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Was ist ein Update?

| Autor / Redakteur: Otto Geißler / Ulrike Ostler

Viele Menschen benutzen die Begriffe Update und Upgrade synonym, also sinngleich. Das ist falsch, denn es gibt deutliche Unterschiede.
Viele Menschen benutzen die Begriffe Update und Upgrade synonym, also sinngleich. Das ist falsch, denn es gibt deutliche Unterschiede. (Bild: © djama - stock.adob.com)

Ein Update verweist auf die Aktualisierung oder Verbesserung einer Software (Programm, App) oder eines Inhalts im Internet. Updates dienen dazu, Bugs beziehungsweise Fehler zu beheben und damit die Programm-Sicherheit zu erhöhen. Der Funktionsumfang des Programms bleibt aber im Allgemeinen gleich.

Ein Software-Update umfasst häufig kleinere Optimierungen im Hinblick auf die Geschwindigkeit der Programmausführung und eliminiert Fehler. Ein solches Update wird meist auch als ein Service-Release, Patch oder Hotfix bezeichnet. Wobei mit einem Patch in der Regel Aktualisierungen in Form einer Nachbesserung gemeint sind und mit Hotfixes sollen Fehler bereinigt werden.

Ein Update für eine Software benennt also eine neue Variante, die kleinere Neuerungen beinhaltet. Sie sind in der Regel kostenlos. Wogegen ein Upgrade eine Software um neue Funktionen erweitert. Daher steht ein Upgrade auch für eine neue Version einer Software.

Update von Betriebssystemen

Zu einer laufenden Wartung eines Betriebssystems müssen immer wieder neue Versionen, Service-Packs (Wartungspakete) oder Systemergänzungen als auch Verbesserungen in Form von Updates geladen werden. Das ist von großer Bedeutung, da mit den Updates bestehende oder entstandene Sicherheitslücken im System geschlossen werden können. Wobei man unter einer Sicherheitslücke eine Art Fehler im Programm verstehen kann, der von Hackern genutzt werden kann, um in das System Schadsoftware (Malware) einzuschleusen.

Aus diesem Grunde stellen die Anbieter von Betriebssystemen Updates als Service Packs, Hotfixes und Patches für ihre Kunden zur Verfügung. Nutzer beziehungsweise Administratoren können wählen, ob sie diese Updates automatisch oder je nach Belieben einspielen und installieren wollen. Dafür gibt es in größeren Organisationen mit vielen Terminals sogenannte „Patchdays“, um die Terminierung der Installation der Updates planen zu können. Das heißt, mehrere Updates werden auf einige wenige Zeitpunkte – möglichst außerhalb der Betriebszeiten - im Jahr zusammengelegt.

Updates von Sicherheitssoftware

Insbesondere Firewalls und Anti-Viren-Scanner müssen, um ihre Funktionen umfassend zu erhalten, regelmäßig und in kurzen Abständen aktualisiert werden. Das ist der Tatsache geschuldet, dass sich ständig neue Viren und Trojaner schnell im Internet verbreiten. Sind Computerviren einmal in ein Netzwerk eingedrungen, so können diese zu erheblichen Veränderungen am Betriebssystem oder anderer Software sowie zu Fehlfunktionen bei der Hardware führen.

Zudem kann diese Malware auch Daten beziehungsweise vertrauliche Informationen an den Versender des Virus weiterleiten. Firewalls und Viren-Schutz-Programme sind daher für die Sicherheit der Netzwerke und Rechner unerlässlich. Beim Aufspielen der Sicherheits-Updates werden die aktualisierten Virensignaturen installiert. Auf diese Weise kann die Sicherheitssoftware neue Viren automatisch erkennen. Die aktualisierten Antivirenprogramme suchen dann die Rechner nach Schadsoftware ab. Auf diese Weise lassen sich Angriffe erfolgreich vereiteln und Malware eliminieren.

Updates von Firmware

Neben Rechner, Netzwerken und Data Center muss auch Firmware in elektronischen Geräten upgedatet werden. Dies erfolgt in der Regel, um neue „Formate“ unterstützen zu können oder auch eine verbesserte Performance zu erzielen. Eine Firmware entspricht bei Geräten wie zum Beispiel MP3-Player, Fernseher, Digitalkameras oder E-Book-Reader der Betriebssoftware. Da die Firmware funktional fest in der Hardware eingebettet ist, kann der Nutzer meist selbst nichts daran verändern. Die Firmware-Updates sind bei vielen Herstellern auf ihren Internetseiten zu finden. Über zur Verfügung stehende neue Updates muss sich der Nutzer oftmals selbst informieren.

Vor einem Update-Release

Vor der Freigabe beziehungsweise Veröffentlichung von Updates müssen diese auf Herz und Nieren geprüft werden. Für diesen Fall gibt es Alpha- beziehungsweise Beta-Versionen, die meist einem speziellen Nutzerkreis zum Test zur Verfügung gestellt werden. Dieser soll in diesen Projektphasen sicherstellen, dass alles fehlerfrei funktioniert. Dabei können durchaus Probleme in der ersten Alpha- als auch der folgenden Beta-Version auftauchen. Zum Beispiel in der Kommunikation zwischen Software, Hardware und Peripherie. Verlaufen die Tests erfolgreich und werden alle erkannten Bugs beseitigt, so dürfen Updates an den Endverbraucher freigegeben werden.

Softwarepakte sind meist nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit anderen Softwarepaketen oder Bibliotheken im Einsatz. Probleme können auch entstehen, wenn zum Beispiel Updates für einzelne Softwarekomponenten durchgeführt wurden, wogegen andere Softwarekomponenten noch auf dem älteren Stand sind.

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