Von 10 auf 63 Der deutsche Mittelstand steht auf HCI - in Kürze

Redakteur: Ulrike Ostler

Mehr als zwei Drittel der deutschen Mittelständler plant in den kommenden Monaten auf Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) umzusteigen. Zwar setzten derzeit nur 10 der Befragten auf HCI, doch planen oder erwägen 63 Prozent der Mittelständler, das in den kommenden zwölf Monaten zu ändern.

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Knapp ein Drittel der Befragten geben Datensicherheit und Datenschutz als Hauptgründe an, HCI noch nicht zu implementieren oder auch in Zukunft nicht einsetzen zu wollen. Fehlendes internes Knowhow ( 29 Prozent ), die Angst vor zu hohen Betriebskosten als auch vor der Komplexität der Integration ( jeweils 23 Prozent ) sind weitere Gründe, die eine schnellere HCI-Adaption verhindern.
Knapp ein Drittel der Befragten geben Datensicherheit und Datenschutz als Hauptgründe an, HCI noch nicht zu implementieren oder auch in Zukunft nicht einsetzen zu wollen. Fehlendes internes Knowhow ( 29 Prozent ), die Angst vor zu hohen Betriebskosten als auch vor der Komplexität der Integration ( jeweils 23 Prozent ) sind weitere Gründe, die eine schnellere HCI-Adaption verhindern.
(Bild: Gridscale/Techconsult)

Im Auftrag des Kölner Cloud-Provider Gridscale und in Partnerschaft mit dem Branchenverband Eurocloud_evo e.V. hat das das IT-Analystenhaus Techconsult die erste erstellt. Die Erhebung schließt Einsatzszenarien, Vorgehensmodelle, den Status Quo sowie einen Ausblick in die Zukunft ein.

Denn die Mittelstandsunternehmen stehen heute branchenübergreifend vor einem gewaltigen Modernisierungsschub. Bislang erfolgreiche Geschäftsmodelle treffen auf disruptive Innovationen, mobiles, digitales Arbeiten wird zum Standard erhoben und jahrzehntelange Erfahrung und Marktpräsenz durch KI, neue Technologien und smarte Services ersetzt. Die Corona-Pandemie tut ein Übriges dazu.

So stellt die Techconsult-Umfrage „Gut gerüstet?“. Die Studie soll aber auch Business- und IT-Entscheidern auf mehr als sechzig Seiten Hinweise und Benchmarks für eine zukunftssichere Cloud- und Rechenzentrumsstrategie liefern.

Immerhin wollen rund 40 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Flexibilität auch durch gemischte Cloud-Modelle erhöhen, so dass hybride Cloud-Infrastrukturen zur dominanten Bereitstellungsform werden. Frank Schmeiler, verantwortlicher IT-Analyst bei Techconsult, erläutert: „Mit traditioneller IT und monolithischen Architekturen ist dieses Rennen nicht zu gewinnen. Das Zeitalter der Hybrid- und Multicloud hat längst begonnen.“

Dabei kommen hyperkonvergenten Infrastrukturen nicht zu kurz: Bereits jedes fünfte Unternehmen sieht laut Studie in E-Commerce, Data Analytics, Business-Anwendungen und IoT maßgebliche Anwendungsbereiche hier angesiedelt. Die häufigsten Use Cases sind aktuell mit 36 Prozent der Betrieb von Web-Workloads und mit 35 Prozent die Servervirtualisierung.

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HCI in Kürze

Eine Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) steht als Überbegriff für eine vollständig virtualisierte Betriebsumgebung und integriert Server-, Speicher- und Netzwerk-Komponenten sowie Virtualisierungs- und Management-Software in einem System.

Hyperkonvergente Plattformen nutzen dabei einen software-definierten Ansatz, um einzelne/verteilte Rechen- und Speicherressourcen intelligent zusammenzuführen und deren Ausführung und Verwaltung auf gemeinsam genutzten Rechen- und Speicherressourcen zu ermöglichen.

Unternehmen profitieren dabei von der gleichen Skalierbarkeit und Flexibilität einer Public-Cloud-Infrastruktur, ohne dass die Kontrolle der Hardware in den eigenen Räumlichkeiten aufgegeben wird (private Cloud). Über ein einheitliches Management können sowohl Services in der Private Cloud, in der Public Cloud oder im hybriden Mischmodell zentral verwaltet und genutzt werden. HCI-Lösungen lassen sich somit flexibel im eigenen Rechenzentrum wie auch in unterschiedlichen Cloud-Szenarien einsetzen.

Trotz der hoch erscheinenden Zahlen ist die Ausgangssituation eine auf niedrigem Niveau. Auch deshalb sehen sich viele der befragten Unternehmen bei der Transformation in die Cloud (noch) nicht gut aufgestellt. Mehr als ein Drittel klagt über mangelnde Ressourcen und Knowhow. Die Techconsult-Experten schließen: Sie können ohne externe Hilfe und Technologien wie HCI das Management hybrider IT-Infrastrukturen nicht bewältigen.

Wie bei vielen Anwendungsfällen lässt auch hier die Pandemie die Schwächen im Mittelstand wie unter einem Brennglas hervortreten. Henrik Hasenkamp, CEO der Gridscale GmbH, als Initiator der Markterhebung, beschreibt das so: „Je nach individueller Ausgangslage wirkt die momentane Pandemie dabei entweder als Turbo oder aber als Brandbeschleuniger für den geschäftlichen Erfolg“, ergänzt.

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Über Gridscale, Techconsult und Eurocloud

Der Kölner IaaS- und PaaS-Anbieter Gridscale will intuitiv nutzbare und flexible Cloud-Technologien über eine leicht verständliche Oberfläche anbieten, die auch Personen ohne tiefes IT-Know-How ermöglichen soll, IT-Infrastruktur zu verwalten. Eine Kubernetes-Umgebung erlaubt auch das Management cloud-nativer Workloads.

Kunden sind Unternehmen, Agenturen und Managed Service Provider. Sie nutzen den Anbieter zur Realisierung und den Betrieb von Digitalprojekten – vom hochfrequentierten Webshop bis zur komplexen SaaS- oder Enterprise-IT.

Resellern stehen White-Label-Optionen zur Verfügung und mit der Gridscale-Software „Hybrid Core“ können Rechenzentrumsbetreiber zu Cloud-Anbietern werden. Geführt wird Gridscale mit seinen rund 100 Mitarbeitern von Henrik Hasenkamp und Felix Kronlage-Dammers.

Das Analystenhaus Techconsult GmbH wurde 1992 gegründet. Der Schwerpunkt der Strategieberatung liegt in der Informations- und Kommunikationsindustrie (ITK).

EuroCcoud Deutschland_eco e. V. ist ein Verband der Cloud-Computing-Wirtschaft. Er setzt sich für Akzeptanz und bedarfsgerechte Bereitstellung von Cloud Services am deutschen Markt ein. Der Verein wurde im Dezember 2009 gegründet und ist dem Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. angegliedert.

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