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Alles Open Source und Cloud-agnostisch - Container, Microservices und, und, und Was ist, was macht die Cloud Native Computing Foundation, CNCF

| Autor / Redakteur: Anna Kobylinska und Filipe Martins* / Ulrike Ostler

Die CNCF (The Cloud Native Computing Foundation, cncf.io) ist eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung der Entwicklung von Cloud-nativen Technologien wie Software-Container, Microservices und programmierbare Infrastruktur. Die CNCF ist eine der größten und erfolgreichsten Tochterorganisationen der Linux Foundation.

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The Cloud Native Computing Foundation bietet Entwicklern verschiedener Organisationen zusammen an Cloud-nativen Techniken zu arbeiten. Das wichtigste Projekt ist Kubernetes.
The Cloud Native Computing Foundation bietet Entwicklern verschiedener Organisationen zusammen an Cloud-nativen Techniken zu arbeiten. Das wichtigste Projekt ist Kubernetes.
(Bild: © djama - stock.adob.com)

Die Entstehung der CNCF ging mit der Übertragung von Kubernetes als einer quelloffenen Technologie durch Google an die Linux Foundation einher. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Google unter anderem CoreOS, Mesosphere, Red Hat/IBM, Twitter, Huawei, Intel, Cisco, Docker und VMware. Rund 550 Organisationen, darunter alle weltweit größten Cloud-Computing-Anbieter und Softwarehäuser sowie über 200 Cloud-zentrische Startups, gehören heute mit dazu.

Ein Großteil des Wachstums der CNCF lässt sich auf den Erfolg von Kubernetes zurückzuführen, welches sich vom De-facto-Standard für die Container-Orchestrierung zum allumfassenden Ökosystem für „Cloud-native“ Technologien entwickelte. Die CNCF beschränkt sich dennoch nicht auf Kubernetes.

Die Popularität von Kubernetes gemessen an der Anzahl der Suchanfragen im Vergleich zu anderen Technologie-Trends: Die CNCF hat dem quelloffenen Orchestrierungs-Framework anscheinend zum Durchbruch verholfen.
Die Popularität von Kubernetes gemessen an der Anzahl der Suchanfragen im Vergleich zu anderen Technologie-Trends: Die CNCF hat dem quelloffenen Orchestrierungs-Framework anscheinend zum Durchbruch verholfen.
(Bild: CNCF)

Die Organisation beaufsichtigt auch die Arbeit an vielen anderen kritischen Komponenten der globalen Technologieinfrastruktur. Dazu zählen die Monitoring-Plattform „Prometheus“ und der Logging-Dienst „Fluentd“, ein DNS-Server mit Service-Discovery-Fähigkeiten namens „CoreDNS“ , die Container-Runtime „containerd“, der Paketmanager „Helm“ und der Manager von Cloud-Artefakten „Harbor“.

Ende März 2020 schloss sich Hashicorp, der Marktführer für Multi-Cloud-Automatisierung und Anbieter der quelloffenen Tools „Vagrant“, „Packer“, „Terraform“, „Vault“, „Consul“ und „Nomad“, der CNCF an. Im Juli 2020 hat Mayadata sein Chaos-Engineering-Framework für „Kubernetes SREs“ (kurz für Site Reliability Engineers) namens „Litmuschaos“ zur CNCF beigetragen.

Mitgliedschaft

Die CNCF bringt die weltweit führenden Softwareschmieden (wie Docker/Mirantis, Suse oder Canonical), Anbieter (wie Nvidia) und Endbenutzer (wie die Audi AG, die SAP-Tochter SAP Concur oder die T-Mobile) zusammen. Die Stiftung veranstaltet zudem einige der weltweit größten Open Source-Entwicklerkonferenzen, bringt Online-Schulungen heraus und führt berufliche Zertifizierungen durch.

Die Teilnahme an der KubeCon und CloudNativeCon, zwei Konferenzen der CNCF, hat sich bis zu COVID-19 prächtig entwickelt.
Die Teilnahme an der KubeCon und CloudNativeCon, zwei Konferenzen der CNCF, hat sich bis zu COVID-19 prächtig entwickelt.
(Bild: CNCF)

Als Vorteile der Mitgliedschaft führt die CNCF unter anderem die folgenden Aspekte ins Feld:

  • die verstärkte Marketing-Hebelwirkung (Marketing Amplification),
  • eine erhöhte Markenbekanntheit (Brand Awareness),
  • gestiegenes Engagement der Gemeinde und
  • Inspiration durch Interaktion mit Vordenkern.

