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Im Test: Talend MDM Enterprise Edition 4.0 (Teil 2) Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis

| Autor / Redakteur: Götz Güttich / Florian Karlstetter

Der zweite Teil des Beitrags rund um das Thema Master Data Management auf Basis der MDM Enterprise Edition 4.0 von Talend befasst sich mit dem Import von Unternehmensdaten und dem Praxiseinsatz von Talend MDM anhand von Fallbeispielen.

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Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis mit der Talend MDM Enterprise Edition 4.0.
Zentrale Datenverwaltung auf Open-Source-Basis mit der Talend MDM Enterprise Edition 4.0.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der MDM-Markt wird zur Zeit von umfangreichen, teilweise monolithischen Lösungen für Großunternehmen beherrscht und typische MDM-Projekte bringen Kosten im sechsstelligen Bereich mit sich. Die genannten Lösungen arbeiten oft mit vordefinierten Datendomänen und –strukturen, so dass die Unternehmen ihre Prozesse an das Werkzeug anpassen müssen und nicht umgekehrt. Talend möchte dies mit seiner Open-Source-Lösung „Talend MDM“ ändern.

Der erste Teil des Artikels beschäftigte sich neben einer allgemeinen Begriffsdefinition von Master Data Management (MDM) mit dem Testaufbau der Talend MDM Enterprise Edition 4.0 und ersten Schritten beim praktischen Umgang mit der Software. Im zweiten und letzten Teil erfahren Sie Wissenswertes zu den Themen Datenimport und der täglichen Arbeit beim Umgang mit Unternehmensdaten.

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Datenimport

Richtig interessant wird MDM erst dann, wenn der Arbeit „richtige“ Unternehmensdaten zu Grunde liegen. Um die Leistungsfähigkeit der Talend MDM-Lösung zu demonstrieren, stellte uns der Hersteller diverse Daten eines virtuellen Versicherungsunternehmens aus den USA zur Verfügung, das bei Talend als Demoprojekt für Produktpräsentationen zum Einsatz kommt. Mit Hilfe dieser Daten prüften wir den Datenimport, den Datenexport, die Arbeit mit Workflows, die verschiedenen Benutzerberechtigungen und weitere Funktionen des MDM-Systems.

Konkret umfasst das Demoprojekt die Daten eines Versicherungsunternehmens mit mehr als 300 Mitarbeitern, die in über 40 unterschiedlichen Versicherungsagenturen tätig sind. Sämtliche Stammdaten, also die Namen der Mitarbeiter sowie der Niederlassungen und vergleichbares, lagen uns als CSV-Dateien vor, die in der Praxis aus einem beliebigen externen Managementsystem kommen könnten. Dazu kamen noch diverse andere Files, die die Datenverwaltungsregeln, den Workflow (der Alerts verschickt, Eskalationen verwaltet, etc.) und ähnliches umfassten.

Möchte ein Unternehmen ein eigenes MDM-Projekt erstellen, so muss es seine Regeln, Objekte und Workflows zuerst mit Hilfe des MDM Studios erstellen, in etwa so, wie wir es im ersten Teil des Tests mit dem Datenmodell für die Seriennummern unserer Computer vorgezeichnet haben. Danach ist es dann möglich, die Nutzdaten, die aus CSV-Dateien oder anderen Quellen (auf die Importfunktionen gehen wir gleich noch genauer ein) kommen können, einzuspielen und mit dem System zu arbeiten.

Bei unserem Demo-Projekt war es etwas einfacher, da Talend sämtliche erforderlichen Regeln, Objekte und so weiter bereits erstellt hatte und uns die entsprechenden Daten in Form von ZIP-Files zur Verfügung stellte, die aus dem MDM exportiert worden waren. Wir mussten also nur die Rahmenbedingungen einrichten und nach dem Einspielen der Regeln, Prozesse und Workflows die Daten aus den CSV-Dateien hinzufügen. Trotzdem ist der bei uns durchgeführte Prozess auch für den normalen Arbeitseinsatz von Interesse, da er zeigt, wie sich ein MDM-Projekt von einem Server auf einen anderen migrieren lässt.

weiter mit: Unterstützte Datenbanken und Importfilter

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