Deutsch-singapurisches Forschungskonsortium kümmert sich um PQC Ein quelloffenes post-quanten-sicheres Prozessorsystem in der Mache

Quelle: Pressemitteilung Technische Universität München 2 min Lesedauer

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Der Fortschritt bei Quantencomputern gefährdet die Sicherheit heutiger digitaler Verschlüsselungsverfahren. Um dem entgegenzuwirken, hat sich das neue Konsortium Quasar-Cceate mit Sitz in Singapur und unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) zum Ziel gesetzt, das weltweit erste vollständig quelloffene post-quanten-sichere Prozessorsystem zu entwickeln.

Tim Fritzmann von der Post-Quanten-Chip Forschung am Lehrstuhl Sicherheit in der Informationstechnik hält den PQC-Chip mit einer Pinzette, um diesen anschließend auf der Testplatine zu platzieren. Durch den Prozessorsockel (schwarzes Bauteil unter dem Chip) kann der Chip schnell ausgetauscht und eingebaut werden.(Bild:  Astrid Eckert / TUM)
Tim Fritzmann von der Post-Quanten-Chip Forschung am Lehrstuhl Sicherheit in der Informationstechnik hält den PQC-Chip mit einer Pinzette, um diesen anschließend auf der Testplatine zu platzieren. Durch den Prozessorsockel (schwarzes Bauteil unter dem Chip) kann der Chip schnell ausgetauscht und eingebaut werden.
(Bild: Astrid Eckert / TUM)

Im Mittelpunkt der Forscher steht konkret ein Post-Quantum-Kryptographie (PQC) RISC-V-Prozessorsystem. Das Besondere daran: Die quantenresistenten Sicherheitsmechanismen sind direkt auf Hardware- und Systemebene integriert. Sie sind überzeugt: Reine Software würde den hohen, zukunftssicheren Anforderungen an langfristig vertrauenswürdige Technologie, Transparenz und Resilienz nicht genügen.

Das dreieinhalbjährige Forschungsprogramm unter der Ägide von Quasar-Create, gefördert von der National Research Foundation (NRF) Singapur, bündelt die Expertise der TUM, der Nanyang Technological University (NTU) Singapur, Fraunhofer@NTU (FSR@NTU) und der National University of Singapore (NUS).

Der Vizepräsident für Forschung und Innovation der TUM, Professor Gerhard Kramer, betont: „In einer Zeit sich rasch wandelnder Cyber- und zivilgesellschaftlicher Bedrohungen müssen wir die Resilienz kritischer Systeme als gemeinsame Priorität für Deutschland und Singapur sicherstellen. Unsere Welt wird auch künftig auf robuste und vertrauenswürdige digitale Systeme angewiesen sein.“

Das Quasar-Forschungsprojekt

TUM Create“, die Forschungsplattform der TUM in Singapur, leitet die Forschung an einer sicheren Hardwareplattform innerhalb des Konsortiums. Sie arbeitet eng mit der NTU School of Electrical and Electronic Engineering zusammen. Darüber hinaus schafft das Programm Verbindungen zu den Quasar-Professuren an der NTU und der NUS, die von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert werden.

Das Projekt TUM Create

Das Projekt „TUM Create“ wurde 2010 gegründet und ist eine multidisziplinäre Forschungsplattform der TUM in Singapur, die den wissenschaftlichen Austausch zwischen der TUM, anderen führenden Universitäten weltweit, lokalen Institutionen, öffentlichen Organisationen und Industriepartnern fördert. Ihr Ziel ist es, durch Wissenschaft und Technologie zur nachhaltigen Transformation von Gesellschaften beizutragen.

Gefördert von der National Research Foundation Singapore, umfassen die vielfältigen Forschungsprojekte von TUM Create Themen von urbaner Mobilität, Lebensmittelwissenschaft und -technologie, Biomedizintechnik und Präventivmedizin bis hin zu Lösungen für die klimaneutrale Megacity

Professor Georg Sigl, Principal Investigator der TUM für Quasar-Create, will ebenfalls nicht ausschleißlich auf Software vertrauen: „Post-Quanten-Sicherheit in ressourcenbeschränkten Geräten lässt sich nicht allein durch Software erreichen. Wenn wir wollen, dass digitale Systeme im Zeitalter des Quantencomputings vertrauenswürdig bleiben, muss Sicherheit direkt in der Hardware-Architektur verankert sein.“

Professor Gwee Bah Hwee, Principal Investigator auf NTU-Seite, ergänzt: „Je näher Quantentechnologien an die reale Anwendung rücken, desto wichtiger werden Vertrauen und Sicherheit für ihre Akzeptanz.".

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