Mesosphere-DCOS - einfach wie eine Smartphone-App und Google-stark

Ein neues Datacenter-Betriebssystem mit viel Startkapital

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mesosphere DCOS ist ein neues Betriebssystem. Es soll Tausende von Servern in einem Datacenter oder der Cloud verbinden und deren Ressourcen so bündeln können, dass diese sich wie ein großer Rechner verhalten.
Mesosphere DCOS ist ein neues Betriebssystem. Es soll Tausende von Servern in einem Datacenter oder der Cloud verbinden und deren Ressourcen so bündeln können, dass diese sich wie ein großer Rechner verhalten. (Bild: Mesosphere)

Mesosphere bringt heute mit „DCOS“ eine Plattform und API für Applikationen und Services auf den Markt, die Datacenter behandeln, als ob sie ein einziger Server wären. Geldgeber sehen Chancen. Das Unternehmen konnte jetzt in der dritten Finanzierungsrunde 36 Millionen Dollar einheimsen. Der Kern der Mesosphere-Technologie läuft bereits auf einigen der größten Sites, darunter Twitter, Airbnb und Hubspot.

Mesosphere DCOS kann Tausende von Servern in einem Datacenter oder der Cloud verbinden und deren Ressourcen so bündeln, dass diese sich wie ein großer Rechner verhalten. Das vereinfacht es den Betreibern, Datacenter-Services aufzulegen, ohne dazu neue Cluster einrichten zu müssen. Zudem ist es für Entwickler wesentlich effizienter, neue Datacenter-Apps auf der Basis einer API zu programmieren, die das gesamte Datacenter umfasst.

Durch die dritte Kapitalaufnahme wuchs das von Mesosphere bisher von Investoren eingesammelte Kapital auf insgesamt fast 50 Millionen Dollar. Der Lead-Investor dieser überzeichneten Finanzierungsrunde ist Khosla Ventures. Weiteres Kapital kam unter anderem von Andreessen Horowitz, Fuel Capital und SV Angel.

Das sagt der Investor

Vinod Khosla, Gründer von Khosla Ventures und Mitbegründer von Sun Microsystems, erläutert den Grund seiner Investition: „Die Branche braucht eine neue Art von Betriebssystem, mit dem sich die komplexe Landschaft in der Ära der agilen IT optimieren und automatisieren lässt: eine wachsende Flotte verteilter Web-, mobiler und Analytic-Server-Applikationen, die als applikationszentrierte Abstraktionen auf handelsüblichen Server- und Speicherpools in dedizierten Datenzentren und öffentlichen Clouds laufen.“

In dieser Umgebung reiche die bestehende Virtualisierungs- beziehungsweise Steuerungssoftware nicht aus, um die geplanten Ziele zu erreichen: Komplexität abstrahieren, Auslastung optimieren und Eingriffe durch den Menschen vereinfachen oder ganz überflüssig machen – angesichts von dynamischen Ausfällen, Bedarfsspitzen, konstanter Bereitstellung und Upgrades. Mesosphere sei es gelungen, ein hochklassiges Team für die Entwicklung dieser Software-Basis anzuwerben, die es ermöglichen wird, riesige Distributed-Server-Applikationen so einfach wie eine App auf Ihrem Smartphone oder PC auszuführen, so Khosla.

Bei Nutzung eines DCOS müssen Entwickler und Administratoren nicht mehr in der Kategorie einzelner Server denken, sondern können sich auf die Entwicklung von Applikationen und Services konzentrieren, die sich über komplette Datacenter erstrecken. Dieser Ansatz für das Managen von Rechenzentren und Clouds im Web-Maßstab war einer der Garanten für den Erfolg von Internet-Giganten wie Google und Twitter sowie das rasche Wachstum junger Unternehmen wie Airbnb und Hubspot.

Zeit und Kostenersparnis durch das Rechenzentren-Betriebssystem

Das DCOS von Mesosphere, das auf „Apache Mesos“ basiert, gibt Entwicklern eine API an die Hand, über die sich das Zuweisen und Entziehen von Datacenter-Ressourcen automatisieren lässt. Auf Basis dessen laufen die heute am stärksten verbreiteten Applikationen wie „Apache Spark“, „Apache Cassandra“ und „Google Kubernetes“ – alle mit nativer Unterstützung von Mesosphere DCOS.

Die Fähigkeit von Mesosphere DCOS, bestehende Host-Betriebssysteme einzubinden und zu nutzen, macht einen kompletten Austausch der Technik überflüssig.
Die Fähigkeit von Mesosphere DCOS, bestehende Host-Betriebssysteme einzubinden und zu nutzen, macht einen kompletten Austausch der Technik überflüssig. (Bild: Mesosphere)

Ein Software Development Kit (SDK) unterstützt die schnelle Entwicklung skalierbarer Applikationen mit eingebauter Hochverfügbarkeit und Fehlertoleranz. Mesosphere DCOS unterstützt zudem alle gängigen Versionen von Linux, darunter CoreOS, CentOS, Ubuntu sowie Redhat, und das komplette Ressourcen-Management des Host-Betriebssystems wie Multiplexing und Zeitschachtelung weiterhin verwenden.

Es läuft direkt auf Hardware oder auf einer virtualisierten privaten Cloud wie VMware oder OpenStack. Zudem läuft die Plattform mit „Amazon AWS“, „Google GCE“, „Digital Ocean“, „Microsoft Azure“, Rackspace, „VMware vCloud Air“.

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