrastruktur jedoch stärker als Code, Kostenfaktor und Sicherheitsarchitektur verstehen müssen. Gleichzeitig können Unternehmen nicht jede Kompetenz intern aufbauen. In Bereichen wie Cloud Security, komplexen Architekturen oder KI-Governance bleibt externe Expertise häufig erforderlich.

Nicht jede Kompetenz lässt sich intern aufbauen

Gleichzeitig können Unternehmen nicht jede Kompetenz intern entwickeln. In Bereichen wie Cloud Security, komplexen Architekturen oder KI-Governance bleibt externe Expertise häufig erforderlich. Entscheidend ist die Kombination aus gezielter Weiterentwicklung bestehender Mitarbeitender, klar definierten Rollenprofilen und punktueller Unterstützung durch Spezialisten.

Cloud und KI verändern die Betriebsverantwortung

Cloud und KI sind keine reine Tool-Frage. Sie verändern Betriebsmodelle, Prozesse und Qualifikationsanforderungen. Wer Anwendungen migriert, ohne gleichzeitig Kompetenzen aufzubauen, verlagert bestehende Probleme lediglich in eine neue Umgebung. Der klassische IT-Administrator verschwindet deshalb nicht, seine Rolle wird jedoch deutlich anspruchsvoller.

Über den Autor:
Tim Leuthold ist Co-Founder & General Manager der Wbs Coding School, eine der führenden Anbieter für Tech-Weiterbildungen in Deutschland. In mehrwöchigen Intensivkursen können Teilnehmende wichtige Fachkenntnisse, Tools und Best Practices im Tech-Bereich erlernen. Die Wbs Coding School ist Teil der Wbs Gruppe, die jährlich über 30.000 Menschen remote und an 280 Standorten in Deutschland fortbildet.

Bildquelle: Wbs Coding School

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