Kompakt und modular – die neue unterbrechungsfreie Stromversorgung Eaton-USVs geleiten Rechenzentren in den Energiesparmodus

Redakteur: Ulrike Ostler

Seit Donnerstag gibt es eine weitere Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung auf dem Markt: „93PM UPS“ von dem US-Anbieter Eaton. Gebaut in Espoo, Finnland, trumpft sie mit einem sehr hohen Effizienzgrad auf, sowohl im Doppelwandlerbetrieb, hier liegt er bei einer Last von 200 Kilowatt bei rund 97 Prozent, als auch im Energiesparmodus bei bis zu 99 Prozent.

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Einer der Test-Ingenieure der USV-Fabrik von Eaton in Espoo, Finnland, demonstriert das Ergebnis eines Effiziuenztests für die USV-Anlage "Eaton 93 PM UPS" bei rund 100 Kilowatt im Doppelwandlerbetrieb: zu rund 97 Prozent effizient. (Weitere Bilder aus der Fabrikation in Espoo: siehe Link unten, zur Bildergalerie)
Einer der Test-Ingenieure der USV-Fabrik von Eaton in Espoo, Finnland, demonstriert das Ergebnis eines Effiziuenztests für die USV-Anlage "Eaton 93 PM UPS" bei rund 100 Kilowatt im Doppelwandlerbetrieb: zu rund 97 Prozent effizient. (Weitere Bilder aus der Fabrikation in Espoo: siehe Link unten, zur Bildergalerie)
(Bild: Ostler)

Die Eaton-USV-Anlage 93 PM UPS ist ein modulares System. In einem Rack können auf einer Stellfläche von 0,5 Quadratmeter 30 bis 200 Kilowatt zur Verfügung gestellt werden – zur Überbrückung von Stromausfällen und zum Ausgleich von Leistungsschwankungen in der Stromversorgung.

In Europa, so führt Cyrill Brisson, Vice President der Abteilung „Power Quality“ in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, aus gibt es in den Rechenzentren ungefähr 200.000 installierte Einheiten dieser Größenordnung. Sie benötigen rund 14 Tera-Watt.

Würden in Europa statt der bisherigen USV-Systeme Eaton-Anlagen der Serie 93PM UPS eingesetzt, ließe sich jede Menge Umweltbelastung ausschließen und bis zu 450 Millionen Euro sparen, so Eaton.
Würden in Europa statt der bisherigen USV-Systeme Eaton-Anlagen der Serie 93PM UPS eingesetzt, ließe sich jede Menge Umweltbelastung ausschließen und bis zu 450 Millionen Euro sparen, so Eaton.
(Bild: Eaton)
Das erzeugt jede Menge CO2-Ausstoß. Ließen sich die bisherigen Anlagen durch solche der Serie 93 PM UPS ersetzen, könnte sich der Ausstoß bereits im Doppelwandlerbetrieb mehr als halbieren; beim Betrieb im Energiespar-Modus betrüge der Schadstoffausstoß gerade einmal 14,3 Prozent (siehe: Abbildung 1).

Unsicherheitsfaktor Energiepreis

Die Instabilität der Energiepreise ist ein europaweiter Trend. Die Grafik zeigt die Preisentwicklung vom 15. Januar 2012 bis zum Juni des vergangenen Jahres. Island, heir nicht aufgeführt punktet mit stabilen Preisen durch Energie aus Wasserkraft, Geothermie und im Vergleich zum rest von Europa im höchsten Grad zuverlässige Stromnetze.
Die Instabilität der Energiepreise ist ein europaweiter Trend. Die Grafik zeigt die Preisentwicklung vom 15. Januar 2012 bis zum Juni des vergangenen Jahres. Island, heir nicht aufgeführt punktet mit stabilen Preisen durch Energie aus Wasserkraft, Geothermie und im Vergleich zum rest von Europa im höchsten Grad zuverlässige Stromnetze.
(Bild: Eaton)
Das sei Grund genug, sich um den Effizienzgrad von USV-Anlagen und gegebenenfalls einen Austausch Gedanken zu machen, sagt Brisson. Bis sich eine solche Anlage rentiere, dürften 2 bis 3 Jahre verstreichen. Wie schnell, hängt auch von den Energiepreisen ab (siehe: Grafik 2).

Trotzdem vertrauen die Unternehmen in Europa kaum dem Energiesparmodus. Während in den USA nahezu 80 Prozent der Eaton-Kunden die Option zum Stromsparen nutzten, so Brisson, seien das in Europa gerade einmal 10 Prozent. Vorreiter sind hier übrigens die dänischen Kunden und dann der gesamte nordeuropäische Wirtschaftsraum.

Das sei manchmal geradezu frustrierend, so der Manager, da sich erst langsam und quasi per Mundpropaganda herumspreche, dass der Energiesparmodus, der bei Eaton als „Energy Saver System“ (ESS) bezeichnet wird, nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit Einbußen in der Verfügbarkeit sei. Die 93PM UPS benötige im Übrigen gerade einmal 2 Millisekunden, um vom Energiesparen auf Doppelwandler umzuschalten, sollte das notwendig sein.

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