Ein strategisches und ehrgeiziges Vorhaben Softbank will KI-Rechenzentren mithilfe von Robotern bauen

Von Yves Grandmontagne* 2 min Lesedauer

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Die Idee ist einfach, aber gewagt: Roboter sollen den Bau der Infrastruktur beschleunigen, die die KI versorgt, während die Nachfrage explodiert.

Infrastrukturautomatisierung für Rechenzentren: Das soll die Neugründung Roze AI ermöglichen. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Infrastrukturautomatisierung für Rechenzentren: Das soll die Neugründung Roze AI ermöglichen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Nach Informationen, die von der amerikanischen Finanzpresse (Financial Times, Wall Street Journal, CNBC und Reuters) bestätigt wurden, will der japanische Konzern Softbank ein Unternehmen namens Roze AI gründen, das die Effizienz beim Bau von Rechenzentren durch autonome Robotik verbessern soll. Ein Börsengang ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt - mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar - auch wenn einige Führungskräfte den Zeitplan und die Bewertung für zu ehrgeizig halten.

Das Vorhaben von Softbank basiert auf der Feststellung , dass der an Rechenzentren schneller wächst als die Kapazitäten des herkömmlichen Bauwesens. Durch die Automatisierung von Aufgaben wie dem Heben, der Montage oder bestimmten sich wiederholenden Arbeitsschritten will Roze AI die Bauzeiten verkürzen, die Kosten senken und einen Teil des Arbeitskräftebedarfs reduzieren.

Es geht dabei nicht nur um industrielle, sondern auch um finanzielle Aspekte: Diese Art von Projekt ermöglicht es Softbank, seinen enormen Investitionen in die KI eine greifbarere Form zu geben, während der Konzern bereits sehr hohe Summen in das Ökosystem gesteckt hat.

Was die beeindruckende Zahl angeht, so ist es die angestrebte Bewertung von 100 Milliarden Dollar, ein für ein noch in den Kinderschuhen steckendes Unternehmen äußerst seltenes Niveau. Dieses Ziel ordnet Roze AI in eine Kategorie von Akteuren ein, die normalerweise bereits ausgereift sind, während es sich noch um ein im Aufbau befindliches Projekt handelt.

Und genau diese Diskrepanz macht die Ankündigung so faszinierend: Softbank will KI nicht mehr nur finanzieren, sondern die Art und Weise industrialisieren, wie ihre Grundlagen geschaffen werden.

Roze AI fasst die aktuelle Strategie von Softank also zusammen: KI beschränkt sich nicht mehr nur auf Modelle und Chips, sondern erstreckt sich nun auch auf Beton, Energie und Roboter, die Rechenzentren bauen. Und wenn das Projekt voranschreitet, könnte es zu einem Praxistest werden, um herauszufinden, ob die Robotisierung des Bauwesens endlich den Sprung von der Theorie in den industriellen Maßstab schaffen kann.

Hinweis: Der Autor, Yves Grandmontagne ist ein französischer Journalist, der für das Magazin „DCmag“ schreibt. DataCenter-Insider hat sich mit ihm und dem Magazin zusammengetan, um umfassender über Rechenzentren zu berichten.

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