Die Cloud Native Computing Foundation, kurz CNCF, ist ein hoch aktuelles Projekt der Linux Foundation. Zielsetzung ist die Förderung des Cloud Native Computing. Der gemeinnützigen, im Jahr 2015 gegründeten Stiftung gehören hunderte Cloud-affine Organisationen an.
Als Tochterstiftung der Linux Foundation setzt die CNCF bei ihrer Arbeit auf die Betreuung und Bewertung von Open-Source Projekten.
(Bild: CNCF.io)
Cloud Native Computing Foundation ist eine erfolgreiche Tochter-Organisation der in San Francisco ansässigen Linux Foundation (LF). Wie die Muttergesellschaft, so ist auch die im Jahr 2015 gegründete CNCF als gemeinnützige Stiftung ausgewiesen. Wichtiges Stiftungsziel ist die Förderung Cloud-nativer Technologien basierend auf „Open Source“-Software.
Zu den wichtigsten Bausteinen zählen die Container-Technologie, das Ordnungsprinzip der Microservices sowie eine programmierbare Infrastruktur. Ein wichtiges Ereignis auf dem Weg der Gründung der LF-Tochter CNCF war die Übertragung des von Google entwickelten Orchestrierungs-Frameworks Kubernetes an die Linux Foundation. Diese Quelle-offene Technologie gilt als richtungsweisender Baustein zur Container-Orchestrierung.
Zum Kreis der Gründungsmitglieder zählen neben anderen die IT-Fiirmen Cisco, CoreOS, Google, Huawei, Intel, Mesosphere, RedHat/IBM. Inzwischen zählen rund 550 Organisationen und Unternehmen zum Kreis der Mitglieder. Im Jahr 2020 kam es zu zwei bedeutsamen Anschlüssen. Der Kreis der CNCF erweiterte sich um Hashicorp und Mayadata.
Hashicorp gilt als ein Schlüsselunternehmen auf dem Gebiet der Multi-Cloud Automatisierung. Das Unternehmen ist Anbieter folgender quelloffener Tools: Consul, Nomad, Packer, Terraform, Vagrant und Vault. Zum Portfolio von Mayadata zählt Litmus bzw. LitmusChaos, ein Chaos-Engineering-Framework für das Site Reliability Engineering unter Kubernetes.
Begriff und Inhalt: Die Cloud-Native-Architektur
„Cloud Native“ bezeichnet einen Systemarchitektur-Ansatz. Sein Ziel ist die Realisierung skalierbarer Anwendungen für Cloud-Umgebungen. Die wesentlichen Architektur-Bausteine sind Microservices und Container. Die skalierbaren Anwendungen bestehen aus zahlreichen, kleinen Services – den Microservices.
Jeder Service arbeitet autonom in zugeordneten Umgebungen. Die Bereitstellung der spezifischen Microservices erfolgt Container-gesteuert. Das Container-Prinzip steht in Konkurrenz zur klassischen „Virtuellen Maschine“. Sein Vorteil beruht auf kürzeren Start-Zeiten sowie einer gesteigerten Effizienz. Die Container-Struktur sorgt für einen optimierten Einsatz zahlreicher, individuell zugeordneter Microservices.
An dieser Stelle greifen die Bausteine zur Container-Orchestrierung. Der Begriff Orchestrierung ist dem Bereich der Musik entlehnt. Hier steht er für flexibles Kombinieren von Services und Diensten zu einem sinnvollen Geschäftsprozess. Unter den im Markt vertretenen Werkzeugen zur Container-Orchestrierung hat sich Kubernetes zum De-facto-Standard entwickelt.
Strukturierte Projektbetreuung durch CNCF
Die Cloud Native Computing Foundation stellt ihre Dienstleistungen und Services auf Hersteller-neutraler Basis zur Verfügung. In diesem Sinne offeriert sie Open-Source Lösungen wie Kubernetesx, das Monitoring-Tool Prometheus oder auch Envoy, einen Service-Proxy auf Anwendungsebene (Layer 7).
Das Service-Prinzip der CNCF setzt bei seiner Arbeit auf die Betreuung und Bewertung von Open-Source Projekten. Die Bewertung erfolgt nach sogenannten Reifegraden. Der Projekt-Beginn wird als „Sandbox Phase“ deklariert. Daran schließt sich die „Incubating Phase“ an, die weitere Entwicklungsschritte beinhaltet. Unter „Graduated“ werden fertig gestellte Projekte aufgeführt, darunter die drei gerade genannten.
Mitgliederstruktur
der CNCF
Die CNCF bildet die Plattform für weltweit operierende Softwarehäuser, Anbieter und Endbenutzer. Auch als Veranstalter internationaler Open-Source Entwickler-Konferenzen und Schulungsseminare mit beruflichen Zertifizierungen hat sich die Stiftung im Markt etabliert. Vier definierte Stufen der Mitgliedschaft stehen in direktem Bezug zu gestaffelten Privilegien. Jede Mitgliedschaft ist kostenpflichtig.
Mit flexibler „Project Governance“ in die Zukunft
Die Cloud Native Computing Foundation fühlt sich einem flexiblen und offenen „Project Governance“ Modell, zu Deutsch „Projekt-Steuerung“ verpflichtet. Das Angebot an die Community ist attraktiv und wird entsprechend rege als Grundlage für Cloud-native Entwicklungsprojekte genutzt.
Stand: 08.12.2025
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