Daxten geht mit der Stromverteilung im Rechenzentrum an die Decke

Drahtlos mit Daxten: Power-Management, -Metering und -Monitoring

| Redakteur: Ulrike Ostler

„Starline“-Schienen von Daxten verlaufen unter der Decke eines Rechenzentrums.
„Starline“-Schienen von Daxten verlaufen unter der Decke eines Rechenzentrums. (Bild: Daxten)

Daxten bietet Tools für Metering, Monitoring und Reporting der Stromversorgung, auf Schienen-, Phasen-, Abgangskästen-, Rack-, PDU-, IT-Komponenten und Netzkabel-Ebene an. Der Clou: Viele Messdaten lassen sich auch drahtlos erfassen und können auf nur einer Systemebene konsolidiert verarbeitet sowie dargestellt werden.

Schon seit über drei Jahren setzt Daxten, Anbieter von Produkten zur Optimierung der Power- und Kühlungsinfrastruktur in Rechenzentren, auf die „Starline“-Schiene. Diese dient der physischen Verteilung von Strom in RZ-Umgebungen.

Jüngst wurde das modulare System um drei neue Varianten mit 250, 400 und 800 Ampere zur Montage an der Decke oder im Doppelboden eines Datacenter erweitert. Damit steht Anwendern laut Daxten erstmals für alle Leistungsanforderungen ein Schienensystem zur Power-Distribution zur Verfügung, bei dem ein Erweitern und Rekonfigurieren werkzeugfrei und ohne eine Unterbrechung der Stromversorgung möglich ist.

Die etwa für die Elektrifizierung von Racks erforderlichen Abgangskästen werden dafür über eine spezielle Befestigungsmimik in das Schienenprofil eingesetzt und über einen anschließenden 90 Grad-Dreh fixiert. Per Drop-Kabel oder einer 16-, 32- oder 63- Ampere-Anschlussbuchse lässt sich dann die Verbindung des Schienen-Abgangskastens zu einer PDU (Power Distribution Unit) im Rack herstellen. Über diese wird der Strom an die aktive Hardware eines Racks geführt.

Ein Tool für das Metering, Monitoring und Reporting

Um aber im Hinblick auf Energie- und Ressourcen-Effizienz aus der bestehenden Power-Infrastruktur das Bestmögliche haruszuholen, bietet Daxten nun umfassende Werkzeuge für das Metering, Monitoring und Reporting der Stromversorgung an und zwar auf Schienen-, Phasen-, Abgangskästen-, Rack-, PDU-, IT-Komponenten und Netzkabel-Ebene. Zudem lassen sich die Messdaten auf wireless erfassen, konsolidieren und darstellen.

Bei den Schienen, Phasen und Abgangskästen misst das Werkzeug „Starline Critical Power Manager“ (CPM) jeweils die anliegende Spannung, Stromstärke, die Stromversorgung insgesamt sowie die vorherrschenden Temperaturen. Das System wird dazu entweder als Steckmodul kabellos an der Starline-Stromschiene angebracht oder ist bereits in einen Abgangskasten integriert.

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So lassen sich alle relevanten Parameter wie Volt, Ampere, Kilowatt, Kilowattstunde, Kilovoltampere, Phasenwinkel, Gesamtstrom, Grad Celsius in Echtzeit kontrolliert, automatisch protokolliert und als Energie-Reports zur Verfügung stellen. Ferner die erfassten Werte über ein Web-Interface sowie im Wireless-Verfahren an bestehende Datacenter- oder Gebäude-Management-Anwendungen (BMS) übertragbar. Ein im Gehäuse des CPM integrierter Touchscreen gestattet zudem den lokalen Abruf und die Verwaltung der Strom- und Temperaturdaten, direkt an der Schiene oder an den Abgangskästen.

