Red Hat Openshift 4.8 Cloud-native Apps über das Kubernetes-Backbone einer Hybrid Cloud

Redakteur: Ulrike Ostler

Kubernetes-basierte Cloud-Plattformen müssen nicht nur alle offenen Hybrid-Cloud-Infrastrukturen abdecken, sondern auch die Vielfalt der Workloads und Anwendungen, die auf diesem Fundament laufen. „Red Hat Openshift 4.8“ soll das leisten können.

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Welche Mischung aus zustandslosen und zustandsabhängigen Workloads setzen Sie ein oder planen , diese auf Containern und Kubernetes bereitzustellen? Dies ist ein Bereich, in dem Kubernetes-Betreiber einen großen Unterschied machen können, wenn sie über die Anwendungsexpertise und die eingebaute Automatisierung für Day-1 und Tag-2-Betrieb nutzen.
Welche Mischung aus zustandslosen und zustandsabhängigen Workloads setzen Sie ein oder planen , diese auf Containern und Kubernetes bereitzustellen? Dies ist ein Bereich, in dem Kubernetes-Betreiber einen großen Unterschied machen können, wenn sie über die Anwendungsexpertise und die eingebaute Automatisierung für Day-1 und Tag-2-Betrieb nutzen.
(Bild: Pulse/Red Hat)

Eine aktuelle, von Red Hat gesponserte und von Pulse durchgeführte Studie zeigt die sich ändernden Trends bei der Nutzung von Anwendungen auf Kubernetes auf. Die Befragten berichteten von einer großen Vielfalt an Workloads, die auf Containern und Kubernetes eingesetzt werden, darunter:

  • Datenbanken oder Daten-Caches
  • Dateneingabe, -Bereinigung, -Analyse
  • Protokollierung und Monitoring
  • Web- und Anwendungsserver
  • Künstliche-Intelligenz- und Machine-Learning-Software
  • Kundenspezifische Apps auf Basis von Java und Microsoft .NET-Frameworks

Die Frage zur Grafik lautet: Welche der folgenden Workloads stellen Sie stellen Sie derzeit auf Kubernetes-Containern bereit?
Die Frage zur Grafik lautet: Welche der folgenden Workloads stellen Sie stellen Sie derzeit auf Kubernetes-Containern bereit?
(Bild: Red Hat/ Pulse)

Organisationen wie AXA France, Bao-zun, İşbank und Worldpay by FIS setzen auf Red Hat Openshift, um heterogene Workloads auszuführen – von moderner Datenanalyse und KI/ML bis hin zur Modernisierung traditioneller Anwendungen, die auf Java- und .NET-Frameworks basieren. Die jüngste Version trage dazu bei, die Entwicklung und den Betrieb einer Vielzahl von Anwendungen über die gesamte Hybrid Cloud hinweg weiter zu beschleunigen, so Red Hat.

Pierre-Henri Gache, Cloud Solution Architect, AXA Frankreich, sagt: „Wir nutzen Red Hat Openshift, um große KI/ML-Modelle bereitzustellen, die unseren Vertragsabschlussprozess automatisieren, der zuvor manuell und fehleranfällig war. Wir nutzen einen PaaS-Service von AXA Group Operations namens ´OpenPaaS`: ein Superset von Openshift, das es uns erleichtert, Openshift in Übereinstimmung mit den AXA-Sicherheitsregeln zu nutzen. Wir sind in der Lage, KI/ML-Modelle zu erstellen, die automatisch Dokumente scannen und validieren und die Kundenzufriedenheit verbessern. Außerdem nutzen wir GitOps für die Automatisierung des Deployments und können so bis zu zehn Deployments pro Tag durchzuführen.“

Welche Arten von Anwendungen wollen Sie auf Containern und Kubernetes bereitstellen?
Welche Arten von Anwendungen wollen Sie auf Containern und Kubernetes bereitstellen?
(Bild: Pulse/Red Hat)

Sarah Branfman, VP of Partners, MongoDB, berichtet von seiner Openshift-Implementierung: „Cloud-native Anwendungen in der Hybrid Cloud benötigen einen nahtlosen Zugriff auf Cloud-Datenbankdienste. MongoDB hat einen Kubernetes-Operator für MongoDB Atlas entwickelt, der jetzt mit Red Hat Openshift zertifiziert ist, um unseren gemeinsamen Kunden eine automatisierte Möglichkeit zu bieten, Cloud- und Hybrid-Implementierungen als Teil der App-Entwicklung und des Betriebs bereitzustellen, auszuführen und zu skalieren.“

Die Version 4.8

Openshift 4.8 basiert auf „Kubernetes 1.21“ und der „CRI-O 1.21“-Laufzeitschnittstelle. Zu den neuen Funktionen und Erweiterungen gehören:

