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Sichern von Linux-, Windows- und Intel-basierten Mac-OS-Systemen mit Clonezilla Open Source Cloning-Werkzeug mit Multicast-Unterstützung

Autor / Redakteur: Götz Güttich / Florian Karlstetter

Clonezilla stellt ein Open Source Cloning Tool mit Multicast-Unterstützung dar. Die Lösung lässt sich demzufolge mit den Corporate-Versionen von Symantec Ghost vergleichen. DataCenter-Insider.de hat das Produkt im Testlab unter die Lupe genommen.

Klonen und Wiederherstellen von Linux-, Windows- und intel-basierten Mac-OS -Systemen mit Clonezilla.
Klonen und Wiederherstellen von Linux-, Windows- und intel-basierten Mac-OS -Systemen mit Clonezilla.
( Archiv: Vogel Business Media )

Clonezilla verwendet die Tools DRBL (Diskless Remote Boot in Linux), Partition Image, ntfsclone, partclone und udpcast. Partition Image und partclone erstellen unabhängig vom Dateisystem vollständige Kopien von Partitionen, ntfsclone sichert NTFS-Partitionen in Image-Dateien und udpcast stellt die Multicast-Funktionen bereit.

Es gibt zwei unterschiedliche Clonezilla-Varianten: Clonezilla Live und Clonezilla SE (Server Edition). Clonezilla Live arbeitet mit einer Boot-CD/DVD oder einem USB-Speichermedium und eignet sich zum Sichern und Wiederherstellen einzelner Maschinen. Interessanter ist die Server-Edition der Software, da diese sich zum gleichzeitigen Clonen von mehr als 40 Rechnern einsetzen lässt.

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Administratoren haben beim Clonezilla-Einsatz die Option, das zum Erstellen des Images erforderliche Tool explizit auszuwählen. So ist es beispielsweise möglich, beim Sichern von Partitionen standardmäßig zuerst immer ntfsclone zu nehmen, wenn diese Lösung die Partition nicht lesen kann, auf Partition Image auszuweichen, wenn das ebenfalls mit der Partition nicht klarkommt, auf partclone zu setzen und nur im Falle einer Partition, die auch partclone nicht kennt, ein bitweises Bild der Daten mit dd zu ziehen. Damit kann Clonezilla jede denkbare Installation sichern.

Besonders effektiv arbeitet das Produkt aber nur dann, wenn es das verwendete Dateisystem erkennt, weil es in diesem Fall nur die benutzten Blöcke der Harddisk sichert und wiederherstellt, was die Images deutlich kleiner macht und zudem signifikant Zeit spart. An Dateisystemen unterstützt die Lösung zur Zeit ext2, ext3, FAT, HFS+, jfs (Linux), NTFS, reiserfs und xfs. Demzufolge eignet sie sich zum Sichern von Linux-, Windows- und intel-basierten Mac-OS-Systemen. Clonezilla arbeitet auch mit dem Logical Volume Manager 2 unter Linux zusammen und sichert bei Bedarf nicht nur Partitionen, sondern auch ganze Festplatten. Falls gewünscht, ist das Tool sogar dazu in der Lage, den Hostnamen, die Gruppe und den SID kopierter Windows-Systeme automatisch zu ändern.

weiter mit: Systemanforderungen und Installation

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