Die CNCF bietet insgesamt vier Mitgliedschaftsstufen mit gestaffelten Privilegien, allesamt kostenpflichtig, an: Platinum, Gold, Silber beziehungsweise Endbenutzer und Academic oder auch Nonprofit. Die aktive Teilnahme an Initiativen unter der Obhut der CNCF setzt im Übrigen eine Mitgliedschaft nicht zwingend voraus.

Ein flexibles Modell der Projekt-Governance

Die CNCF hat sich auf ein offenes Governance-Modell verpflichtet. Weder der Verwaltungsrat (Englisch: Governing Board) der CNCF noch das technische Aufsichtskomittee (Technical Oversight Committee) zeichnen für die Verwaltung von CNCF-Projekten verantwortlich.

Alle Initiativen unter der Schirmherrschaft der CNCF müssen dieselben Projektphasen durchlaufen.
Alle Initiativen unter der Schirmherrschaft der CNCF müssen dieselben Projektphasen durchlaufen.
(Bild: CNCF)

Das CNCF Technical Oversight Committee (TOC), das oberste Aufsichtsgremium, definiert lediglich eine Reihe von Grundsätzen, um die technische Seite von Projekten gemeinschaftlich zu verwalten. Das wichtigste Prinzip besteht im Auferlegen eines Minimums an tragfähiger Aufsicht, was den jeweiligen Projektgemeinden ermöglichen soll, sich autark zu verwalten.

Mitglieder des TOC stehen den Projektteilnehmern beratend zur Seite, üben jedoch keinerlei aktive Kontrolle aus. Die CNCF stellt den Teilnehmern eine Vielzahl von Dienstleistungen für gehostete Projekte zur Verfügung, doch im Endeffekt entscheiden die jeweiligen Betreuer, welche dieser Möglichkeiten sie wahrnehmen möchten.

Entscheidend ist der Reifegrad

Die CNCF verpflichtet die gehosteten Projekte nicht auf ein bestimmtes, fest definiertes Governance-Modell, sondern legt stattdessen fest, dass jene Projekte, die einen gewissen Reifegrad erreicht haben, selbst einen Prozess der Projekt-Governance und Beitragsverwaltung „explizit formulieren müssen“. Diesen Prozess können sie im Laufe der Zeit an neue Anforderungen immer wieder anpassen.

Schematische Darstellung des Ablaufs der Inkubationsphase bei der CNCF
Schematische Darstellung des Ablaufs der Inkubationsphase bei der CNCF
(Bild: CNCF)

Dies unterscheidet die CNCF von anderen Open-Source-Organisationen wie der Apache Software Foundation (ASF) mit dem Ansatz „Apache Way“ und der Eclipse Foundation mit dem Eclipse Development Process. Diese flexible und offene Vision von Governance bei der CNCF hat zur Entstehung verschiedener neuartiger Ansätze geführt, die jeweils auf die Besonderheiten konkreter Projekte zugeschnitten sind.

Schematische Darstellung des Ablaufs der Sandbox-Phase bei der CNCF; ein vereinfachtes Verfahren ist aktuell in der Diskussion.
Schematische Darstellung des Ablaufs der Sandbox-Phase bei der CNCF; ein vereinfachtes Verfahren ist aktuell in der Diskussion.
(Bild: CNCF)

Die CNCF hat vom Cloud-Wachstum im Unternehmensumfeld profitiert und möchte nun auch verstärkt Cloud-Technologien einspannen, um ihre internen Abläufe zu beschleunigen und externe Services zu unterstützen.

Priyanka Sharma, General Manager für die Cloud-nativen Lösungen der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), sagt: „Mit der stetig steigenden Akzeptanz von CNCF-Produkten wächst auch die Cyber-Sicherheit zu einem Faktor von kritischer Relevanz heran, denn (…) die Welt hängt nun immer öfter von Cloud-nativen Software-Lösungen ab.“

Priyanka Sharma ist General Manager bei der CNCF.
Priyanka Sharma ist General Manager bei der CNCF.
(Bild: CNCF)

Letztendlich glaubt die CNCF an den Aufbau und die Erhaltung gesunder Open-Source-Gemeinden. Ein neutrales Zuhause erhöht die Bereitschaft von Entwicklern verschiedener Organisationen, zusammenzuarbeiten, Beiträge zu leisten und Innovationen voranzutreiben.

* Das Autorenduo Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins arbeitet für McKinley Denali Inc. (USA).

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