Immersionskühlung für 19-Zoll-Racks Zutacore Hypercool wird Open 19-konform

Autor: Ulrike Ostler

Zutacore, Hersteller der Direct-on-Chip, zweiphasigen, wasserlosen Flüssigkühlung (2PLC) „Hypercool“ will, dass seine Immersionskühlung für Server Open19-konform werden. Das Unternehmen arbeitet seit 2018 gemeinsam mit Linkedin zusammen, um diese Technologie für die Open-Source-Foundation zu entwickeln. Nun ist Zutacore offiziell der Open19 Foundation beigetreten.

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Teil einer Kühleinheit, der „S-RDU“ (Smart Refrigerant Distribution Unit), von Zutacore.
Teil einer Kühleinheit, der „S-RDU“ (Smart Refrigerant Distribution Unit), von Zutacore.
(Bild: Zutacore)

Kürzlich hatte Zutacore-Konkurrent Asperitas bekannt geben, dass Produkt „AIC24“ jetzt alle Kriterien der Konkurrenz-Open-Source-Oragnisation Open Compute Projekt erfülle: (siehe: „Zum Abtauchen; Asperitas-Immersionskühlung erfüllt alle OCP-Kriterien“).

Das Open19-Projekt ist ursprünglich von Linkedin, beziehungsweise Yuval Bachar, dem ehemaligen Principal Engineer, Global Data Center Infrastructure Architecture and Strategy bei Linkedin ins Leben gerufen worden. Er gründete und und wurde Präsident der Open19-Stiftung.

„Das Open19-Projekt hat das Potenzial, die Rechenzentrumsbranche zu verändern. Ich bin stolz auf die Entwicklung, die es in den letzten Jahren durchlaufen hat, einschließlich der Zusammenarbeit mit der Linux Foundation zur Entwicklung der zweiten Version des Standards", sagt Bachar, Open19 Fellow, Linux Foundation. „Bei der Auswertung der gemachten Erfahrungen wussten wir, dass wir die Flüssigkeitskühlung einbeziehen mussten, da dies eine wichtige Anforderung war, die in der ersten Version nicht erfüllt wurde.“

Die Zusammenarbeit mit Zutacore reicht ebenfalls schon weiter zurück. So hat das Unternehmen bereits auf dem „OCP Summit 2019“ eine Open19-Hypercool-Variante am Stand von Linkedin demonstriert und dem „Open19 Foundation Summit 2019“. Seitdem hat sich das System weiterentwickelt, etwa mit patentrechtlich geschützten Innovationen für aktuelle und künftige Hochleistungsprozessoren, die sich problemlos in neuen oder nachgerüsteten Rechenzentren und Edge-Anwendungen einsetzen lassen. Jetzt rechnet der Hersteller aus Israel mit dem Start der ersten Open19-Projekte noch in diesem Jahr.

Das Open19-Design besteht unter anderem aus standardisierten System von einer Art Käfigen, den so genannten Brick Cages, die standardisierte Blades aufnehmen können, sowie eine aus einer Sammelschiene für die Stromverteilung im Rack. Das Open19-Framework ermöglicht das Design von Rechenzentrums-Hardware, die Edge-, 5G- und kundenspezifische Cloud-Implementierungen auf der ganzen Welt ermöglicht. Das Ziel ist die Vereinfachung zu vereinfachen, die Kosten zu senken und die Integration verschiedener Serveranbieter zu ermöglichen.

Erste Projekte in Aussicht

Bachar kommentiert: „Wir freuen uns sehr, dass Zutacore eine Zwei-Phasen-Flüssigkeitskühlung direkt auf dem Chip anbietet, um diese Herausforderungen zu meistern. Mit Unterstützung von großen Herstellern wie Cisco und Dienstanbietern Equinix sind wir gespannt, wohin uns diese nächste Phase uns führt.“

Die Verteilereinheit vfür Kältemittel von Zutacore wird mit „S-RDU“ (Smart Refrigerant Distribution Unit) bezeichnet. Sie ermöglicht die Installation und den Austausch von Servern im laufenden Betrieb des Kühlsystems.
Die Verteilereinheit vfür Kältemittel von Zutacore wird mit „S-RDU“ (Smart Refrigerant Distribution Unit) bezeichnet. Sie ermöglicht die Installation und den Austausch von Servern im laufenden Betrieb des Kühlsystems.
(Bild: Zutacore)

Zachary Smith, Open19 President und Managing Director von Equinix Metal, jedenfalls sieht Bewegung: „Seitdem wir der Linux Foundation beigetreten sind, hat das Open19-Projekt an Schwung gewonnen. Es kann eine Standard-Hardwareplattform auf Rack-Ebene für die nächste Welle von stromhungrigen Anwendungen und die Nachhaltigkeitsanforderungen unseres Planeten werden.“

Er ergänzt: „Wir sind begeistert von der Vielfalt der Teilnehmer, die in Open19 zusammenarbeiten, um einen offenen Standard für bahnbrechende Flüssigkühlung zu schaffen, der für Betreiber von Rechenzentren, Cloud-Anbieter, Hardware-Hersteller und Unternehmen funktioniert. “

Seit April dieses Jahres ist das Open-19-Projekt eines der Linux Foundation. Die Non-Profit-Organisation wird die die notwendige Infrastruktur bereitstellen, damit Open19 den Kreis der Rechenzentrumsbetreiber erweitern kann und seine mit der Entwicklung einer Reihe von Softwareprojekten, die ebenfalls zur Linux Foundation gehören, in Übereinstimmung bringen kann.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin Datacenter-Insider, Vogel IT-Medien GmbH/ DataCenter-Insider