Orchestrierungsplattform für Legacy und Container-Umgebungen

Kubernetes-Plattform von HPE für Bare-Metal und Edge-to-Cloud

| Autor: Ulrike Ostler

Ein Teil der „HPE Kubernets Plattform“ ist die Software von Bluedata. Diese gibt es beispielsweise in die „Apollo“-Systeme von HPE integriert.
Ein Teil der „HPE Kubernets Plattform“ ist die Software von Bluedata. Diese gibt es beispielsweise in die „Apollo“-Systeme von HPE integriert. (Bild: HPE)

Die „HPE Container Platform“ unterstützt sowohl Cloud-native als auch monolithische Anwendungen mit persistentem Datenspeicher. Sie soll sich sowohl für Bare-Metal- als auch Edge-Implementierungen und Cloud-Anwendungen eignen.

Laut Hewlett Packard Enterprise (HPE) handelt es sich um die branchenweit erste Kubernetes-basierte Container-Plattform auf den Markt, die sowohl für Cloud-native als auch für monolithische Anwendungen mit persistentem Datenspeicher entwickelt wurde. Die Plattform soll helfen, die Entwicklung neuer und bereits vorhandener Anwendungen zu beschleunigen. Dieser Ansatz erweitere so den Nutzen von Containern über Cloud-native Anwendungen mit Mikroservices-Architektur hinaus und bietet die Möglichkeit, monolithische Anwendungen mit persistenter Datenspeicherung zu containerisieren.

Grundlage der HPE-Container Platform bilden die Technologien der von HPE übernommenen Firmen Bluedata und MapR in Verbindung mit dem Open-Source-System Kubernetes. Die Bluedata-Software dient als Steuerungsebene für das Container-Management und das MapR-Dateisystem für persistente Daten mit Containern und Kubernetes für die Container-Orchestrierung (siehe: Kästen) .

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Die Techniken reduzierten zudem Kosten und Komplexität drastisch, indem Container auf Bare Metal laufen können. Zugleich böten sie die Flexibilität für die Bereitstellung auf virtuellen Maschinen und Cloud-Instanzen. Denn letztlich könnten Unternehmen dadurch die Anzahl der Stacks reduzieren und Virtualisierung überflüssig machen. Und das bedeute: mehr Effizienz, höherer Auslastung und verbesserter Leistung, so HPE.

Für Legacy und Cloud-Native-Anwendungen

Außerdem erfüllt die Plattform die Anforderungen an groß angelegte Kubernetes-Implementierungen und unterstützt eine große Zahl von Anwendungsfällen – etwa maschinelles Lernen, Edge Analytics, CI/CD-Pipelines oder Anwendungsmodernisierung. IT-Teams können damit mehrere Kubernetes-Cluster mit mandantenfähiger Container-Isolierung und vorab integriertem persistentem Speicher verwalten. Entwickler haben sicheren On-Demand-Zugriff auf ihre Umgebungen, damit sie Anwendungen schneller entwickeln und Code-Releases schneller bereitstellen können. Da die Container portiert werden können, lässt sich einmal erstellter Code auf jeder Plattform betreiben

Die Container Platform von HPE unterstützt sowohl Cloud-native als auch monolithische Anwendungen mit persistentem Datenspeicher.
Die Container Platform von HPE unterstützt sowohl Cloud-native als auch monolithische Anwendungen mit persistentem Datenspeicher. (Bild: HPE)

Kumar Sreekanti, Senior Vice President und Chief Technology Officer Hybrid IT bei HPE, erläutert den Hintergrund: „Die Anwendungs-Entwicklung wandert zunehmend in Richtung Container ab, und Kubernetes ist der De-Facto-Standard für die Container-Orchestrierung.“ Er fügt an: „Wir kombinieren unsere Expertise und das geistige Eigentum aus den jüngsten Akquisitionen mit Open-Source-Kubernetes, um eine Container-Plattform der Enterprise-Klasse bereitzustellen. Unser Container-First-Ansatz bietet Unternehmen einen schnelleren und kostengünstigeren Weg zur Anwendungsmodernisierung, der für Bare-Metal-Anwendungen optimiert und für jede Infrastruktur – von der Edge bis zur Cloud – erweiterbar ist.“

Untersuchungen von Branchenanalysten bestätigen, dass die Akzeptanz von Containern im Unternehmen wächst:

  • Beispielsweise Gartner (Arun Chandrasekaran: „Evolution of Virtualization: VMs, Containers, Serverless – Which to Use When?” vom 26. September 2019) schätzt, dass bis 2022 mehr als 75 Prozent der Unternehmen weltweit produktive Container-Anwendungen betreiben werden. Derzeit sind es weniger als 30 Prozent.
  • IDC-Untersuchungen, etwa „Containers and Cloud Management Survey§ vom Mai 2019, zeigen, dass 55 Prozent der großen US-Unternehmen Kubernetes für die Container-Orchestrierung als Standard einsetzen.
  • Die kürzlich durchgeführte Umfrage „Voice of the Enterprise: DevOps Q1 2019“ von 451 Research ergab, dass 95 Prozent der neuen Anwendungen Container verwenden.

Da Unternehmen ihren Container-Einsatz und Kubernetes über die Entwicklung und das Testen hinaus auf Produktionsumgebungen ausweiten, müssen sie wichtige Aspekte wie Sicherheit, Multi-Cluster-Management und Lastenausgleich berücksichtigen. Zudem entstehen neue Anwendungsfälle, etwa für Edge Computing oder Datenbanken.

Darüber hinaus ist ein erheblicher Teil der Unternehmensanwendungen und -systeme nicht Cloud-nativ. Die Wartung dieser klassischen monolithischen Anwendungen ist kostenintensiv, und viele davon würden von der Containerisierung profitieren. Das Re-Architecting oder Refactoring bestehender Anwendungen in eine Cloud-native Anwendung ist jedoch zeitaufwändig und teuer. Diese Anwendungen stellen hohe Anforderungen an Kubernetes, etwa die Persistenz und Migration des Root-Dateisystems.

Sonstige Vorteile der HPE Container Platform:

  • Mit der Plattform können monolithische Anwendungen modernisiert werden, ohne sie neu erstellen zu müssen.
  • Die Plattform bietet die Möglichkeit, Anwendungen einmal zu erstellen und überall auszuführen, und sie schließt die Lücke zwischen lokalem Rechenzentrum, Public Cloud und Edge-Umgebungen.
  • Durch den vereinfachten Kubernetes-Einsatz und Multi-Cluster-Management können Entwickler neue Code-Releases schneller bereitstellen.
  • Mit Bare-Metal-Containern und Datenpersistenz ermöglicht die Plattform Sicherheit, Leistung und Zuverlässigkeit der Enterprise-Klasse zu geringeren Kosten.
  • Die HPE Container Platform Software soll ab Anfang 2020 zusammen mit Beratungs-, Implementierungs- und Support-Dienstleistungen von HPE verfügbar sein. Somit ergänzt HPE seine bisherigen Dienstleistungen und unterstützt Kunden bei ihrer Container-Strategie, Anwendungsmodernisierung und Hybrid-Cloud-Einführung. Die „HPE Pointnext Services“ bieten Beratungsdienstleistungen, die auf der Erfahrung von mehr als tausend Hybrid-Cloud-Projekten aufbauen und auf dem Know-how und den Best Practices aus der Übernahme von Cloud Technology Partners und Redpixie.
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