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Was ist ein Upgrade?

| Autor / Redakteur: Otto Geißler / Ulrike Ostler

Upgrades erfolgen meistens chronologisch und sind an der Versionsnummer einer Software (zum Beispiel Software 3.2) zu erkennen.
Upgrades erfolgen meistens chronologisch und sind an der Versionsnummer einer Software (zum Beispiel Software 3.2) zu erkennen. (Bild: © djama - stock.adob.com)

Unter dem IT-Begriff Upgrade versteht man die Erweiterung oder auch die nach einem Kauf einer Hard- oder Software erfolgende Verbesserung des Funktionsumfangs. Damit geht eine höhere Performance einher, ohne dass ein neues Produkt erworben wird.

Vielfach werden die IT-Begriffe Update und Upgrade synonym verwendet, also sinngleich. Das ist nicht korrekt, da es Unterschiede gibt. So sorgt ein Update (englisch: Aktualisierung) zum Beispiel bei einem Softwarepaket für kleinere Nachbesserungen oder beseitigt Fehler, was auch als Service Release, Patch oder Hotfix bezeichnet wird. Wogegen ein Upgrade in der deutschen Übersetzung Aufrüstung bedeutet.

Neue Funktionen durch Upgrades

Ein Upgrade beschreibt neue Programm-Funktionen - beispielsweise für ein Betriebssystem -, die vorher noch nicht vorhanden waren. Auf diese Weise steigert sich der Nutzen des Produkts. Upgrades entsprechen daher immer einem großen Versionssprung, etwa von Programm-Version 1.1.3 auf Version 2.0.0. Dies ist in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden. Demnach ist eine Aktualisierung von „Windows 7“ auf „Windows 10“ immer ein Upgrade und nie ein Update! Selbst wenn das Upgrade in manchen Ausnahmefällen für bestehende User sogar kostenlos feilgeboten wird.

Jedoch wollen die Anbieter dafür normalerweise Geld sehen. Daher lässt sich ein Upgrade nie ungefragt installieren – wie das bei den Updates oftmals geschieht. Auf diese Weise sollen Nutzer einer Vorversion die Möglichkeit erhalten, kostengünstig an die neueste Version zu gelangen. Diese ist allerdings nicht ganz so kostenintensiv wie die Vollversion der Software. Windows 10 wurde vergleichsweise stark überarbeitet und erhielt einige neue Funktionen. Da der Programmieraufwand bei Upgrades deutlich aufwändiger ist als bei Updates, werden sie meist nur in größeren zeitlichen Abständen angeboten.

Abgrenzung zum Downgrade

Bei einem Downgrade passiert im Prinzip das Gegenteil wie bei einem Upgrade: Die Version wird zurückgestuft. Das heißt, die Verbesserung, die bereits durchgeführt wurde, wird zurückgenommen. Die Gründe für ein Downgrade im Computerbereich können vielfältig sein.

Erweist sich beispielsweise eine technische Verbesserung von einer bestimmten Software oder Anwendung als noch nicht 100-prozentig praxistauglich, so kann hierfür ein Downgrade das bereits installierte Upgrade wieder zuverlässig rückgängig machen. Aber auch die mangelnde Akzeptanz bei den Usern kann in speziellen Fällen dazu führen, dass ein Upgrade wieder revidiert werden muss.

Ein weiterer Grund: Probleme hinsichtlich der Kompatibilität des Upgrades mit anderen Anwendungen. Drüber hinaus können auch juristische Unklarheiten dazu führen, dass ein Anbieter ein Upgrade für eine Software zurücknehmen muss, selbst wenn dieses bereits bei den Usern bereits installiert und durch diese akzeptiert wurde. Ein Downgrade kann auch für den Fall erfolgen, wenn die Entwickler erkennen müssen, dass für ein Upgrade doch noch mehr Vorlaufzeit benötigt wird.

Zum Beispiel, wenn die ältere Version einer Anwendung weniger Ressourcen erfordert, kann das dazu führen, dass der Anbieter das Upgrade zurücknimmt und ein Downgrade offeriert. Das passiert vor allem dann, wenn ältere leistungsschwache Systeme im Einsatz sind. Die Phase nach einem Downgrade ist meist nur von begrenztere Dauer. Wenn die Ursachen, die zu einem Downgrade geführt haben, gelöst wurden, wird in der Regel ein erneutes Upgrade ausgegeben.

Rechtliche Gründe und Lizenzen

Sollten juristische Gründe ein Upgrade behindert haben, kann es passieren, dass dasselbe Upgrade im Nachgang nochmals angeboten wird. Bei technischen Schwierigkeiten oder mangelnder Akzeptanz wird das Upgrade meist leicht modifiziert, bevor es nach dem Downgrade erneut angeboten wird. Viele Entwickler von Softwarepaketen bieten, wenn sie eine neue Version auf den Markt bringen, die Vorversion nicht mehr an. Jedoch gibt es für einige Anwender Gründe, trotzdem eine der Vorgängerversionen zu erwerben.

Das ist oft bei älteren Systemen der Fall. Aber auch wenn eine neue Hardware erworben wurde und eine ältere Lizenz bereits vorhanden ist, benötigen die Kunden die Lizenzen der Vorgängerversion. Durch die Anbieter der Software werden zwar die neueren Versionen offeriert, den Kunden muss aber explizite genehmigt werden, die Vorgängerversion zu nutzen.

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