Was geht mich der Entwicklungskram an?

Bei DevOps gibt es weder ein Aber noch einen Gebetbuch

| Autor / Redakteur: Mark Troester* / Ulrike Ostler

Mit einem optimal umgesetzten DevOps-Verfahren lassen sich Applikationen effizient von der Entwicklung in den produktiven Betrieb übernehmen und somit eine enge Zusammenarbeit zwischen der Entwicklung und dem IT-Betrieb sicherstellen.
Mit einem optimal umgesetzten DevOps-Verfahren lassen sich Applikationen effizient von der Entwicklung in den produktiven Betrieb übernehmen und somit eine enge Zusammenarbeit zwischen der Entwicklung und dem IT-Betrieb sicherstellen. (Bild: Progress)

Mit DevOps entsteht eine ganzheitliche Sicht auf den zyklischen Prozess der Softwarebereitstellung. DevOps wendet die Prinzipien der agilen Software-Entwicklung auch auf den IT-Betrieb an und schafft so die Voraussetzungen für eine bessere Abstimmung zwischen Entwicklung und IT-Betrieb.

So absurd es auch klingt: Einige IT-Verantwortliche wünschen sich manchmal die guten alten Tage des Mainframes zurück. Bei dieser sperrigen Maschine mit ihren dummen Terminals und Tausenden von Lochkarten hatte die IT die volle Kontrolle. Citizen Developer beziehungsweise Power User oder Business-Analysten waren nicht vorgesehen.

Mit dem Aufkommen von Desktop-Systemen in den Fachbereichen und ihren unterschiedlichen Betriebssystemen und Anforderungen wurden Verwaltung und Betrieb deutlich komplizierter. Kurzfristig machten Server-basierte Web-Applikationen das Management wieder etwas einfacher.

Mit Mobile Computing aber wird alles komplizierter als jemals zuvor. Anstatt zentral eine Applikation auf einem Server ´upzudaten`, muss jetzt jedes mobile Endgerät aktualisiert werden – oft müssen Apps für die unterschiedlichen mobilen Plattformen angepasst und auf die Endgeräte verteilt werden. Für die IT bedeutet dies einen enormen Aufwand. Optimal eingesetzt sorgt DevOps für Abhilfe.

Die Evolution von DevOps

Die agile Software-Entwicklung – ein Begriff, den es seit 2001 gibt – steht in enger Verbindung zur DevOps-Methode, die auf einer IT-Konferenz in Belgien 2009 erstmals vorgestellt wurde. Nach 15 Jahren agiler Software-Entwicklung und sechs Jahren DevOps hat sich herausgestellt, dass diese eng miteinander verbundenen Termini sehr weit gefasst sind und unterschiedliche Einstellungen und Herange-hensweisen, Plattformen, Tools und Lösungen umfassen.

Die agile Software-Entwicklung mit ihren Scrum-Meetings und ihren schnellen Änderungszyklen hat die Software-Entwicklung beschleunigt, aber manchmal auch deutlich mühsamer gemacht, weil viele Unternehmen die raschen Änderungszyklen nur unzureichend unterstützen konnten.

Mit all seinen Plattformen, Tools und Methoden legt der DevOps-Ansatz Wert auf eine enge Abstimmung von IT-Betrieb und Entwicklung. Ziel von DevOps ist die Bereitstellung neuer und fortlaufend getesteter Applikationen, die ständige Weiterentwicklung von Features und eine laufende Wartung, um Applikationen schneller ausliefern zu können.

Die Absicht ist schön und gut. Der Erfolg von De-vOps ist jedoch abhängig von den jeweiligen Einsatzszenarien.

Drei verschiedene Anwendungsszenarien

Bei den heutigen Entwicklungsumgebungen unterscheidet Progress drei Bereiche: Low-Code, betriebszentrierte (Deployment-Centric) und mobile Entwicklung. Für die Auslieferung von Applikationen in diesen drei Umgebungen ist ein breites Spektrum von Fertigkeiten und Tools erforderlich.

Auch die Art und Weise, wie DevOps in diesen drei Umgebungen zum Einsatz kommt, ist sehr unterschiedlich: Eine Low-Code-Umgebung kommt ohne viel DevOps aus, eine Mobile-Umgebung dagegen erfordert einen umfangreichen Einsatz.

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