Was ist Managed Hosting?

Managed Hosting verspricht kalkulierbare Kosten und garantierte Verfügbarkeit

| Autor / Redakteur: powered by Plusserver* / Ulrike Ostler

Was ist unter „Managed Hosting“ zu verstehen?
Was ist unter „Managed Hosting“ zu verstehen? (Bild: © djarma/ Fotolia.com)

Managed Hosting bedeutet prinzipiell nichts anderes als die Bereitstellung standardisierter oder auch individuell maßgeschneiderter IT-Ressourcen - mit dem Unterschied, dass der Anwender dazu keine eigene technische Infrastruktur benötigt.

Sicherheit und Verfügbarkeit sind die wichtigsten Gründe, die Unternehmensanwender traditionell zum Server-Betrieb in Eigenregie veranlassen. Die absolute Hoheit über den Datenbestand hat allerdings ihren Preis: Rasant wachsende Informationsmengen lassen die Wartungs- und Investitionskosten eigener IT-Infrastrukturen immer weiter ansteigen.

Exklusiver Zugriff auf ausgelagerte Technik

Managed Hosting bietet demgegenüber langfristige Planungssicherheit und vollständige Kostenkontrolle, während Sicherheit und Verfügbarkeit in vollem Umfang erhalten bleiben. Statt selbst leistungsstarke Server oder gar ein komplettes Rechenzentrum zu betreiben, werden die benötigten Rechen- und Speicherleistungen von einem Managed-Hosting-Provider betrieben und fortlaufend gewartet.

Die damit verbundene Technik ist entweder exklusiv dem jeweiligen Kunden zugeordnet („dediziert“) oder wird via Cloud oder bei speziellen Produkten wie vServer mit anderen Nutzern geteilt („shared“). Bei wechselnden Anforderungen können die Ressourcen in beiden Fällen schnell angepasst werden.

Managed Hosting eignet sich dank der großen Bandbreite an Möglichkeiten sowohl für kleine Unternehmen als auch für das Outsourcing komplexer IT-Strukturen von Großbetrieben. Doch vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für den Betrieb laststarker Webseiten kann Managed Hosting eine leistungsfähige Alternative gegenüber IT-Infrastrukturen in vollständiger Eigenregie darstellen.

Der Anspruch: Individueller Leistungsumfang mit maximaler Flexibilität

Typischerweise umfasst eine Managed-Hosting-Lösung mehrere dedizierte Server, Firewalls, Load Balancer und Switches zur optimalen Steuerung des Datenverkehrs, jederzeit skalierbare Speicherkapazitäten sowie Systeme zur Datensicherung und -wiederherstellung. Je nach Provider reichen die Konfigurationsmöglichkeiten bis hin zur Auswahl bestimmter Prozessoren oder besonderer Arten des Arbeitsspeichers (zum Beispiel Flash-Technologie).

Neben der Bereitstellung individuell passgenauer Hardware übernimmt der Managed-Hosting-Provider auch alle damit verbundenen administrativen Aufgaben. Dazu gehören beispielsweise die Optimierung der IT-Infrastruktur, die Aktualisierung der Server, Sicherheitsprüfungen oder auch der Hardwaretausch bei defekten Komponenten. Auf diese Weise wird der Kunde entlastet und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Die Nutzung bestimmt die Kosten

Der konkret vereinbarte Leistungsumfang bestimmt letztlich auch die Nutzungskosten, die dem Anwender im Rahmen längerfristiger Serviceverträge in Rechnung gestellt werden. Die Vertragskonstruktionen sind üblicherweise nicht starr, sondern bieten dem Kunden eine hohe Flexibilität: Zusätzliche Speicher- oder Serverkapazitäten zur Bewältigung von Lastspitzen können ebenso kurzfristig realisiert werden wie die Einbindung unterschiedlicher Cloud-Lösungen. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht bis hin zu Managed-Service-Lösungen, die neben der technischen Infrastruktur auch die komplette Bereitstellung aller benötigten Softwareanwendungen enthalten.

Neben einem langfristig planbaren und vergleichsweise sicheren Kostenrahmen der eigenen IT-Aufwendungen profitieren Managed-Hosting-Kunden indirekt auch von Kostenvorteilen auf Seiten des Providers: Je größer der Anbieter, desto attraktiver die eingeräumten Einkaufspreise für Hard- und Software. In der Kosten-Nutzen-Abwägung schneidet Managed Hosting somit für viele Unternehmen besser ab als komplett selbst betriebene IT-Infrastrukturen.

Bei Nichterreichbarkeit „Geld-zurück-Garantie“

In puncto Verfügbarkeit bietet Managed Hosting für Unternehmensanwender deutliche Vorteile gegenüber eigenen IT-Strukturen. So umfassen die vereinbarten Nutzungsverträge als „Service Level Agreement“ nicht nur die technischen Rahmenbedingungen, sondern auch die Gewährleistungsansprüche bei eventuellen Ausfällen.

Selbst kurze Unterbrechungen der Erreichbarkeit einer Webseite führen insbesondere bei großen Online-Shops zu deutlichen Umsatzausfällen; leistungsfähige Managed-Hosting-Provider betreiben daher auch viel Aufwand zur Sicherstellung höchster Verfügbarkeit und zahlen Nutzungsgebühren zurück, wenn „der Fall eines Falles“ dennoch eintreten sollte.

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Providers gehört dementsprechend auch dessen Aufwand zur Risikominimierung. Zum Beispiel: Standort und Gebäudesicherheit des Rechenzentrums, unabhängige und redundante Energieversorgung, rund um die Uhr verfügbares Wartungs- und Sicherheitspersonal, umgehender Austausch defekter Komponenten und kontinuierlicher Einsatz neuester Technologien.

* Der Glossar-Artikel wurde von der PlusServer GmbH eigens und ausschließlich für DataCenter-Insider erstellt.

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