Audi gibt der Innovation mit Kubernetes-Plattform Gummi Die Vorteile einer As-a-Service-Entwicklungsumgebung

Von Ulrike Ostler

Unternehmen, die Innovationen konsequent vorantreiben und die Anwendungsentwicklung beschleunigen wollen, benötigen eine adäquate IT-Plattform. Sie sollte unterschiedlichste Applikationen und Use Cases unterstützen und sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch über einen oder mehrere Cloud-Anbieter hinweg einsetzbar sein. Soweit, so gut. Laut Harald Ruckriegel kann „Red Hat Openshift“ genau das sein.

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Rallye Dakar 2022: Audi RS Q e-tron #224 (Team Audi Sport), Mattias Ekström/Emil Bergkvist
Rallye Dakar 2022: Audi RS Q e-tron #224 (Team Audi Sport), Mattias Ekström/Emil Bergkvist
(Bild: Audi Communications Motorsport / Julien Delfosse, DPPI)

Egal, welchen Vertreter eines Automobilbauers man auf IT-Konferenzen trifft – schon vor des Corona-Ausbruchs – sie sind sich einig: Die Zukunft liegt im Angebot von ‚Services‘. Hier entspringen die Geldquellen mit hohen Margen, nicht im Bau von Fahrzeugen. Doch diese entstehen nicht durch Zauberhand; es braucht viele Entwickler, Softwarecontainer und …. Harald Ruckriegel, Chief Technologist Automotive and Strategic Business Development bei Red Hat, zeigt die Möglichkeiten auf, die die Enterprise-Kubernetes-Plattform Red Hat Openshift dabei bietet.

Harald Ruckriege ist, Chief Technologist Automotive and Strategic Business Development bei Red Hat und hat den größten Teil dieses Beitrags verfasst.
Harald Ruckriege ist, Chief Technologist Automotive and Strategic Business Development bei Red Hat und hat den größten Teil dieses Beitrags verfasst.
(Bild: Red Hat)

Innovative Entwicklungsvorhaben erfordern eine sichere, stabile und skalierbare Umgebung. Ebenso wichtig ist eine flexible, modulare Architektur, die Risiken reduziert, Abhängigkeiten beseitigt und iteratives Arbeiten unterstützt. Nur mit einem flexiblen System können Unternehmen, die sich dynamisch entwickelnden Geschäftsanforderungen erfüllen.

Die Zeiten des starren ´Plan-Build-Run`-Schemas sind schließlich vorbei und kurzfristig erforderliche Anpassungen und Erweiterungen an der Tagesordnung. Sebastian Kister, Product Team Lead und Product Owner, Kubernetes und Public Clouds bei der Audi AG, drückt es genau so aus: „Die Zeiten von 'plan, build, run' sind vorbei. Man kann nicht erwarten, dass ein System zehn Jahre lang so Jahre läuft.“

Nicht zuletzt sollte eine Entwicklungsumgebung auch Multicloud-Kompatibilität bieten, da Unternehmen in verstärktem Maße mehrere Cloud-Plattformen nutzen. Ein maßgebliches Entscheidungskriterium und Design-Prinzip für moderne Architekturen ist das Prinzip der Plattform-Agnostik.

Selbstbedienung für Entwickler

Viele Unternehmen – wie etwa der deutsche Automobilhersteller Audi – bewältigen diese Herausforderungen mit Red Hat Openshift, einer Enterprise-Kubernetes-Plattform für die Konzeption, Automatisierung, Skalierung und Verwaltung von Container-basierten Applikationen. Durch die Automatisierung des gesamten Stacks, eine konsistente User Experience in allen Umgebungen und Self-Service-Provisionierung können Entwickler einfacher zusammenarbeiten und ihre Ideen schneller und effizienter umsetzen.

Die Plattform ist als vollständig gemanagter Cloud-Service auf allen führenden Public Clouds oder auch als selbst verwaltete Software für Unternehmen verfügbar. Red Hat unterstützt seit nunmehr fast 30 Jahren das Prinzip der Vermeidung von Vendor-Lock-ins.

