Kosteneinsparung und Sicherheit sprechen für und gegen die Client-Virtualisierung

IDC-Studie – Jetzt wird auch der Desktop virtualisiert

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Der virtuelle Client ist bei den meisten noch eine Option

Unsicher sind die Befragten über den Stellenwert von virtuellen Clients. Während 17 Prozent (von 235 Firmen) von dieser Technik fast elektrisiert sind und glauben, sie werde die Art der Bereitstellung der IT für den Endanwender revolutionieren, halten fast genauso viele (15 Prozent) sie nur für ein weiteres Schlagwort der IT-Industrie.

Nur für einen Bruchteil – ganze sechs Prozent – ist sie schon zum Standard geworden. Die Mehrheit (62 Prozent) glaubt, dass sich Client-Virtualisierung innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre etablieren wird. (siehe: Abbildung 3)

Welche Clients werden verwendet?

Das IT-Personal in den Unternehmen sieht sich mit immer mehr unterschiedlichen Endgeräten konfrontiert, die alle unterstützt werden wollen. Gab es früher nur die Unterscheidung zwischen Terminal und PC, später ergänzt durch den Mobilrechner, sammeln sich in den Aktentaschen der heutigen Endanwender laufend neue Apparate : Thin Clients, Smartphones, Tablett-PCs, GPS-Systeme und sonstiges.

Bislang führen mit 75 Prozent noch die Desktop-PCs bei der Frage, mit welchen Endgeräten auf die virtualisierte Umgebung zugegriffen wird. Notebooks folgen mit 65 Prozent auf Rang zwei. Laut IDC sind aber die altgedienten Thin Clients sowie kleine Mobilgeräte auf dem Vormarsch.

Was die Unternehmen antreibt und woran es noch hapert

Sicherheitsbedenken tragen sowohl Befürworter als auch Gegner der Client-Virtualisierung vor. Die einen weisen nicht unberechtigt darauf hin, dass virtualisierte Umgebungen besonders schutzwürdig sind, weil bei einem Ausfall eines Systems nicht nur ein PC-User sondern viele Mitarbeiter betroffen sind.

Befürworter zeigen auf die einfachere Wiederherstellung nach einem Notfall, weil diese Systeme besser geschützt und mit mehr Funktionen dafür ausgestattet sind, etwa Continous Data Protection, Mirroring oder Snapshots.

Beim Umsetzen der neuen Technik treten eine Vielzahl von Problemen auf, beziehungsweise müssen vermieden werden. Dass die Umstellung mehr IT-Ressourcen erfordert, macht sie genauso schwierig wie unflexible Software-Lizenzverträge, die oftmals die Virtualisierung mit dem Verlust der Garantie bestrafen.

„Hier ist aber eine Menge Bewegung im Markt“, erklärte Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC. Die Softwareanbieter würden derzeit ihr Angebot überarbeiten.

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