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HCI aus Österreich Einfach zu bedienende Hyper-Converged Infrastructure

| Redakteur: Ulrike Ostler

Bescheiden klingt die Ankündigung des österreichischen Unternehmens Astco nicht: „Revolution im Rechenzentrum“. Geht nicht? fragt das Unternehmen und konkretisiert: Sichere, leistungsfähige Hardware statt Daten in der Public Cloud? So einfach zu managen wie die Public Cloud? Günstiger als die Public Cloud?

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Mit einem 3-Node-Cluster beginnt bei „Quanton Cloud Pro“ als HCI-Plattform die Hochverfügbarkeit für 33 bis 57 Windows- oder Linux-VMs und 25 Terabyte Speicherkapazität.
Mit einem 3-Node-Cluster beginnt bei „Quanton Cloud Pro“ als HCI-Plattform die Hochverfügbarkeit für 33 bis 57 Windows- oder Linux-VMs und 25 Terabyte Speicherkapazität.
(Bild: Astco)

Seit HPE mit „Greenlake Central“ IT als Service sowohl für Cloud als auch im mehr oder minder eigenem Rechenzentrum anbieten kann, lässt HPE-Chef Antonio Neri kaum ein gutes Haar an der Public Cloud und bringt sie mit „Kontrollverlust“ in Verbindung. Wer war schon in den Rechenzentren von AWS, Microsoft oder Google? Zudem machen Horrorgeschichten über Kosten, die aus dem Ruder laufen die Runde.

Das österreichische Unternehmen Astco, die Firmenbezeichnung steht für Advanced Storage Concepts, jedenfalls bietet mit „Quanton Cloud Pro, The Ultimate All-NVMe Hyperconverged Revolution for Enterprise Virtualization“ an. Dahinter verbirgt sich eine HCI-Aplliance, die High-Performance NVMe Technologie mit einer Scale-out Open Source-Virtualisierung verbindet. Diese soll sich für Unternehmen eignen, die maximale Rechenleistung, Erweiterbarkeit und Flexibilität für Privat- oder Hybrid-Cloud-Anwendungen benötigen.

Dafür kombiniere die ebenfalls in Wien ansässige Firma Novarion Systems GmbH aktuelle Hardware mit einer KVM- und Container-basierten Virtualisierung. Mit der Quanton-Appliance können Kunden virtuelle Maschinen, Container, Storage, virtuelle Netzwerke und Hochverfügbarkeits-Cluster über eine zentrale Management-Oberfläche verwalten.

Eine Skalierung des HCI-Systems ist mögllich.
Eine Skalierung des HCI-Systems ist mögllich.
(Bild: Astco)

Quanton Cloud Pro stellt zwei Virtualisierungstechnologien auf einer Plattform bereit. Die Empfehlung lautet: KVM für virtuelle Maschinen und Container für leichtgewichtige Linux- Anwendungen. Das nach Anbieterangaben intuitive, web-basierte Interface bietet zusätzliche Funktionen, mit denen sich die vorhandenen Ressourcen ausschöpfen lassen, was bedeute, dass sich Hardware- und Administrationskosten reduzieren ließen.

KVM und Container

Kernel-based Virtual Machine (KVM) ist der branchenführende Open Source-Hypervisor für die Virtualisierung für Linux auf x86-Hardware (mit Virtualisierungserweiterungen für Intel VT und AMD-V). Es ist als Kernel-Modul im Linux-Kernel integriert.

Mit KVM können mehrere virtuelle Maschinen anhand von unmodifizierten Linux- oder Windows-Images erstellt werden. KVM ist flexibel und skalierbar, passt sich spezifischen Anforderungen an und ermöglicht dem Nutzer ausreichend Agilität.

Container-Virtualisierung oder auch Betriebssystem-Virtualisierung ist eine leichtgewichtige Alternative zur Voll-Virtualisierung und findet auf Betriebssystemebene statt.). Die Virtualisierungstechnik Linux Containers (LXC) ermöglicht es, mehrere voneinander isoliert laufende Linux-Systeme auf einem einzigen Host zu betreiben. LXC fungiert als Userspace-Interface für die Linux Container-Technologie im Kernel womit Anwender ganz einfach System- oder Applikations-Container erstellen und verwalten können.

Zum Angebot gehört eine High-Performance EDSFF-Hardware, die eine 99,9999prozentige Verfügbarkeit haben soll. Auf einer Höheneinheit (HE) ist der HCI-Cluster-Knoten mit „Intel Dual Xeon Scaleable“-Prozessoren bestückt. Zudem erlaubt das System:

  • Erlaubt bis zu 6 Terabyte (TB) DDR4 RAM bei 2933 Megahertz.
  • Dazu kommt eine Node-to-Node Kommunikation (Fail-Over):
  • 10/25/100/200 Gbit Distributed File System Sync (Cluster Management und VMs)
  • 10/25/100/200Gbit Distributed Storage Sync Data Protection with Erasure Coding
  • Eine Client-Verbindung von 10/25/100/200 Gbit
  • redundant Titanium Level (96 Prozent) Power-Supplies
  • 32x NVMe NF1 SSD mit Power Loss Protection
  • im Hot-swappable front loading Design
  • Direct Connect zu den CPUs für möglichst geringe Latenz(PCI-E 3.0).
  • Das System wird ab dem zweiten Quartal 2020 mit 3,84TB, 7,68 TB und 15,36 TB zur Verfügung stehen.

Die management-Oberfläche von „Quanton Cloud Pro“
Die management-Oberfläche von „Quanton Cloud Pro“
(Bild: Astco)

Zu den wichtigsten Funktionen gehören Server-Virtualiserung mit KVM und LXC, Management, Benutzer- und Rechteverwaltung, Speicher, HA Cluster, Backup, Netzwerk, Firewall und Open Source Software.

Zusätzlich offeriert Novarion Garantie- und Serviceleistungen sowie mit professionellen Support und Schulungen.

„Platin for Gold“ lautet das Astco-Einstiegsangebot:

  • 32 NF1 modules – bis zu 1 Petabyte
  • Bis zu 12 Ethernet (200Gbit) oder Fibre Channel 32Gbit Ports
  • Bis zu 6 TB DDR4 RAM 2933 MHz
  • Dual Intel Xeon Scalable Processors
  • und redundanter Titanium Level Stromanschluss (96 Prozent)

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