Anbieter zum Thema
Arbeiten mit den Unternehmensdaten
Nach dem Import der Daten – dieser Vorgang lässt sich auch mit Hilfe der Prozesse automatisieren – konnten wir einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit eines vollständig konfigurierten MDM-Systems gewinnen. Zunächst einmal meldeten wir uns als Jennifer an und überprüften den Job „Enrich Agency Location“ auf seine Leistungsfähigkeit. Hierzu legte Jennifer unter „Browse Records / Agency / New“ eine neue Niederlassung an.
Niederlassungen verfügen bei den Demo-Daten über die Felder ID, Name, City, State, ZIP-Code und Region. Wenn nun ein Anwender wie Jennifer nur einen Namen für die Niederlassung eingibt und die Postleitzahl einträgt, dann sucht das System anhand der Postleitzahl gleich den Namen des Orts, den Staat und die Region heraus und fügt diese Daten selbstständig in den Datensatz ein.
Als zusätzliches Goodie verknüpft die Lösung auch einen Google-Maps-Link mit dem Eintrag, der zeigt, wo genau sich die Agentur befindet. Im Test funktionierte der genannte Prozess ohne Schwierigkeiten. Wir halten solche Funktionen für sehr sinnvoll, da sie zum einen dazu in der Lage sind, den Anwendern viel Arbeit abzunehmen und zum anderen die Zahl möglicher Tippfehler reduzieren.
An dieser Stelle noch kurz einige Details zur Joberstellung: Bild 4 zeigt am Beispiel von Enrich Agency Location, wie einfach sich ein Job aus den von Talend angebotenen Komponenten „zusammenklicken“ lässt. Es reicht, von der Komponentenliste auf der rechten Seite die benötigten Symbole – etwa eine Datenbankquelle oder eine Funktion – in den Arbeitsbereich zu ziehen und dann die entsprechenden Verknüpfungen anzulegen.
Befördern von Mitarbeitern mit Hilfe von Workflows
Wenden wir uns nun einem zweiten Einsatzbeispiel zu, das Workflows und Benutzerrechte umfasst. Wenn der Regionalmanager Frank zu der Überzeugung gelangt, dass sein Mitarbeiter „Chris Hoover“ für eine Gehaltserhöhung in Frage kommt, so kann er sich zwar beim Webinterface der MDM-Lösung einloggen und die Daten des entsprechenden Agenten über den Befehl „Browse Records“ auf den Bildschirm holen, er ist aber nicht dazu in der Lage, seine Provision zu erhöhen, da er nicht die erforderlichen Rechte hat, um den Commission Code zu ändern. Das manifestiert sich im Webinterface dadurch, dass der Commission Code von Chris Hoover immer wieder auf „1“ zurückspringt (insgesamt bietet die Demo-Datenbank vier verschiedene Gehaltsstufen an).
Frank hat nun aber die Möglichkeit, einen so genannten „Commission Change Request“ zu generieren. Sobald diese Aufgabe erledigt ist, wechselt er nach „Workflow Tasks“ und schlägt dort die neue gewünschte Gehaltsstufe für Chris Hoover vor, in unserem Test setzten wir sie auf „2“. Je nachdem wie der Workflow konfiguriert wurde, erhält jetzt Jennifer einer Nachricht (beispielsweise per SMS), die sie darüber informiert, dass ein Workflow Task auf sie wartet. Loggt sie sich nun beim Webinterface ein, so kann sie den Workflow Task ablehnen, ihm zustimmen oder eine andere Gehaltsstufe angeben.
Daraufhin wird der Eintrag des Agenten einsprechend angepasst und erscheint ab sofort mit dem neuen Wert in der Übersicht. Das hier beschriebene Vorgehen macht das gemeinsame Bearbeiten von Daten durch Mitarbeiter verschiedener Hierarchiestufen an unterschiedlichen Orten zu einem sehr einfachen Prozess.
weiter mit: Dateneingabe und Fazit
(ID:2045232)