Kompakt und modular – die neue unterbrechungsfreie Stromversorgung

Eaton-USVs geleiten Rechenzentren in den Energiesparmodus

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Der Wikileaks-Hoster

Abbildung 5: Bahnhof gehört zu den Kunden von Eaton.
Abbildung 5: Bahnhof gehört zu den Kunden von Eaton.
(Bild: Bahnhof)
Zu den Kunden, die die Eaton-Anlagen einsetzen gehören die Bahnhof-Rechenzentren. Bahnhof ist ein Service-Provider, der Wavelength Multiplexing anbietet, aber auch Hosting und Co-Location. Die Basis ist in Stockholm, wo sich 500 Rack-Reihen befinden. Unter anderem werden hier die Wikileaks-Daten verwahrt, was den Service-Provider zu ein paar zuätzlichen Sicherungsmaßnahmen veranlasst hat, wie CTO Gustav Bergquist bemerkt – erläutern will er sie nicht.

Über die Möglichkeiten des Energiesparens hingegen spricht er gerne: “Alte Schule“ ist nach seinen Ausführungen eine Betrachung, die sich lediglich auf die Energie-Versorgung und –Effizienz innerhalb der Rechenzentrumsmauern bezieht, also auf die IT-Ausstattung. Der Paradigmenwechsel bedeutet, die Effizienz außerhalb dieser Mauer mit einzubeziehen.

Abbildung 6: Bahnhof-CTO Gustav Bergquist setzt seit 8 Monaten Eaton-USVs der Serie 9395 ein.
Abbildung 6: Bahnhof-CTO Gustav Bergquist setzt seit 8 Monaten Eaton-USVs der Serie 9395 ein.
(Bild: Ostler)
Dennoch läuft auch bei ihm die Eaton-USV zunächst einmal im Pilotstadium auf Energiesparflamme.“ Wir sind vorsichtig“, sagt er.

Das Vertrauen gilt in erster Linie ....

Denn für Bergquist erscheint das Stromversorgungsnetz als Unsicherheitsfaktor. Er sagt: "Für mich ist die USV-Anlage die zuverlässigere Energiequelle. Darauf vertraue ich, nicht auf den Energielieferanten. Sie funktioniert, wenn das Netz flattert."

Allerdings treibt das Unternehmen ansonsten das Energiesparen weit voran. „Was tun wir, wenn uns zuhause oder im Büro zu warm ist? Wie reißen das Fenster auf – und regeln nicht die Temperatur runter“, macht er die Energieverschwendung klar, die zumeist auch mit freier Kühlung in Datacenter einhergeht (siehe: Abbildung 5).

Abbildung 7: Ein PUE-Wert von 1.1 bedeutet: 100 Prozent der im Rechenzentrum erzeugten Hitze wird an die Atmosphäre abgegeben, führt Gustav Bergquist, CTO von Bahnhof, aus.
Abbildung 7: Ein PUE-Wert von 1.1 bedeutet: 100 Prozent der im Rechenzentrum erzeugten Hitze wird an die Atmosphäre abgegeben, führt Gustav Bergquist, CTO von Bahnhof, aus.
(Bild: Bahnhof)
Jetzt wird die Abwärme für die Heizung von 3.500 Stockholmer Wohnungen genutzt. Dafür reicht allerdings die erzeugte Wärme nicht. Bahnhof setzt einen Generator ein, der die Temperatur auf 70 Grad erhöht. Das kostet, sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb und erhöht den PUE. Dennoch wird sich das System, das derzeit erst 1.000 Wohnungen versorgt, in zwei bis vier Jahren rentiert haben.

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