Mit Red Hat Openshift lässt sich eine As-a-Service-Entwicklungsumgebung aufbauen, die auf Open-Source-Technologie basiert. Das bringt Flexibilität und Skalierbarkeit bei gleichzeitiger Vermeidung von Anbieterabhängigkeit. Die Umgebung unterstützt eine schnelles Bereitstellung von Anwendungen auf einer stabilen, Cloud-übergreifenden Basis. Damit können mehrere zentrale Ziele vieler Unternehmen erreicht werden:

  • 1. Kürzere Markteinführungszeit: Bisher geraten Projekte aufgrund zeitaufwändiger Bereitstellungsprozesse, die oft bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen, in einen zeitlichen Verzug. Mit der Automatisierung können schnell Kubernetes-Cluster und Add-ons für jedes Projekt zur Verfügung gestellt werden. Dies ermöglicht sowohl erfahrenen Entwicklern als auch Kubernetes-Neulingen eine effizientere Arbeitsweise bei der Konzeption, beim Deployment und bei der Migration von innovativen Lösungen in On-Premise- und Cloud-Umgebungen.
  • 2. Unterstützung unterschiedlichster Applikationen: Eine Kubernetes-Umgebung bietet für verschiedenste Plattformen, Applikationen und Projekte eine einheitliche Basis. Damit besteht auch eine sichere Laufzeitumgebung mit geringen Abhängigkeiten für Container und Projekte.
  • 3. Verbesserte Skalierbarkeit: Eine modulare, anpassungsfähige Container-Infrastruktur und eine robuste Automatisierungstechnologie unterstützen die Skalierung von Anwendungen unter Verwendung gemeinsam genutzter Ressourcen – unabhängig von der zugrunde liegenden physischen Infrastruktur.
  • 4. Audi hat für sein Open-Source-Projekt den „Red Hat EMEA Digital Leader Award“ in der DACH-Region erhalten. Die Awards vergibt Red Hat gemeinsam mit Intel und IDC an Unternehmen, die Innovationen und die Digitale Transformation unter Nutzung von Technologien und Services von Red Hat erfolgreich vorantreiben.

Openshift bei Audi

Kister sagt: „Um in einer sich ständig verändernden Umgebung zu überleben, brauchten wir ein mandantenfähiges System mit der Möglichkeit, bei Bedarf kleine Anpassungen und Updates vorzunehmen.“ Audi nutzt Openshift als Basis seiner neuen Self-Service-Entwicklungsumgebung „Kubika-O“.

Mit der mandantenfähigen Kubernetes-Umgebung können die Entwickler des Unternehmens neue Projektumgebungen etwa für Diagnosen, das Datenmanagement oder Emissionen schneller konzipieren, bereitstellen und skalieren als bisher. Die Case Study berichtet von um Monate verkürzte Projektvorlaufzeiten. Denn früher gerieten Projekte aufgrund zeitaufwändiger Bereitstellungsprozesse in Rückstand, die Vorlaufzeiten von bis zu sechs Monaten erfordern konnten.

Durch eine Automatisierung kann Audi IT nun schnell maßgeschneiderte Kubernetes-Cluster und Add-ons für jedes Kubika-O-Projekt bereitstellen. Sowohl erfahrene Entwickler als auch Kubernetes-Neulinge können nun effizienter arbeiten, um Lösungen bereitzustellen - On-Premises- und in Cloud-Umgebungen.

Dabei nutzt Audi den Openshift-Service von AWS und „Microsoft Azure Red Hat Openshift“– gemeinsam verwaltete Dienste, die nativ auf AWS beziehungsweise Microsoft Azure angeboten werden.

Die Kubernetes-Umgebung unterstützt betriebliche Anwendungen wie „Audi Open Source Diagnostics“, das Konzernmessdaten-Management und der CO2-Flottenemissionsdienst zur Reduktion der Schadstoffe.

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