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Dateneingabe
Auch der Ablauf der Dateneingabe in Masken lässt sich genau bestimmen. Wir hatten ja schon das Beispiel mit der Kundennummer, die aus zwei Buchstaben und fünf Zahlen zusammen gesetzt sein muss. Das System überprüft solche Vorgaben schon beim Input und nimmt Daten, die nicht der Definition entsprechen, gar nicht erst an.
Darüber hinaus lassen sich Pflichtfelder definieren, die die Anwender ausfüllen müssen und es ist möglich, Eingabehilfen wie Kalender einzubinden, bei denen ein Klick auf den jeweiligen Tag reicht, um eine Datumseingabe vorzunehmen. Auch diese Maßnahmen sind sinnvoll, da sie viele Fehlermöglichkeiten bei der Eingabe von Vornherein ausschließen.
Über das Journal haben die Anwender die Möglichkeit, alle Änderungen an den Daten einzusehen und so festzustellen, wer wann welche Einträge vorgenommen hat. Die bereits erwähnte Grouping Hierarchie lässt sich übrigens nicht nur zur besseren Übersicht nutzen, sondern sie ermöglicht auch das Verschieben von Daten per Drag and Drop von einem Kontext in den anderen. Auf diese Weise „versetzen“ die zuständigen Mitarbeiter bei Bedarf Vertreter mit der Maus von einer Niederlassung in die andere.
Um den Rückexport veränderter Datensätze aus dem MDM in die Quellsysteme zu demonstrieren, hat Talend einen Prozess in die Demo-Datenbank eingebaut, der bei jeder Änderung per Trigger eine Exportfunktion aufruft, die die modifizierten Daten in CSV-Dateien schreibt, die sich wiederum nutzen lassen, um Systeme wie die Finanz- und Lohnbuchhaltung zu aktualisieren.
Im Test ergaben sich dabei keine Probleme. Exportvorgänge in andere Systeme laufen analog dazu ab. Es ist also nicht erforderlich, wie in unserem Test den Datenexport über CSV-Dateien abzuwickeln. Im Praxiseinsatz schreibt das MDM-System die geänderten Informationen direkt in das entsprechende Zielsystem.
Fazit
Talend liefert mit seinem MDM-System ein äußerst leistungsfähiges Open-Source-Werkzeug für den Unternehmenseinsatz. Der Funktionsumfang der Community Edition wird sicher für kleinere Projekte reichen, für „richtiges“ MDM sollte aber schon die Enterprise Edition Verwendung finden. Diese bietet ihren Anwendern eine gemeinsame Plattform für die Datenintegration, das Sicherstellen der Datenqualität, das MDM und das Workflow Management.
Da die Strukturen des Systems frei definierbar sind, ist die Talend Lösung dazu in der Lage, sämtliche Prozesse in den Unternehmen genau nachzubilden und macht somit das Anpassen von Geschäftsprozessen an Softwarevorgaben überflüssig. Die Programmierung des Systems mit Hilfe grafischer Elemente und einer Vielzahl vorgefertigter Funktionen sorgt – genau wie die flexible Oberfläche – dafür, dass die Arbeit mit dem Produkt verhältnismäßig einfach von Statten geht.
Die unterschiedlichen Zugriffsrechte der einzelnen Benutzer, die sich bei Bedarf direkt am Datenmodell festmachen lassen, haben uns ebenso überzeugt wie die rollenabhängige Gestaltung der Menüs, die jedem Anwender nur die Funktionen zeigt, die er für seine Arbeit benötigt. Gleiches gilt auch für den rollenbasierten Workflow-Zugriff. Ein weiterer wichtiger Punkt für den Unternehmenseinsatz soll an dieser Stelle ebenfalls nicht verschwiegen werden: Das Erstellen von Reports, die beispielsweise nur Niederlassungen aus bestimmten Regionen aus der Datenbank ausgeben, gestaltet sich völlig unproblematisch.
Talend MDM ist folglich eine Lösung, die sich viele IT-Verantwortliche genau ansehen sollten, da sie ihnen viel Kraft, Zeit und Geld sparen kann. In diesem Zusammenhang sei nochmals auf die Community Edition verwiesen, die Administratoren die Möglichkeit gibt, selbst Hand anzulegen und die Funktionalitäten des Produkts in kleineren Projekten direkt auszuprobieren.
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