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Zweite Einladung zum DataCenter Day 2019 Software-Container treffen 40 Fuß, Microservices auf RZ-Dienste, neue Technik auf Praxis, Nachhaltigkeit auf "ja, aber"

| Redakteur: Ulrike Ostler

24 Sessions, vier Keynotes plus diverser Diskussionsrunden und eine Ausstellung – das ist ein volles Programm für einen einzigen Tag, den DataCenter-Day 2019. Am 22. Oktober lädt der Veranstalter, die Vogel IT-Akademie, die Branche, Rechenzentrumsbetreiber sowie Datacenter-Planer und -Kunden nach Würzburg ins Vogel Convention Center (VCC).

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Zum DataCenter Day gehört auch eine Ausstellung und das Networking - hier in der "DataCenter Streeet". vom vergangenen Jahr.
Zum DataCenter Day gehört auch eine Ausstellung und das Networking - hier in der "DataCenter Streeet". vom vergangenen Jahr.
(Bild: Stefan Bausewein/Vogel IT-Medien GmbH)

Wie groß die Themenvielfalt und wie spannend Rechenzentren sein können, beweisen schon alleine die Keynotes:

1. Es geht los mit „Stockholm data centers recover their waste heat to serve the city’s residents“ von Erik Rylander. Er ist der Chef von Stockholm Data Parks, und zwar von Seiten des Energieversorgers Stockholm Exergi. Diese Gewerbegebiete, die für die Ansiedlung von Rechenzentren gedacht sind, sind ans Wärmenetz angebunden, über die Haushalte in Stockholm mit Heizkraft versorgt werden. Die Rechenzentren geben ihre Abwärme an diese Netze ab. Rylander erläutert, warum sich das unter welchen Bedingungen für alle Beteiligten rechnet.

2. In der zweiten Keynote „Modulare Data Center für Hochenergiephysik“ erläutert Physiker Rainer Schwemmer, der seit 2008 in der angewandten Physik für die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) arbeitet, wie die Datacenter-Erweiterung beim CERN mit 3 Megawatt auf Containern basieren kann. Sein derzeitiger Aufgabenbereich ist das Upgrade des Datennahme Systems für das LHCb Experiment. Das Ziel des Upgrades ist ein Datennetzwerk mit angeschlossener Computerfarm, daß in Echtzeit einen Datenstrom von 40 Terabit pro Sekunde (TBit/s) prozessieren und filtern kann. In der Vergangenheit arbeitete Schwemmer an High Speed Netzwerken, dem Design von strahlen harten Optischen Netzwerkverbindungen, Detektor Kontrollsystemen und der Verwaltung von Datenanalyse-Clustern.
Die eingesetzte Hardware ist vom CERN selbst entwickelt, bringen es auf mehr als 20 Kilowatt pro Rack und den Containern liegt eine Infrastruktur von mehr als 20.000 individuellen Verbindungen auf weniger als 150 Quadratmeter zugrunde.

3. Warum gibt es Rechenzentren? Weil es IT gibt und die wird nicht nur mehr, sondern ändert sich derzeit rasant. Mit seiner Keynote zum Thema „IT Automation – der Treiber für Innovation“ gibt Mark Hlawatschek, Vorstand von Atix, einen Einblick in die gegenwärtige Entwicklung, die deutlich macht, warum selbst Planung und Bau von Rechenzentren von den jüngsten IT-Innovationen betroffen sind.

Atix selber bestreitet mit den „Open Source Automation Days 2019“ am 15. Und 16. Oktober eine mehr als interessante Veranstaltung. Wie beim „DataCenter Day“ ist DataCenter-Insider hier Medienpartner.

In der Würzburger Keynote geht es um die Bereiche Standardisierung, Automatisierung von Server-Deployments, Release- und Patch-Management, Configuration-Management als Basis von DevOps-Organisationen, die Notwendigkeit und Vorteile von Containervirtualisierung.

4. Schon fast das Schlusswort des Tages hat Hartwig Bazzanella, seit 1991 Geschäftsführer der NCB GmbH und Vorstandsvorsitzender im Verband Innovatives Rechenzentrum e.V. (VIRZ). Seiner Vortrag steht unter der Überschrift „Die zukunftsfähige DC-Infrastruktur in der Smart City“. Er erläutert, warum Composite Datacenter, Edge-Rechenzentren und Mikro-Datacenter sowie Cloud-Rechenzentren zusammenspielen müssen und wie das gehen könnte. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz mitsamt Maschine- & Deep Learning darf als Aspekt keinesfalls fehlen.

Skeptiker, die bei alle den neuen Datacenter-Themen Bedenken anmelden, von Wasser-basierter Kühlung, Nutzung von Abwärme, Container als Bauprinzip, Kleinstrechenzentren, Lithium-Ionen-Batterien und und und … , können in Campfire und sonstigen Diskussionsforen, in vis-à-vis-Gesprächen, etwa eingefädelt durch ein Matchmaking-Tool, oder beim informellen „Bayerischen Abend“ diese diskutieren. Die Referenten und Aussteller freuen sich darauf.

  • Es gibt die Möglichkeit, sich um VIP-Tickets zu bewerben.
  • Hier findet sich die Agenda im Überblick.

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