Fast Lta bringt eine 4-HE-Appliance für den lokalen KI-Betrieb auf den Markt. Bis zu drei GPUs, 8 TB NVMe und eine integrierte Vektordatenbank bringen KI-Rechenleistung und Unternehmensdaten ins eigene Rack.
„Silent AI Pro“: 4-HE-Gehäuse für 19-Zoll-Racks und ist in drei GPU-Ausbaustufen erhältlich.
(Bild: FAST LTA)
Fast Lta kommt ursprünglich aus der langfristigen und revisionssicheren Speicherung von Daten. Mit dem „Silent Cube“ und später dem „Silent Brick“ hat sich der Münchner Hersteller im Bereich unveränderbarer Datenspeicherung etabliert. Die Systeme setzen auf Write Once, Read Many (WORM), sodass gespeicherte Daten technisch nicht mehr verändert werden können.
Aus diesem Umfeld heraus entstand auch der Einstieg in die Künstliche Intelligenz (KI). Kunden aus regulierten Branchen fragten laut Roland Stritt, Chief Revenue Officer und Mitglied der Geschäftsleitung bei Fast Lta, nach Möglichkeiten, ihre eigenen Daten lokal mit KI auszuwerten. Daraus entwickelte das Unternehmen zunächst „Silent AI ES“ für die semantische Suche im Unternehmenswissen.
Mit „Silent AI Pro“ geht FAST LTA nun einen Schritt weiter. Die Appliance soll nicht mehr nur Unternehmensdaten durchsuchen, sondern eine lokale KI-Arbeitsumgebung bereitstellen. Dazu gehören Projekte, Skills, Agenten, Werkzeuge, Artefakte und eine Memory-Funktion. „Wir haben angefangen mit einer Enterprise-Search-Appliance, jetzt hin zu einer kompletten Workplace-Umgebung“, sagt Stritt.
Bis zu drei GPUs auf vier Höheneinheiten
Das System soll Unternehmen ermöglichen, KI-Anwendungen und agentische Workloads im eigenen Rechenzentrum oder in einer Colocation-Umgebung zu betreiben..
Die Appliance belegt vier Höheneinheiten und arbeitet mit „Intel Xeon Gold 6414U“, bis zu 512 GB DDR5-ECC-RAM und 8 TB NVMe-Speicher. Für die KI-Berechnungen stehen je nach Ausbaustufe „Nvidia Rtx Pro 6000“ und „Nvidia H200“ zur Verfügung. Je nach Ausbaustufe kommen bis zu drei Rtx Pro 6000 oder Kombinationen aus H200 und RTX Pro 6000 zum Einsatz.
Für den Betrieb setzt Fast Lta auf Luftkühlung. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 2,4 Kilowatt (kW). Eine Wasserkühlung oder ein Starkstromanschluss ist laut Hersteller nicht erforderlich.
Neben der GPU-Leistung spielt die Datenhaltung eine zentrale Rolle. Fast Lta integriert eine Vektordatenbank und Konnektoren zu Unternehmenssystemen wie „SharePoint“, „Teams“, „Exchange“, „Confluence“, „Slack“ und „SQL“. Unternehmensdaten können damit für Retrieval-Augmented Generation (RAG), also die Anreicherung von KI-Modellen mit eigenen Daten, genutzt werden.
Das System ist zugleich nicht an ein bestimmtes Large Language Model (LLM) gebunden. Unternehmen können das verwendete Modell auswählen und später wechseln. Trainiert werden die Modelle nicht auf der Appliance. Die Memory-Funktion speichert stattdessen Projekt- und Gesprächskontext, der bei späteren Aufgaben wieder genutzt werden kann.
Die Lizenzierung erfolgt pro Appliance, unabhängig von Nutzerzahl und Token-Volumen. Für Stritt ist insbesondere die Kostenentwicklung bei agentischen Anwendungen ein Argument für lokale KI. Je nach Konfiguration erreicht Silent AI Pro zwischen 600 und 3.600 Token pro Sekunde
Lokale Infrastruktur als Alternative zur Cloud
Fast Lta adressiert damit nicht nur die klassischen Kunden aus regulierten Branchen. Nach Aussage von Stritt kommen inzwischen auch Anfragen aus der Industrie und dem Mittelstand, bei denen weniger regulatorische Vorgaben als die Kostenentwicklung von Cloud-KI den Ausschlag geben.
Auch der Wunsch nach mehr Souveränität spielt laut Stritt eine Rolle: „Souveränität hat eigentlich gar nichts mit Landesgrenzen zu tun – es geht weit darüber hinaus“, sagt er. Aus seiner Erfahrung geht der Trend bei vielen Unternehmen in Richtung On-Premises, weil sie das Ausfallrisiko von Cloud-Diensten reduzieren wollen. Eine lokale Infrastruktur schafft dabei Unabhängigkeit von einer bestehenden Cloud-Anbindung.
Stritt beobachtet zudem, dass immer mehr Unternehmen hybride Szenarien einsetzen. Sie können damit bei Änderungen von Verträgen oder Kostenstrukturen zwischen lokalen und Cloud-Ressourcen wechseln. Das reduziert aus seiner Sicht auch die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Das könne den Vendor-Lock-in, also die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, reduzieren.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
KI-Hardware mit kürzeren Servicezyklen
Für Silent Cube und Silent Brick bietet Fast Lta Serviceverträge von bis zu zehn Jahren an. Bei Silent AI Pro sind zunächst maximal fünf Jahre vorgesehen. Nachgefragt werden laut Stritt aufgrund der Dynamik des KI-Marktes vor allem Laufzeiten von einem bis drei Jahren.
An der KI-Plattform arbeitet Fast Lta nach eigenen Angaben seit rund zwei Jahren mit einem Team von 13 Entwicklern. Erste Installationen laufen bereits. Künftig soll die Hardwareplattform auch ohne den Fast-Lta-Software-Stack erhältlich sein, sodass Partner sie als Basis für eigene KI-Angebote einsetzen können.
Silent AI Pro ist ab dem 1. Oktober 2026 verfügbar. Der Einstiegspreis für die kleinste Konfiguration liegt bei 70.000 Euro.
Über den Gesprächspartner: Seit Mitte 2025 verantwortet Roland Stritt als Chief Revenue Officer die Bereiche Vertrieb und Marketing.
Roland Stritt bringt über 20 Jahre umfassende Expertise im Bereich IT Sales, Sales Leadership, Channel Management und Technologie mit.