Adabas & Natural 2050+

KI der Software AG auf IBM-Mainframes

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit dem Programm „Adabas & Natural 2050+“ will die Software AG bei ihren Kunden die Zukunft von Individualanwendungen sichern.
Mit dem Programm „Adabas & Natural 2050+“ will die Software AG bei ihren Kunden die Zukunft von Individualanwendungen sichern. (Bild: Software AG)

Unter dem Motto „Adabas & Natural 2050+“ kündigte die Software AG (SAG) im vergangenen Jahr an, die Plattformen weit über die kommenden Jahre hinweg zu unterstützen. Das inkludiert nun die direkte Integration von Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning und Predictive Analytics auf den „IBM z Systems“, aber auch Hilfe bei der Migration von Mainframes auf Hardware-Alternativen.

98 Prozent der SAG-Kunden setzen Adabas und Natural für so genannte geschäftskritische Systeme ein. „Das sind Anwendungen“, erläutert Guido Falkenberg, SVP Global Adabas & Natural Customer Innovation bei der Software AG, „Individualanwendungen, die man nicht von der Stange kaufen kann und die von den rund 1.000 Adabas-Natural-Anwendern, hauptsächlich im Bankensektor und bei Behörden, als unverzichtbar angesehen werden.“ Sie könnten auch schon einmal, wie bei der Deutschen Bahn, 30 Jahre alt sein.

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Software AG verspricht Adabas- und Natural-Anwendern Perspektiven

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07.09.16 - Der Titel sagt es: „Adabas & Natural 2050“. Mit dieser Agenda versichert die Software AG den Anwendern des Datenbank-Managementsystems und der zugehörigen Entwicklungsumgebung, dass sie nicht auf dem Abstellgleis der IT-Geschichte angekommen sind. lesen

Auf der Seite, die die SAG eigens für das 2050+-Programm eingerichtet hat, sind entsprechende Aussagen zu finden, zum Beispiel: „Wir generieren über 300 Millionen Dollar an Spenden pro Jahr. Wir können und keine 10 Sekunden Downtime in unserem System zur Geldbeschaffung leisten“, so ein Chef der Software-Entwicklung einer Non-Profit-Organisation. Der Director Production Informatique du group, einer Finanzgruppe, erläutert: Die Anwendungung ist das Management-Tool schlechthin für all unsere Verträge. 2.500 von 3.000 Angestellten nutzen Natural.“

Dennoch: Das Adabas-Natural-Geschäft ist ein Bestandskundengeschäft, will heißen: Neue Kundschaft ist nicht in Sicht. Zugleich aber müssen auch die Bestandskunden ihre Anwendungen den heutigen Erfordernissen an mobile Apps, an Agilität, social media, KI und nicht zuletzt dem Kostendruck anpassen.

Die drei Pfeiler des 2050+-Programms

Deshalb umfasst das 2050-Programm einen Dreiklang aus „Optimize“, insbesondere an TCO und Betrieb, „Modernize“ durch DevOps und Connectivity, also die Anpassung an die API-Infrastruktur moderner Applikationen, und „Transform“, also die Einbindung des Adabas-Natural-Layer in die sonstige Tool und Anwendungslandschaft der Software AG.

Schon heute, führt xxx aus, laufen 40 Prozent der Anwendungen, die auf der Adabas-Natural-Kombination aufsetzen, unter Linux. Die Portierung auf Linux-Server halt er für einen „anhaltenden Trend“. Dafür verantwortlich seien im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens die Verfügbarkeit von Fachpersonal auf dem Arbeitsmarkt und zweitens die Plattformkosten, die den Mainframe-Anwender, schlichtweg zu hoch würden. Eine Portierung ist aus unserer Sicht kein Problem, zumal Adabas und Natural quasi als Schicht zwischen Anwendungslogik und Hardware fungiere. Die Applikation zieht mitsamt dieser Schicht um.

„Das API-Management verändert die Wertschöpfungsketten im Unternehmen“, erläutert Falkenberg. Um diese zu nutzen brauche es einerseits agile Methoden, die sich auf Adabas und Natural anwenden lassen und die Unterstützung entsprechender Tools und Frameworks, etwa „Eclipse“. Laut Falkenberg unterstützen Adabas und Natural bereits jetzt rund 18.000 API-Services.

Eingliederung von IBM z-Systems in die SAG-Digital-Plattform

Die jüngsten Ankündigungen der Software AG betreffen hauptsächlich den dritten Pfeiler in der 2050+-Strategie: die Weiterentwicklung und Integration der hauseigenen „Zementis“-Software für Predictive Analytics mit Mainframe-Plattformen, insbesondere mit IBM-z-Systems. Diese eine Bereitstellung zeitnaher, relevanter Erkenntnisse mit integrierter eventbasierter Transaktionsverarbeitung erlauben.

Zementis Predictive Analytics ist eine Kernfunktion der „Digital Business Platform“ der Software AG. Im Bereich Data Science bietet Zementis den Experten die Flexibilität, mit den von ihnen bevorzugten Daten-Mining-Algorithmen und Modell-Entwicklungswerkzeugen zu arbeiten. Denn das Produkt setzt auf einen herstellerneutralen Branchenstandard, der Predictive Model Markup Language (PMML). In Batch- und Echtzeittransaktionen reduziert die Analyse in einem hohen Maß Komplexität, Kosten und Zeitaufwand bei der Ausführung von Modellen, die auf KI und Machine Learning basieren.

Die Zementis-Produktfamilie von SAG unterstützt nun Predictive-Analytics-Anwendungen in IBM z Systems z/OS-Umgebungen, zum Beispiel „CICS", „Apache Spark" und „IBM Websphere".
Die Zementis-Produktfamilie von SAG unterstützt nun Predictive-Analytics-Anwendungen in IBM z Systems z/OS-Umgebungen, zum Beispiel „CICS", „Apache Spark" und „IBM Websphere". (Bild: Software AG)

Nun integriert die Zementis-Produktfamilie auch unternehmensweite Predictive-Analytics-Anwendungen in IBM z Systems z/OS-Umgebungen. Das Angebot besteht aus einer Reihe zertifizierter Produkte; diese ermöglichen in gängigen Transaktionsumgebungen, zum Beispiel „CICS“, „Apache Spark“ und „IBM Websphere“ für z/OS, eine schnelle Inbetriebnahme und unterstützen die eingebettete Scoring-Funktionalität von Prognosemodellen.

Die Erweiterung von Zementis für IBM z Systems auf Adabas & Natural ermöglicht somit die Integration von Transaktionsdaten aus Adabas-Mainframe-Datenbanken in leistungsfähige Echtzeit-Analytik und Prognosemodelle und erhöht damit den Geschäftsnutzen. Die Unternehmensdaten können repliziert, abgerufen und mit minimalen Aufwand und minimalen Datenbewegungen analysiert werden.

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