Auf der PDU-, Rack- und IT-Komponenten-Ebene

Für die Kontrolle der Ströme bei den PDUs, auf Rack-Level oder Ebene der angeschlossenen aktiven Hardware stehen bei den über Daxten vertriebenen Herstellern entweder proprietäre Bedien-Interfaces, systemübergreifende Power-Management- oder gar umfassende System für das Data Center Infrastructure Management (DCIM) zur Verfügung. Diese lassen sich entweder lokal über die serielle Schnittstelle oder aus der Ferne per Web-Browser oder Management-Applikation bedienen.

Die gewonnenen Leistungsinformation, einschließlich Verbrauchsdaten (kW und kWh) lassen sich nun gruppieren, etwa für Fakturierungszwecke und Leistungsüberwachung sowie für Leistungsberichte und Trendreports zu Stromverbräuchen und Temperatur. Das kann sowohl für jeden einzelnen Stromanschluss auf der PDU als auch für Port-Gruppen, die gesamte Stromleiste, per Höheneinheit, ganzem Rack, pro Rack-Reihe sowie für die gesamte RZ-Umgebung geschehen.

Bei den vielfältigen Power-Management-Funktionen der Anwendungen ist insbesondere die Option, Schwellenwerte für Strom- und Temperaturparameter zu setzen, hervorzuheben: Werden kritische Werte überschritten, erfolgt eine Alarmierung per SNMP, SMS oder E-Mail. Das erlaubt dem RZ- oder Facility-Fachpersonal umgehend Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Messintelligenz einfach im Stromkabel

Darüber hinaus lassen sich Szenarien definieren, bei denen Gegenmaßnahmen automatisch, zum Beispiel via SNMP-Traps, vom Management-Tool eingeleitet werden. Außerdem können viele der PDU- oder DCIM-Lösungen wiederum in ein übergreifendes BMS-System eingebaut werden.

Die Kabel von Packet Power, die Von Daxten vermarktet werden, können Stromkennwerte direkt an einem Netz- oder PDU-Kabel erfassen. Denn die gesamte Messtechnik ist in die Stromkabel integriert.
Die Kabel von Packet Power, die Von Daxten vermarktet werden, können Stromkennwerte direkt an einem Netz- oder PDU-Kabel erfassen. Denn die gesamte Messtechnik ist in die Stromkabel integriert. (Bild: Daxten)

Ein echtes Novum stellt laut Daxten die Erfassung der Stromkennwerte direkt an einem Netz- oder PDU-Kabel dar. Dazu hat der ebenfalls über Daxten distribuierte Hersteller Packet Power die gesamte Messtechnik in seine Stromkabel integriert.

Sobald diese an die IT-Peripherie, wie PDUs, Server und serielle Geräte angeschlossen sind, startet die Erfassung sämtlicher Stromparameter, Volt, Ampere, Watt, Wechselstromverbrauch, Leistungsfaktor und Verbrauchsspitzen beispielsweise, sowie der Temperaturwerte. Die für jedes Kabel erfassten Daten lassen sich über ein Wireless-Netzwerk zusammenführen und an viele gängige Power-Management-, DCIM- oder BMS-Systeme zur Aufbereitung und Auswertung weiterleiten.

Zentral: Auswertung und Verbesserungen im Stromverbrauch

Die Messwerte aller in das Stromverteilungs- und -verbrauchssystem eines Rechenzentrums eingebundenen Komponenten laufen per Web, über Kupferkabel, Glasfaser- oder Wireless-Verbindungen auf. Sie werden dann entweder über ein jeweils dediziertes Power-Management-Tool oder eine systemübergreifende DCIM- oder BMS-Lösung zentral erfasst.

Anschließend lassen sich die Daten bündeln, auswerten und zu detaillierten Verbrauchsberichten aufbereiten. Nur auf dieser Basis lasse sich eine komplette Power-Infrastruktur kontrollieren, analysieren und evaluieren, so der Anbieter.

Und nur so lasse sich auch der PUE-Wert (PUE = Power Usage Effectiveness) solide ermitteln und es könnten letztendlich die berühmten „Stellschrauben“ angesetzt werden, um die Energie- und Ressourcen-Effizienz in einer RZ-Umgebung maßgeblich und nachhaltig zu steigern.

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