Kristische Infrastruktur in Hand des Landes Nordrhein-Westfalen NRW übernimmt Rechenzentrum in Kaarst

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Nordrhein-Westfalen kauft einen Rechenzentrums-Campus vom Entwickler Landmarken und holt so die Steuer-IT in staatliche Kontrolle. Was genau dahintersteckt.

Der Neubau im Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ geht in den Probebetrieb, der Einzug der Beschäftigten folgt im Juli.(Bild:  Landmarken AG)
Der Neubau im Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“ geht in den Probebetrieb, der Einzug der Beschäftigten folgt im Juli.
(Bild: Landmarken AG)

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt das neu errichtetes Rechenzentrum im Gewerbegebiet „Kaarster Kreuz“. Verkäufer ist der Projektentwickler Landmarken aus Aachen. Landmarken verkaufte das Objekt bereits Ende Februar an das Land Nordrhein-Westfalen.

Zur offiziellen Übergabe sind Finanzminister Marcus Optendrenk und Staatssekretär Dirk Günnewig anwesend: Die Landesregierung begründet den Erwerb mit gestiegenen Sicherheitsanforderungen seit 2022 und mit dem Ziel, kritische IT-Infrastruktur vollständig unter staatlicher Kontrolle zu betreiben.

Land Nordrhein-Westfalen als Eigentümer

Das Land erwirbt den Campus, da so die Kontrolle über bauliche Schutzmaßnahmen, Zutrittskonzepte und technische Sicherheitsarchitektur vollständig in der Hoheit des Landes NRW liegt. Der Anspruch ist, staatliche Kernprozesse unabhängig von externen Betreibern abzusichern.

So könne die Krisenresilienz vor dem Hintergrund wachsender Cyberbedrohungen und geopolitischer Spannungen gestärkt werden. Die Bauzeit hat zweieinhalb Jahre betragen.

Welche Bedeutung das Rechenzentrum für die Steuerverwaltung hat

Der Standort in Kaarst übernimmt Aufgaben für die IT-Verfahren der Finanzverwaltung. Das Rechenzentrum stellt die technische Basis für Steuerprozesse bereit, die für staatliche Einnahmen und Verwaltungsleistungen erforderlich sind.

Der Probebetrieb läuft bereits und die Mitarbeiter sollen im Juli einziehen. Am Standort werden mehr als 1000 Beschäftigte tätig sein. Denn neben dem Whitespace entsteht auch Bürofläche. Das Areal umfasst rund 37.000 Quadratmeter. Drei Gebäudeteile bilden den Campus. Neben dem Rechenzentrum gehören Besprechungsräume, Werkstätten, Lagerflächen, eine Druckerei sowie eine Kantine zum Standort.

Der Campus ist der zentrale Baustein für die Modernisierung der Verwaltungs-IT des Landes. Ziel ist ein stabiler Betrieb, hohe Verfügbarkeit und langfristige Skalierbarkeit.

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