Flüssigkeitskühlung auf dem Vormarsch Das sind die häufigsten Bedenken gegen Wasser im Rechenzentrum

Quelle: Pressemitteilung Schneider Electric Secure Power 2 min Lesedauer

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Schneider Electric erläutert, warum die fünf häufigsten Einwände gegen Flüssigkeitskühlung einer näheren Betrachtung oft nicht standhalten.

KI-Workloads treiben die Wärmedichte in Rechenzentren auf ein Niveau, das Luftkühlung allein nicht mehr bewältigen kann. (Bild: ©  nikkytok - stock.adobe.com)
KI-Workloads treiben die Wärmedichte in Rechenzentren auf ein Niveau, das Luftkühlung allein nicht mehr bewältigen kann.
(Bild: © nikkytok - stock.adobe.com)

Mehr Leistung, mehr Hitze: Das ist keine neue Erkenntnis, sondern fast ein abgenutztes Mantra der GPU-Entwicklung. Am Beispiel von Nvidia lässt sich dennoch gut anhand der Grafikprozessoren „V100“ mit 300 Watt bis zum „B200“-Chip mit 1000 Watt zeigen.

Der entscheidende Punkt liegt aber woanders: Luftkühlung erreicht zunehmend ihre physikalischen Grenzen. Genau hier beginnt die eigentliche Verschiebung: Flüssigkeitskühlung gewinnt an Bedeutung bei Infrastrukturentscheidungen. Doch mit ihr kommen auch gleich fünf Einwände seitens der Rechenzentrumsbetreiber auf:

Verzögert Flüssigkeitskühlung die KI-Einführung?

Es gibt Fälle, in denen KI-Trainings-Racks Böden beschädigen, weil deren Tragfähigkeit nicht für das Gewicht der Systeme mitsamt der Kühlflüssigkeit ausgelegt sind. Daher sollten Betreiber die Kühlinfrastruktur und IT von Anfang an gemeinsam planen. Nur so kann ein solches Szenario vermeiden werden.

Für bestehende Rechenzentren empfiehlt sich eine Bestandsaufnahme der Kühlkapazitäten, der Redundanzen im Kältemaschinensystem, der USV-Kapazitäten für CDU-Pumpen (Cooling Distribution Units) sowie der Bodentraglast. Denn im schlimmsten Fall kann die Kühlinfrastruktur zur Engstelle für eine bereits getätigte KI-Investition werden.

Fehlt dem Personal das nötige Know-how?

Flüssigkeitskühlung ist aktuell vor allem in Hochleistungsrechenzentren verbreitet. In bestehenden Rechenzentren ist aktuell die Luftkühlung die dominierende Technik. Das grundlegende Know-how für Flüssigkeitskühlung aber haben Installateure bereits durch die Erfahrung mit Kältemaschinen.

Erfahrene Installateure können neue Rohrleitungen auf Dichtigkeit testen, Pumpen und Wärmetauscher beim Erstbetrieb separat spülen und Systeme vor der Befüllung reinigen. Ein eingespieltes Netzwerk aus Technikanbietern, Systemintegratoren und Servicepartnern begleitet idealerweise den gesamten Anlagenbetrieb.

Erhöht Flüssigkeit im Rack das Ausfallrisiko?

Wasser gilt im IT-Bereich als Risikofaktor, immerhin fließt im Rechenzentrum Starkstrom. Dabei ist es längst Teil moderner Rechenzentrumsarchitekturen: Kaltwasserleitungen verlaufen unter Doppelböden, zeilenbasierte Klimageräte stehen zwischen den Racks.

Entscheidend ist nicht das Vorhandensein von Flüssigkeit, sondern wie das Risiko kontrolliert wird: im besten Fall durch sorgfältige Planung, fachgerechte Installation und geprüfte Komponenten.

Gefährdet Flüssigkeitskühlung teure GPU-Server?

KI-Server kosten 200.000 Dollar und mehr. Als Risiken werden plötzliche Temperaturwechsel an den Chips und Leckagen genannt. Serverhersteller verfügen jedoch über jahrzehntelange Erfahrung mit Wasser in ihren Systemen:

IBM brachte 2014 das wassergekühlte „Nextscale"-System auf den Markt, Dell folgte 2016 mit der dritten Generation seiner Flüssigkühllösung „Triton". Eine gut integrierte und gewartete CDU regelt Temperatur, Durchfluss und Druck kontinuierlich. Damit bleiben abrupte Temperaturwechsel aus.

Geht die Servergarantie durch Flüssigkeitskühlung verloren?

Garantien für flüssigkeitsgekühlte IT-Geräte decken in der Regel Material- und Verarbeitungsfehler ab, einschließlich der Kühlkomponenten. Schäden durch nicht freigegebene Kühlmittel oder fehlerhafte Wartung können den Garantie-Anspruch hingegen tatsächlich gefährden.

Einige Hersteller sind zudem restriktiv, was Typ und Konfiguration des Kühlsystems betrifft; von Verteilleitungen bis zur CDU. Wer ausschließlich freigegebene Komponenten einsetzt und Herstellervorgaben konsequent einhält, ist auf der sicheren Seite.

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