„Blackwell“-Generation bereits integriert Mirantis verspricht nahtlose Unterstützung kommender Nvidia-Hardware

Quelle: Pressemitteilung Mirantis 2 min Lesedauer

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Mirantis kündigt Unterstützung für aktuelle und künftige Nvidia-Chips in „K0rdent AI“ an. Dafür nutzt die Plattform einen Unterbau von Nvidia. Betreiber sollen ohne Stack-Umbau von „Blackwell“-GPUs auf „Vera Rubin“-KI-Systeme wechseln können.

Die Cloud-Native-Plattform K0rdent AI bietet mit einer Integration von Nvidia-Instrumenten ab sofort Unterstützung für aktuelle und kommende Generationen von Nvidia-Beschleunigern, so der Plattformentwickler Mirantis. (Bild:  Mirantis)
Die Cloud-Native-Plattform K0rdent AI bietet mit einer Integration von Nvidia-Instrumenten ab sofort Unterstützung für aktuelle und kommende Generationen von Nvidia-Beschleunigern, so der Plattformentwickler Mirantis.
(Bild: Mirantis)

Der Anbieter von Software für Cloud-Infrastrukturen Mirantis optimiert die Kubernetes-native Infrastrukturplattform „K0rdent AI“ für Nvidia-Hardware. Die Plattform unterstütze Systeme auf Basis der „Blackwell“-Architektur bereits heute und sei für „Nvidia Vera Rubin“ sowie spätere Generationen vorbereitet worden. Betreiber könnten laut Mirantis zwischen den Generationen wechseln, ohne Infrastruktur-Stacks neu aufzubauen, Betriebsmodelle zu ändern oder Bereitstellungsabläufe umzustellen.

Nico unter der Haube

Technischer Kern der Ankündigung ist die vollständige Integration des „Nvidia Infra Controller“, kurz „Nico“, als zentrale Schicht für Bereitstellung und Lebenszyklusverwaltung in K0rdent AI. Nico automatisiert nach Herstellerangaben die Erkennung von Bare-Metal-Servern, Firmware-Prüfungen, das Einrichten von „Nvidia Bluefield“-DPUs (Netzwerkprozessoren), die Netzwerkisolation sowie die Bereinigung von Mandantendaten beim Nutzerwechsel. Hinzu komme die Integration mit „Nvidia DSX OS“, einer quelloffenen, modularen Betriebsebene für KI-Fabriken. Nvidia hat deren Komponenten nach eigenen Angaben im Betrieb von „DGX Cloud“ entwickelt und anschließend als Open-Source-Software veröffentlicht.

Laut Mirantis sei die Nutzung von KI-Hardware in Kubernetes auch mit quelloffener Software möglich; ein stabiler Betrieb in großen, mandantenfähigen Umgebungen erfordere jedoch Entwicklungs-, Integrations- und Supportaufwand, den der Plattformanbieter übernehme. Zudem beteilige sich Mirantis an der Weiterentwicklung von Nico. Auch Rafay, Opennebula Systems, Spectro Cloud und Red Hat sind Projektpartner von Nvidia bei DSX OS und bieten mit Mirantis vergleichbare Steuerungsschichten für KI-Hardware an.

Eigentümerwechsel verstärkt die Nvidia-Bindung

Der Neocloud-Anbieter Iren (bei dem Nvidia sich Investitionsoptionen gesichert hat) hat die Übernahme von Mirantis am 3. August abgeschlossen. Bei Ankündigung der Transaktion lag ihr Wert bei rund 625 Millionen US-Dollar. Zum Abschluss erhielt Mirantis rund 12,6 Millionen Iren-Aktien sowie weitere Gegenleistungen von etwa 40 Millionen Dollar. Mirantis bleibt eine eigenständige Tochter von Iren. Nach Angaben von Iren bringt das Unternehmen mehr als 1.500 Unternehmenskunden zum Neocloud-Anbieter ein.

Nvidia sicherte sich im Mai 2026 ein Recht, über fünf Jahre bis zu 30 Millionen Iren-Aktien zu je 70 Dollar zu erwerben mit einem Maximalvolumen von 2,1 Milliarden Dollar. Zudem vereinbarten Iren und Nvidia einen fünfjährigen Vertrag über GPU-Cloud-Dienste im Wert von 3,4 Milliarden Dollar. Die technische Ausrichtung von Mirantis auf Nvidia ist damit auch eine strategische Entscheidung innerhalb eines eng verflochtenen Liefer-, Software- und Cloud-Verhältnisses.

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