Auslieferung ab Februar 2018

Das Major Release 2.3 von VMware Cloud Foundation in Kürze

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Ulrike Ostler

VMware Cloud Foundation verbindet Private-, Public-Cloud und On-premises-IT.
VMware Cloud Foundation verbindet Private-, Public-Cloud und On-premises-IT. (Bild: VMware)

VMware hat mit der Version 2.3 ein Major Release seiner Cloud-Plattform „VMware Cloud Foundation“ für Februar 2018 angekündigt. Bereits jetzt werden der angekündigte „Pivotal Container Service“ (PKS) sowie die „NSX“-Version NSX-T 2.1 für PKS verfügbar.

Die Plattform VMware Cloud Foundation (VCF) ist nach Ansicht von VMware der „einfachste Weg, eine Hybrid Cloud bereitzustellen“. Die Plattform, die sowohl on-premises als auch bei Cloud Providern für Service-Angebote betrieben werden kann, erhält zum Jahresanfang 2018 eine Erweiterung, die das Management dieser Installation erleichtern soll. Mit der im Herbst 2017 eingeführten „vRealize Suite“ erhält der VCF-Admin drei nützliche Werkzeuge.

Die aktuelle vRealize Suite 2017 umfasst die jüngsten Versionen der Module „vRealize Operations“, „vRealize Automation“ und „vRealize Log Insight“.

Abbildung 2: Lifecycle Automation in "VCF v2.3" mit "SDDC Manager" und "vRealize"-Komponenten.
Abbildung 2: Lifecycle Automation in "VCF v2.3" mit "SDDC Manager" und "vRealize"-Komponenten. (Bild: VMware)

Ohne vRealize Business for Cloud

Nur „vRealize Business for Cloud“ wurde in der VCF-Variante weggelassen. Die drei Tools lassen sich mit „VMware SDDC Manager“ installieren, konfigurieren und verwalten.

Die aktuelle Version weist erweiterte Funktionen für die Lebenszyklusverwaltung auf, die die Installation von VMwares Management-Plattform beschleunigen sowie Upgrades und Patches vereinfachen sollen. Die Suite unterstützt Container-Technologien („vSphere Integrated Containers 1.2“), Tools für die Konfigurationsverwaltung, zum Beispiel Puppet, und „MS Azure“ besser als ihre Vorgängerin.

Abbildung 4: Die Hardware- und Service-Partnergemeinde für "VCF" wächst kontinuierlich. Man beachte den Einstieg von Lenovo und Hitachi Vantara.
Abbildung 4: Die Hardware- und Service-Partnergemeinde für "VCF" wächst kontinuierlich. Man beachte den Einstieg von Lenovo und Hitachi Vantara. (Bild: VMware)

Die VCF wird auf Servern und Systemen verschiedener, zertifizierter Hersteller bereitgestellt, darunter zuletzt „Dell EMC VxRack SDDC“ sowie die neuen Releases von „HDS UCP-RS“, „Fujitsu Primeflex“ und „QCT Qxstack“. Hinzu kommen Server-Version von Cisco, HDS, Fujitsu und Lenovo.

VCF bei Cloud-Provider

Zu den Cloud Service Providern zählen IBM, OVH, Rackspace Private Cloud, Centurylink DCC und Fujitsu K5. Hitachi Vantara veröffentlichte Pläne für den Aufbau einer Unified Compute Platform in Rack-Form, die auf VCF basiert.

Neu ist auch die Unterstützung für heterogene Server-Modelle innerhalb desselben Racks sowie die Möglichkeit, bestimmte Server für jede Workload-Domäne auszuwählen. Damit sollen Unternehmen flexibler beim Zuschneiden ihrer VCF-Umgebungen auf ihre jeweiligen Applikationen werden. IT-Abteilungen wiederum sollen durch die Hardware-Kombinationsmöglichkeiten leichter einen höheren RoI erzielen können.

Damit die VCF-Kunden auch von den jüngsten Geschwindigkeitsvorteilen der „Intel Scalable“-Prozessoren (Xeon) profitieren können, sollen die genannten Server- und Systemhersteller die „Intel Select Solutions for VMware Cloud Foundation“ erhalten. Diese umfassen sowohl neueste Intel-CPUs als auch weitere Intel-Produkte.

NSX und PKS

Die Use Cases von VCF sieht VMware in Cloud-Infrastruktur, IT-Automatisierung, Hybrid, VDI, Security, NSX und Backup/Recovery. Mit der Implementierung von NSX würden die Kunden durch Segmentierung ihres Netzwerks erhöhte Sicherheit erlangen. Laut Hersteller nutzen bereits über 2600 Kunden die Netzwerkvirtualisierung mit NSX.

„Mit der zunehmenden Nutzung von Containern durch die Entwickler und dem immer größer werdenden Anteil an Workloads, die in Public Clouds laufen, bietet die erweiterte Version von VMware NSX eine umfassende Palette von nativen Networking- und Sicherheitsservices für diese Umgebungen", so VMware.

Das Schwesterunterunternehmen Pivotal hat sich die Förderung der Container-Technik auf die Fahnen geschrieben. Der im Herbst vorgestellte „Pivotal Container Service“ (PKS) soll noch diesen Monat bereitgestellt und als eigenständiges Produkt ausgeliefert werden. Nutzer haben laut VMware die Möglichkeit, die Lösung in die „Pivotal Cloud Foundry“ (PCF) und in die Infrastruktur des VMware SDDC zu integrieren.

Abbildung 3: Der "Pivotal Container Server" bringt die Container-Technik von Kubernetes auf "Pivotal Cloud Foundry".
Abbildung 3: Der "Pivotal Container Server" bringt die Container-Technik von Kubernetes auf "Pivotal Cloud Foundry". (Bild: VMware/Michael Matzer)

Pivotal und Kubernets

Der PKS ermöglicht es Kubernetes-Nutzern, Container auf „VMware vSphere“ und der „Google Cloud Platform“ bereitzustellen. Nach VMware-Angaben benutzen bereits 2.000 Unternehmen weltweit die skalierbare Container-Orchestrierungsplattform Kubernetes, so dass dieser Markt attraktiv ist.

PKS baut auf Kubo auf, einer Open Source- Technologie von Pivotal und Google Cloud (GCP), die einen flexiblen Container-Betrieb On-Premise und in der Cloud adressiert. Der PKS-Container lässt sich dann mit der Google Container Engine auf vSphere und der Google Cloud Platform ausführen. Mit vRealize Automation (s.o.) und „VMware Wave Front“ stehen Services bereit, um PKS in die VMware-SDDC-Strukturen zu integrieren.

Mit NSX-T 2.1 will VMware in Kürze eine Version zur Verfügung stellen, die besonders für die Pivotal Cloud Foundry (PCF) ((https://pivotal.io/platform )) in der Version 2.0 Unterstützung bietet. Nach Informationen des Herstellers stellt NSX-T 2.1 die Netzwerk- und Security-Funktionen sowohl für PKS als auch für PCF 2.0 bereit.

* Michael Matzer ist ein freier Autor, der in Stuttgart lebt.

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