Die dritte AMD Epyc Generation Lenovo bietet Edge-to-Cloud-Systeme mit AMD Epyc 7003 an

Redakteur: Ulrike Ostler

Lenovo erweitert sein Angebot um Server der Marke „Thinksystem“ und um hyperkonvergente Systeme der Marke „Thinkagile“, die auf der „7003“er Prozessorserie von „AMD Epyc“ beruhen. Diese ie Datenverarbeitung von der Edge bis zur Cloud zu unterstützen. Diese zielen auf den Gebrauch in Hybrid-Cloud-Szenarien und sollen Unternehmen unabhängig von ihrer Größe dabei helfen, ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren, besser abzusichern und schneller Rückschlüsse aus Daten zu gewinnen.

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In der hyperkonvergenten Plattform „Thinkagile VX“ von Lenovo ist „VMware vSAN“ integriert und bald auch „AMD Epyc 7003“.
In der hyperkonvergenten Plattform „Thinkagile VX“ von Lenovo ist „VMware vSAN“ integriert und bald auch „AMD Epyc 7003“.
(Bild: Lenovo)

Auf Basis der zweiten Generation von AMD Epyc hält Lenovo doppelt so viele Benchmark-Weltrekorde auf Thinksystem und den Hyperkonvergenz-Angeboten wie HPE und Dell zusammen, so der Stand vom 23. Februar dieses Jahres. Jetzt erweitert Lenovo sein Angebot um Thinksystem Server und hyperkonvergente Thinkagile-Systeme um Plattformen mit der 7003er Serie von AMD Epyc - einschließlich „Thinkagile HX" mit Nutanix und „Thinkagile VX“ mit „VMware vSAN“.

Die 2-Sockel-Maschine „Lenovo Thinksystem SR665“ kann mit AMD Epyc 7003 in der 16-Kern-Variante circa 25 Prozent mehr Leistung erbringen.
Die 2-Sockel-Maschine „Lenovo Thinksystem SR665“ kann mit AMD Epyc 7003 in der 16-Kern-Variante circa 25 Prozent mehr Leistung erbringen.
(Bild: Lenovo)

Es geht die Datenverarbeitung von der Edge bis zur Cloud. Die Hybrid-Cloud-Plattformen sollen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, dabei helfen, ihre IT-Infrastruktur zu modernisieren, besser abzusichern und schneller Rückschlüsse aus Daten zu gewinnen - Die Produkte sind nach Lenovo-Angaben optimiert, um anspruchsvolle Cloud-Computing-Workloads wie Virtual Desktop Infrastructure (VDI), Datenbanken und Analysen sowie Künstliche Intelligenz auszuführen und verfügen über integrierte Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Datenintegrität und vor Firmware-Bedrohungen.

Kamran Amini, Vice President und General Manager of Server, Storage and Software Defined Infrastructure bei der Lenovo Data Center Group, sagt: „Unternehmen beschleunigen die Transformation ihrer IT-Infrastruktur und verlagern ihre Investitionen, um sich auf agilere Edge-to-Cloud-Lösungen zu konzentrieren."

Was das bringen kann, sollen zwei Kundenbeispiele zeigen:

  • Beispiel 1: Der Cloud-Service-Provider Hetzner Online GmbH wandte sich nach Lenovo-Darstellung kürzlich an das Unternehmen, um seine Cloud-Infrastruktur mit „Thinksystem SR635“ und „SR645" Servern, in die Epyc-CPUs verbaut sind, zu erweitern. Bei gleichbleibenden Energiekosten steigerten die neu eingeführten Rechner die Leistung von Hetzner Online um bis zu 100 Prozent; gleichzeitig senkten sie die Energiekosten um 35 bis 50 Prozent.
    Kein Wunder also, dass Markus Schade, Head of Cloud Services, Hetzner Online GmbH, konstatiert: „Unsere AMD-betriebenen Systeme sind sehr gefragt, da Kunden die Vorteile der verbesserten CPU-Leistung nutzen wollen - insbesondere diejenigen, die ihre Server für Virtualisierung, KI und Big Data Storage einsetzen.“
  • Beispiel 2: Doch auch Forscher nutzen die AMD-Lenovo-Kombi: Die University of Florida arbeitet ebenfalls mit Lenovo Thinksystem Servern und integriert diese in ihre Supercomputer-Umgebung „Hipergator 3.0“. Der Supercomputer unterstützt mehr als 3.000 Nutzer in 400 Forschungsgruppen, die gemeinsam 1.400 verschiedene Anwendungen unter anderem aus den Bereichen Gensequenzierung, Konstruktion und Forschung, Physik, Werkstofftechnik, Sozialwissenschaften und Verarbeitung natürlicher Sprache ausführen.
    Erik Deumens, IT Research Computing Directo der University of Florida, führt unter anderem auf: „Es ist wichtig, dass unsere Forscher über die neueste Technologie verfügen. Die AMD-basierten Thinksystem Server von Lenovo verfügen über mehr RAM pro Kern, was für die datenintensiven Anwendungen unserer Forscher, die mehr Speicher benötigen, von entscheidender Bedeutung ist.“

Leistung und Wirtschaftlichkeit

Nun aber kommt auch die dritte AMD-Epyc-Generation in die 2-Sockel-Maschinen „Thinksystem SR645“und „SR665“ sowie in die 1-Sockel-Maschinen „SR635“ und „SR655“ Diese nutzen die Vorteile der 16-Kern-Variante, die circa 25 Prozent mehr Leistung erbringen kann.

