Im Takt von Sub-Nanosekunden Präzisionsoszillator steigert Recheneffizienz und GPU-Auslastung

Quelle: Pressemitteilung Sitime Corp. 2 min Lesedauer

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Die Sitime Corporation ist spezialisiert auf präzise Taktgebung. Das Unternehmen bietet nun mit dem „Elite 2 Super-TCXO“einen MEMS-basierten Präzisionsoszillator an, mit dem sich die GPU-Auslastung und Recheneffizienz in KI-Rechenzentren durch verbesserte Zeitsynchronisation steigern lassen soll. Das Produkt zielt auf einen Markt von 1,5 Milliarden Dollar bis 2030 ab.

Präzises Timing wird bei der Nutzung von GPUs zur strategischen Priorität. (Bild:  Sitime Corp.)
Präzises Timing wird bei der Nutzung von GPUs zur strategischen Priorität.
(Bild: Sitime Corp.)

Die zeitliche Synchronisation von GPUs ist miserabel, behauptet das Unternehmen Sitime. Im Umkehrschluss heißt das: Ein besseres Timing hebt die Effizienz.

Piyush Sevalia, Chief Business Officer bei Sitime, referiert „Branchenberichten zufolge liegt die GPU-Auslastung in KI-Clustern bei nur 20 bis 40 Prozent, was eine erhebliche und weitgehend verborgene Belastung für die KI-Infrastruktur darstellt.“

Doch auch KI-Workloads würden in präzise abgestimmten Zeitfenstern auf die GPUs verteilt. Das führe dazu, dass selbst kleinste Timing-Fehler Wartezyklen erzwingen, um Datenkorruption zu vermeiden. Im Extremfalls könnten sie gar zu GPU-Timeouts und Systemneustarts. Also: Eine schlechte Synchronisation schränkt daher die GPU-Auslastung ein.

KI-Workloads werden auf die GPUs verteilt und in jedem Epochenzyklus zeitlich synchronisiert.(Bild:  Sitime Corp.)
KI-Workloads werden auf die GPUs verteilt und in jedem Epochenzyklus zeitlich synchronisiert.
(Bild: Sitime Corp.)

„Um dies zu beheben, strebt die Branche eine Zeitsynchronisation von 10 Nanosekunden (ns) innerhalb eines KI-Cluster an, gegenüber derzeit 1 s“, so Sevalia weiter. „Wir haben mit führenden KI-Systemarchitekten bei Hyperscalern und Halbleiterherstellern zusammengearbeitet und festgestellt, dass der richtige Oszillator die Cluster-weite Synchronisation erheblich verbessern kann. Deshalb haben wir Elite 2 Super-TCXO entwickelt.

Keine Zeitfehler

Der Baustein biete eine Synchronisation im Sub-ns-Bereich, die zehnmal besser sei als das Ziel, was auf seiner außergewöhnlichen thermischen und Kurzzeitstabilität beruht. Damit minimiere das Gerät Zeitfehler zwischen GPUs und ermögliche so höhere Systemauslastung, mehr Durchsatz und bessere Performance pro Watt.

Sameh Boujelbene, Vice President des Analystenhauses Dell’Oro Group, erläutert: „KI-Netzwerke müssen sehr effizient arbeiten, um die teuren GPU-Ressourcen voll auszuschöpfen. Da sich die Backend-Infrastruktur von KI-Systemen deutlich schneller erneuert als herkömmliche, nicht beschleunigte Infrastrukturen, gewinnt die Genauigkeit der Zeitsynchronisation zunehmend an Bedeutung.“ Er folgert: „Nur so lässt sich die Leistungsfähigkeit moderner, sich rasch weiterentwickelnder Rechenzentrumsarchitekturen aufrechterhalten.“

Elite 2 Super-TCXO verbessert Synchronisation bei kleinster Baugröße. Zu den wesentlichen Leistungsmerkmalen gehören:

  • 1 ns Zeitsynchronisationsgenauigkeit – bis zu 100-mal besser as bisher
  • ±2 ppb/Grad dF/dT (Frequenz-Temperatur-Steilheit) – bis zu 25-mal besser
  • 6 × 10⁻¹² Allan-Abweichung (ADEV) – bis zu 8-mal niedriger
  • ±50 ppb Frequenzstabilität von -40 bis +105 Grad – bis zu 4-mal besser
  • 3,2 mm × 2,5 mm (8 mm²) Grundfläche – bis zu 2-mal kleiner

Außerdem vereinfache die digitale Frequenzabstimmung die Entwicklung zeitoptimierter Netzwerke, beseitige Aktivitätsabfälle und Mikrosprünge, die bei Quarzen auftreten und das System sei stoß-, vibrations- und biegefest, so der Anbieter.

Verfügbarkeit

Präzisionsoszillatoren der Marke Elite 2 Super-TCXOs sind ab sofort als Muster erhältlich. Die Serienfertigung beginnt im 3. Quartal 2026.

Die Bausteine werden im 3,2 mm × 2,5 mm Kunststoff- oder im 5 mm × 3,2 mm Keramikgehäuse ausgeliefert. Teilenummern: SiT5234, SiT5235, SiT5434 und SiT5435.

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