Was war los auf der Konferenz Perform Europe 2018?

Dynatrace bringt Performance-Probleme aufs Holo-Deck

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Auch auf der Dynatrace-Konferenz „Perform Europe 2018“ wurde klar: Die Aufgaben des Rechenzentrums verändern sich im Multi-Cloud-Zeitalter.
Auch auf der Dynatrace-Konferenz „Perform Europe 2018“ wurde klar: Die Aufgaben des Rechenzentrums verändern sich im Multi-Cloud-Zeitalter. (Bild: Dr. Dietmar Müller)

Die Anwendungsentwicklung und -überwachung ist zu einer Königsdisziplin für IT-Teams geworden. Auf der „Performe Europe 2018“-Konferenz präsentierte Performance-Spezialist Dynatrace neue Features seiner Monitoring-Software.

Dynatrace hat in Barcelona seine Perform Europe 2018-Konferenz abgehalten und sich als künftige neue IT-Großmacht im Multi-Cloud-Umfeld zu erkennen gegeben. Das schnell wachsende, ursprünglich in Linz, Österreich, gegründete Unternehmen verspricht seinen Kunden schnelle Lösungen für alle Performance-Probleme – und wird daher von vielen Enterprises eingesetzt. Nun will man auch den Mittelstand für sich gewinnen.

Eine zur Konferenz freigegebene Studie von Vanson Bourne belegt in diesem Zusammenhang, dass die Aufrechterhaltung der Performance von Anwendungen für CIOs mittlerweile zum Hauptbestandteil ihrer Arbeit geworden ist. Andreas Grabner, DevOps Activist, sagt: „Jedes Unternehmen auf der Welt ist nun ein Software-Unternehmen. Marktführer wie Amazon geben jede Sekunde eine andere Software frei. Entsprechend findet die moderne Anwendungsentwicklung agil und kurzzyklisch in dynamischen Multi-Cloud-Umgebungen statt.“

Zudem erwarteten die Endanwender, dass die vielen neuen Updates ohne Probleme funktionierten. Das stelle die IT vor die Herausforderung, noch schneller in Cloud-nativen Architekturen zu liefern und den Kunden zu bedienen.

Performance in Multi-Cloud-Umgebungen

In Barcelona standen zunächst Weiterentwicklungen der Dynatrace Software „Intelligence Platform“ im Vordergrund. Sie offeriert einen Überblick über Performance-bezogenen Daten in Multi-Cloud-Umgebungen. Lädt etwa eine Shopping-Website nicht schnell genug, geht Online-Händlern viel Geld verloren. Dynatrace Software Intelligence entwirft eine Art Landkarte der verzweigten Abhängigkeiten von Anwendungen im Rechenzentrum und darüber hinaus – und kann deren Performance-Probleme bis zum einzelnen Endkunden zurückverfolgen.

Neu sind nun so genannte Management Zones – Filter, die rollenbasierte Einblicke in die Performance von Anwendungen in AWS, Microsoft Azure, Kubernetes, Pivotal Cloud Foundry, Google Cloud Platform, Openshift, SAP Cloud Platform und VMWare geben. Eine weitere, taufrische Ankündigung war die Möglichkeit, Logfiles für längere Zeit abzuspeichern.

Florian Ortner, CPO bei Dynatrace, stellt die Neuerungen in der eigenen Software vor.
Florian Ortner, CPO bei Dynatrace, stellt die Neuerungen in der eigenen Software vor. (Bild: Dr. Dietmar Müller)

Wie Florian Ortner, CPO bei Dynatrace, erläutert, gehen diese etwa verloren, wenn Anwendungen nicht funktionieren und vernichtet werden. Damit verschwinden aber auch die Einblicke in Peformance-Probleme. Diese Ankündigung war so frisch, dass sie noch nicht weiter elaboriert werden konnte.

Die Holo Lens für App-Landkarten

Neben vielen Keynotes und Präsentationen wurde auch „Holo Lens“ vorgeführt, ein multidimensionales Verfahren zur Darstellung von App-Abhängigkeiten. Das Team um Alois Reitbauer, Chief Technology Strategist, hat dafür eine Virtual Reality entwickelt, in der Performance-Probleme in einem weltweit verzweigten Netzwerk mittels Datenbrillen „gesehen“ werden können. Denn zweidimensionale Darstellungen von „Dependencies“ würden den heutigen verzweigten Systemumgebungen nicht mehr gerecht. Noch ist das Verfahren im Versuchsstadium, Reitbauer hofft in Bälde erste Anwender gewinnen zu können.

Das "Mastermind" hinter Dynatrace: der sympatische CTO und Gründer Bernd Greifeneder.
Das "Mastermind" hinter Dynatrace: der sympatische CTO und Gründer Bernd Greifeneder. (Bild: Dr. Dietmar Müller)

DataCenter-Insider hat sich auch ausführlich mit dem Gründer und CTO von Dynatrace, Bernd Greifeneder, zur Zukunft des Rechenzentrums im Multi-Cloud-Zeitalter unterhalten. Mitarbeiter nennen ihn nicht ohne Grund den Mastermind der Firma. Auch den Marketing-Chef Dave Anderson haben wir gefragt, wie genau KI zum Entdecken und Beheben von Performance-Problemen eingesetzt werden kann. Wir präsentieren diese Interviews in Kürze.

*Dr. Dietmar Müller ist freier Journalist und lebt in Niederbayern.

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45326551 / Anwendungen)