  • Unternehmen, die bereits Beschleuniger und GPUs nutzen, können mit einem Plus von bis zu 25 Prozent Systemleistung und höherer VDI-Dichte rechnen, wenn sie die neuen 16-Kern-Prozessoren der AMD Epyc 7003-Serie einsetzen - verglichen mit der vorherigen Generation
  • Unternehmen, die rechenintensive Workloads wie HPC und KI ausführen, erhalten mit den neuen Prozessoren der 7003er Serie schneller Rechenergebnisse (Gleitkomma-Berechnungen) - verglichen mit der Vorgängergeneration ist eine Beschleunigung um bis zu 15 Prozent möglich
  • Anwender aus der Forschung und den Ingenieurswissenschaften können mit bis zu 15 Prozent mehr Leistung rechnen, wenn sie Prozessoren der 7003er Serie mit 48 bis 64 Kernen einsetzen. Das verkürzt die Zeit, bis Ergebnissen vorliegen.

Der Lenovo-Server „Thinksystem SR665“ von oben, geöffnet.
Der Lenovo-Server „Thinksystem SR665“ von oben, geöffnet.
(Bild: Lenovo)

Die dritte Generation der AMD-basierten 2-Sockel-Server Thinksystem SR645 und SR665 werden noch im Laufe des März verfügbar sein; die 1-Sockel-Server Thinksystem SR635 und SR655 werden ab Juni erhältlich sein.

Die Thinkagile HCI-Angebote mit VMware und Nutanix

Zu den neuen Hyperkonvergenzsystemen gehören:

  • „Thinkagile VX3575-G“: Entwickelt für rechenintensive Anwendungen wie VDI und KI-Workloads; unterstützt bei Bedarf bis zu acht Nvidia-GPUs
  • „Thinkagile VX5575“: Ein 2-HE-System mit hoher Speicherdichte, das besonders gut für schnelle Storage-Anwendungen mit hoher Kapazität geeignet ist, einschließlich E-Mail-Verwaltung, Daten-Management und Datenanalyse
  • „Thinkagile VX7575“ und „Thinkagile VX7576“: Systeme auf zwei Höheneinheiten, speziell für besonders leistungsintensive Workloads wie Datenanalysen und Datenbanken

Die Lenovo Thinkagile VX-Modelle auf Basis der dritten Generation von AMD Epyc werden im zweiten Quartal 2021 verfügbar sein.

Darüber hinaus aktualisiert Lenovo seine HCI-Lösungen der Lenovo Thinkagile HX-Serie (mit Nutanix), um auch hier die Vorteile der dritten Epyc-Generation zu nutzen. „Thinkagile HX3375“ und „Thinkagile HX3376“ sollen Abläufe vereinfachen, die Workload-Dichte erhöhen, den Schutz von Daten verbessern und den nahtlose Einsatz über Clouds hinweg unterstützen, um eine echte Hybrid-Architektur zu ermöglichen. Kunden werden etwa in der Lage sein, ihre virtuellen Desktop-Workloads mit höherer Leistung auszuführen, verspricht Lenovo.

Die Lenovo Thinkagile HX-Modelle auf Basis der dritten Generation von AMD Epyc werden im dritten Quartal 2021 verfügbar sein.

Umfassender Sicherheitsansatz

Das vorgestellte Portfolio umfasst Sicherheitsfunktionen der Enterprise-Klasse, die auf den Standards von „Lenovo Thinkshield“ basieren. Hinter dieser Bezeichnung steckt ein umfassender Ansatz zur Verbesserung der Sicherheit aller Produkte von Anfang bis Ende, einschließlich der Lieferkette und der Fertigungsprozesse. Kunden sollen sich darauf verlassen können, dass sie beim Thema Sicherheit auf einem starken Fundament aufbauen.

Nun erweitert der Hersteller die Sicherheitsfunktionen: Neu ist

  • eine standardkonforme NIST SP800-193 Platform Firmware Resiliency (PFR) mit Root of Trust (RoT)-Hardware zum Schutz von Plattform-Subsystemen vor Cyber-Attacken, nicht autorisierten Firmware-Updates und korrupten Daten,
  • sind diskrete Tests der Sicherheitsprozessoren, die von führenden Drittanbietern validiert wurden – und die Kunden auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Das führt zu Transparenz und Sicherheit.

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