Rechenzentrumsausbau in Österreich Greencore plant 6,4 MW Rechenzentrum in Kottingbrunn

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Bei Wien entsteht ein Colocation-Rechenzentrum. Greencore plant mit Unterstützung der Data Center Group 6,4 MW IT-Last, erneuerbaren Strom und einen stufenweisen Ausbau bis 2030.

So soll das Greencore Data Center in Kottingbrunn nach der Fertigstellung aussehen. Der Standort entsteht im Rahmen des geplanten Ausbaus der Rechenzentrumsinfrastruktur in Niederösterreich.(Bild:  GreenCore Datacenter GmbH)
So soll das Greencore Data Center in Kottingbrunn nach der Fertigstellung aussehen. Der Standort entsteht im Rahmen des geplanten Ausbaus der Rechenzentrumsinfrastruktur in Niederösterreich.
(Bild: GreenCore Datacenter GmbH)

Im niederösterreichischen Bezirk Baden entsteht ein Colocation-Rechenzentrum. Am 28. September erfolgt der feierliche Spatenstich.

Die Data Center Group (DCG) unterstützt das Projekt bei Planung, Bau und Service der kritischen Infrastruktur. Die Projektentwicklung verantwortet Data Center Assets (DCA). Die DCA ist eine Tochter der Data Center Group und beteiligt sich an Rechenzentrumsprojekten in frühen Entwicklungsphasen.

Nach eigenen Angaben setzt Greencore auf regionale Partner und will auch im späteren Betrieb qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

Der Standort entsteht auf einer Fläche von 4.200 Quadratmetern und soll Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Forschungseinrichtungen hochverfügbare IT-Infrastruktur bieten: Das Rechenzentrum ist auf die EN 50600, Verfügbarkeitsklasse 3, angelehnt an Tier III, ausgelegt.

Im Endausbau sind eine gesicherte elektrische Anschlussleistung von 8 Megavoltampere (MVA) und eine IT-Last von 6,4 Megawatt (MW) vorgesehen. Der Ausbau erfolgt stufenweise. Der zweite Bauabschnitt ist für 2029 geplant, der vollständige Ausbau soll ab 2030 erfolgen.

Erneuerbarer Strom und Trockenkühlung

Das Projekt greift Ziele der niederösterreichischen Rechenzentren-Strategie auf.(Bild:  GreenCore Datacenter GmbH)
Das Projekt greift Ziele der niederösterreichischen Rechenzentren-Strategie auf.
(Bild: GreenCore Datacenter GmbH)

Vorgesehen ist der Bezug von erneuerbarem Strom aus dem Photovoltaikfeld des Flughafens Wien. Im Regelbetrieb sollen Trockenkühlsysteme ohne wasserbasierte Kühlung auskommen. Der angestrebte PUE-Planwert (Power Usage Effectiveness) liegt im Vollausbau bei unter 1,2.

Für die Abwärmenutzung ist eine Einspeisung in das Fern- oder Nahwärmentz vorgesehen. Dafür wird das Rechenzentrums technisch vorbereitet. Außerdem strebt Greencore eine LEED-Gold-Zertifizierung an.

Mit dem Standort soll zusätzliche Kapazität für die Speicherung und Verarbeitung geschäftskritischer Daten in Österreich entstehen. Das Projekt steht im Zusammenhang mit der niederösterreichischen Rechenzentren-Strategie, die unter anderem geeignete Standorte, erneuerbare Energiequellen, Netznähe und die Nutzung von Abwärme als Kriterien für den Ausbau nennt..

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