  • Pv6/IPv4-Dual-Stack- und IPv6-Single-Stack-Support. Dieser ermöglicht Anwendungen Interoperabilität und Kommunikation für Umgebungen, die IPv6 zusätzlich zu IPv4 verwenden, zum Beispiel in Cloud-nativen Netzwerkfunktionen für die Telekommunikation und für Regierungsbehörden, die IPv6-Unterstützung benötigen. Diese Fähigkeit bietet zusätzliche Sicherheit für Anwendungen, einschließlich der Einhaltung von Vorschriften.
  • Opesnshift Pipelines: Diese erlauben es Anwendern, ihre Pipelines zur Anwendungsbereitstellung neben ihrem Anwendungsquellcode in Git-Repositories zu deklarieren, zu versionieren und Änderungen nachzuverfolgen. Auf diese Weise können Entwickler sich auf den Git-Workflow verlassen, um die Bereitstellung ihrer CI/CD-Pipelines zu automatisieren und Code schneller und sicherer in Funktionen für das Unternehmen umzusetzen. Entwickler können so außerdem bei der Verwaltung ihrer Pipelines einen Prüfpfad als Git-Commits hinterlassen, da diese während ihres gesamten Lebenszyklus gemeinsam aktualisiert werden.
  • Openshift-Konsole. Diese, einschließlich der Möglichkeit für „Spring-Boot“-Entwickler, ermöglicht es, lokal zu coden und zu testen, bevor der Code weiter verbreitet wird. Um die Entwicklung mit Serverless weiter zu verbessern, ermöglicht Red Hat Openshift 4.8 außerdem erweiterte Skalierungsoptionen für die Entwicklerkonsole.
  • Openshift Serverless Functions. Diese ermöglichen es Entwicklern, Funktionen bei Bedarf auf Openshift zu erstellen und auszuführen. Sie sind als Vorschau verfügbar und tragen dazu bei, die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen zu vereinfachen, zu automatisieren und zu beschleunigen, wodurch die Belastung durch manuelle Infrastrukturbereitstellung und -skalierung entfällt.
  • Openshift Sandboxed Containers: Die basieren auf dem Open-Source-Projekt „Kata Containers“ und bieten eine Container Runtime unter Verwendung leichtgewichtiger virtueller Maschinen. Als Vorschau verfügbar, gibt es so zusätzliche Funktionen für bestimmte Workloads, die eine hohe Sicherheit auf Anwendungsebene erfordern. Während die überwiegende Mehrheit der Anwendungen und Dienste durch die starken Sicherheitsfunktionen von Linux-Containern gut abgedeckt ist, bieten Sandbox-Container eine zusätzliche Isolationsebene, die ideal für sensible Aufgaben ist, wie privilegierte Workloads oder die Ausführung von nicht vertrauenswürdigem Code.

Erweitertes Partner-Ökosystem

In den vergangenen Jahren hat Red Hat ein Wachstum der Anzahl von Independent Software Vendor (ISV) Partner Workloads verzeichnet, die auf Red Hat Openshift laufen. Laut der Umfrage von Pulse betreiben 63 Prozent der Befragten entweder eine Mischung aus ISV- und eigenen Workloads oder ausschließlich ISV-Workloads auf Containern und Kubernetes.

Wenn Sie Kubernetes-Operatoren und Helm-Diagramme verwenden, welche Vorteile erzielen Sie damit?
Wenn Sie Kubernetes-Operatoren und Helm-Diagramme verwenden, welche Vorteile erzielen Sie damit?
(Bild: Pulse/ Red Hat)

Nun hat Red Hat die Zertifizierung von Red Hat Openshift erweitert, um eine noch breitere Palette von Workloads auf der branchenführenden Enterprise-Kubernetes-Plattform zu unterstützen. Partner von Red Hat können Software-Produkte auf Openshift entweder über „Operators“ oder „Helm“ Charts aktivieren und zertifizieren. Das erlaubt Partnern mit dieser erweiterten Zertifizierung, leichter auf Kubernetes-native Technologien zurückgreifen, um Software-Implementierungen zu verwalten und zu skalieren.

Das zertifizierte Openshift-Ökosystem mit Kubernetes-Operators- und Helm-Zertifizierung umfasst derweil über 150 Partnerangebote, inklusive folgender kürzlich zertifizierter Operators: „Intel Openvino Model Server“ und „Openness“, „Ionir Container-native Data Platform for Kubernetes“, „Minio Hybrid Cloud Object Storage“, „MongoDB Atlas Cloud Database Service“ und zertifizierte Helm-Charts für „Hashicorp Vault“.

Red Hat Openshift 4.8 wird voraussichtlich im Juli allgemein verfügbar sein, einschließlich Testmöglichkeit in der Developer Sandbox for Red Hat Openshift.

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