Aus Kraftwerksstandort soll (teils) Rechenzentrum werden Uniper will in Großkrotzenburg einen Re­chen­zen­t­rums­cam­pus bauen

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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In Hessen will Uniper am ehemaligen Kohlekraftwerksstandort Staudinger in Großkrotzenburg einen Rechenzentrumscampus bauen. Geplant sind Rechenzentren, Batteriespeicher und ein wasserstofffähiges Kraftwerk.

Blick auf's Kraftwerk Staudinger 2019: Hier plant Uniper die Entwicklung eines Rechenzentrumscampus mit Energieinfrastruktur.(Bild:  Kraftwerk Staudinger - power plant Staudinger /Alban.py / CC BY-SA 2.0)
Blick auf's Kraftwerk Staudinger 2019: Hier plant Uniper die Entwicklung eines Rechenzentrumscampus mit Energieinfrastruktur.

Der Energiekonzern Uniper plant am Kraftwerksstandort Staudinger im hessischen Großkrotzenburg den Aufbau eines Rechenzentrumscampus. Die Anlagen sollen auf Flächen entstehen, die nach dem Rückbau stillgelegter Kohlekraftwerksblöcke frei werden.

Für Rechenzentren sollen nach bisherigen Angaben rund 20 Hektar der Fläche genutzt werden. Wie viele Rechenzentrumsgebäude entstehen und welche Betreiber die Flächen nutzen, ist derzeit noch offen. Gespräche mit Investoren laufen.

Der Standort verfügt bereits über bestehende Energie- und Netzinfrastruktur. Der Netzbetreiber Tennet erweitert das bestehende Umspannwerk, um zusätzliche Kapazitäten für Großverbraucher bereitzustellen.

Energieversorgung mit Kraftwerk und Speichertechnik

Neben den Rechenzentren plant Uniper weitere Energieprojekte am Standort. Dazu gehört ein neues wasserstofffähiges Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer geplanten Leistung von rund 900 Megawatt. Die Anlage soll flexible Erzeugungskapazitäten bereitstellen und erneuerbare Energien ergänzen.

Zusätzlich ist ein Batteriespeicher vorgesehen, der kurzfristig verfügbare Leistung für das Stromnetz bereitstellen soll. Uniper sieht in der Kombination aus Rechenzentren, Speichertechnologien und flexibler Stromerzeugung eine Möglichkeit, die wachsende Nachfrage digitaler Infrastruktur mit der Transformation des Energiesystems zu verknüpfen.

Uniper entwickelt weitere Standorte für Rechenzentren

Der Standort Großkrotzenburg ist Teil einer größeren Strategie des Energiekonzerns. Uniper hat nach eigenen Angaben mehr als zehn eigene Kraftwerksstandorte identifiziert, die sich für Rechenzentren eignen. Drei Projekte befinden sich bereits in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase.

Bis 2030 will Uniper rund fünf Milliarden Euro in die Transformation des Energiesystems investieren. Ein Teil davon soll in flexible Erzeugungskapazitäten, erneuerbare Energien und die Weiterentwicklung bestehender Standorte fließen.

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