Der Wert ist kaum zu unterschätzen

CoreOS beantwortet die Frage: Wie geht es mit Prometheus weiter?

| Redakteur: Ulrike Ostler

Prometheus als Schöpfer auf einem Truhenbild von Piero di Cosimo. In der Mitte auf dem Sockel die geformte Figur, links Epimetheus, rechts Prometheus. Alte Pinakothek, München
Prometheus als Schöpfer auf einem Truhenbild von Piero di Cosimo. In der Mitte auf dem Sockel die geformte Figur, links Epimetheus, rechts Prometheus. Alte Pinakothek, München (Bild: The Myth of Prometheus / http://www.wga.hu/ / CC BY 3.0)

„Prometheus“ ist ein Monitoring-Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF). Das CoreOS-Team hat sich seit 2016 hier engagiert, doch CoreOS gehört nun zu Red Hat. Die Frage lautet also: Bleibt es bei der Unterstützung? Und welche Rolle kann Prometheus im Kubernetes-Umfeld spielen?

Zunächst einmal kann Prometheus auf eine erfolgreiche Entwicklung verweisen. Die Software wurde 2012 bei Soundcloud von Entwicklungsteams gestartet, die ein Tool zur Überwachung und Alarmierung von Mikroservice-Infrastrukturen benötigten. Inspiriert wurde sie durch das interne „Borgmon“-Monitoring-Tool bei Google, ähnlich wie Kubernetes durch das interne Orchestrierungs-Tool „Borg“ (siehe Artikel: „Pods Blitz, Was ist Kubernetes?“) und wurde das Projekt wurde der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) gespendet.

Was ist Kubernetes?

Pods Blitz

Was ist Kubernetes?

11.08.17 - Kubernetes ist neben Docker Swarm und Apache Mesos eine der drei führenden Plattformen zum „Orchestrieren“ von Containern, worunter man nicht nur das Ausrollen, sondern auch das „Bewegen“ von Containern zur Laufzeit versteht. Dieses Feature sieht Docker selbst nicht vor, ist aber maßgeblich für den Aufbau von Container-Clustern. lesen

Im Jahr 2016 erreichte Prometheus die Version 1.0 und 2017 die Version 2.0. Seit 2016 ist auch ein CoreOS-Team dabei: in der Upstream-Entwicklung, die das Projekt in „Tectonic“ ermöglicht, und die Weiterentwicklung für die Version 2.0.

Doch nun gehört CoreOS zu Red Hat. Doch das ändere kaum etwas an dem Engagement für das Open-Source-Projekt, heißt es in einem CoreOS-Blog-Beitrag von Frederic Branczyk. Kunden verlangten eine strenge Qualitätskontrolle der verfügbaren Funktionen aus Projekten wie Prometheus, und als solches arbeite Red Hat teamübergreifend daran, diese Qualität den Kunden in „Red Hat Openshift“, der Enterprise-Kubernetes-Plattform von Red Hat, zur Verfügung zu stellen.

Als Beispiel für die Mitarbeit nennt er: „Wir haben die Datenbank mit Zeitserien neu implementiert, um den hohen Abwanderungsraten mit kurzlebigen Zeitserien Rechnung zu tragen und gleichzeitig die Latenzzeiten und die Ressourcennutzung beizubehalten und zu verbessern.“

Der Grund der Popularität

Branczyk führt zudem aus, warum Prometheus im Kubernetes-Ökosystem nützlich ist und wie in seinem Kubernetes-Ökosystem verortet. Er zieht die Bewertung des Projekts durch die Vergabe von Sternchen auf Github heran. Diese seien zwar eine „unvollkommene Metrik“, aber sie gäben dennoch einen guten, wenngleich grobkörnigen Index für die Popularität eines Open-Source-Projekts ab.

Sie dokumentieren unter anderem, dass Prometheus immer beliebter geworden ist. Innerhalb der letzten zwei Jahre wuchs die Anzahl der Sterne von 4.000 auf 18.000 auf Github-Sterne an.

Was kann Prometheus?

Die Architektur von Prometheus geeignet sich für dynamische Umgebungen, in denen Container häufig starten und stoppen, und ohne manuelle Neukonfiguration auskommen. Prometheus lässt sich einfach als einzelne, statisch verknüpfte Binärdatei einrichten, die mit einem einzigen Befehl heruntergeladen und gestartet werden kann. In Verbindung mit dieser Einfachheit skaliert es auf Hunderttausende von Proben pro Sekunde, die auf heutiger Standard-Hardware aufgenommen werden.

Fast genauso wichtig wie die Prometheus-Software selbst ist die niedrige Eintrittsbarriere, Sie definiere „eine neue Ära der Monitoring-Kultur“, gerät Branczyk ins Schwärmen. Tatsächlich gibt es bereits mehrere Bücher, die die Benutzerfreundlichkeit hervorheben, sowohl von den Nutzern als auch von den Betreuern von Prometheus geschrieben. Sogar die neue „Google SRE“-Arbeitsmappe verwende Prometheus in ihren Beispielabfragen und Warnungen, steht im CoreOS-Blog.

Branczyk schließt: „Mit Blick auf das Kubernetes- und Openshift-Ökosystem glauben wir, dass Prometheus bereits de facto die Standardlösung für die Überwachung ist. Die Standardisierung der Bemühungen, die Prometheus erfolgreich gemacht haben, wie das durch das OpenMetrics-Projekt formalisierte Metrik-Format, unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts in der Branche. Wir sind davon überzeugt, dass diese Standardisierung für Unternehmen bei der Entwicklung der nächsten Generation von Betriebsmitteln und -kulturen von entscheidender Bedeutung sein wird - der Großteil davon wird wahrscheinlich von Prometheus vorangetrieben werden.“

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