IT-Marktprognose Gartner erwartet 2026 weltweite IT-Ausgaben von 6,37 Billionen Dollar

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Laut Gartner sollen die globalen IT-Ausgaben 2026 um 14,2 Prozent steigen. Rechenzentrumssysteme und Infrastructure as a Service wachsen dabei am stärksten – getrieben durch den Ausbau von KI-Infrastruktur.

KI-Infrastruktur und Rechenzentrumssystems treiben laut Gartner das weltweite IT-Ausgabenwachstum 2026 maßgeblich an.(Bild: ©  jamesteohart - stock.adobe.com)
KI-Infrastruktur und Rechenzentrumssystems treiben laut Gartner das weltweite IT-Ausgabenwachstum 2026 maßgeblich an.
(Bild: © jamesteohart - stock.adobe.com)

Die weltweiten IT-Ausgaben sollen im Jahr 2026 auf 6,37 Billionen Dollar steigen. Das entspräche einem Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Marktforschungsunternehmen Gartner mitteilte. Als stärkste Wachstumstreiber nennt Gartner die Ausgaben für Rechenzentrumssysteme und Infrastructure as a Service (IaaS).

Rechenzentrumssysteme mit dem stärksten Zuwachs

Nach der Gartner-Prognose sollen die Ausgaben für Rechenzentrumssysteme 2026 auf 822 Milliarden Dollar ansteigen.Das entspricht einem Plus von 62,5 Prozent gegenüber den 506 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2025. Damit wächst kein anderes der von Gartner erfassten Marktsegmente schneller. Bei IaaS rechnet Gartner mit einem Anstieg von 222 auf 287 Milliarden Dollar, was einem Plus von 29,3 Prozent entspräche. Zum Vergleich: Die Ausgaben für Software sollen im selben Zeitraum um 15,5 Prozent, für klassische IT-Services lediglich um 5,3 Prozent zulegen.

John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner, ordnet die Zahlen als Ausdruck eines historisch beispiellosen Infrastrukturaufbaus ein. Laut Lovelock handle es sich beim Aufbau der für Künstliche Intelligenz (KI) notwendigen Rechenkapazitäten um das größte Infrastrukturprojekt, das die Menschheit je in Angriff genommen habe. Hyperscaler und Unternehmen würden ihre Rechenzentrumskapazitäten der nächsten Generation derzeit in hohem Tempo ausbauen, um steigende KI-Workloads und den Bedarf an Hochleistungsrechnen zu bedienen.

KI-Infrastruktur als zentraler Kostentreiber

Separate Gartner-Daten zur KI-Infrastruktur unterstreichen diesen Trend: Die weltweiten Ausgaben in diesem Segment, das unter anderem KI-optimierte Server, KI-Netzwerktechnik und entsprechende Halbleiter umfasst, sollen von rund 976 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf etwa 1,43 Billionen US-Dollar im Jahr 2026 steigen. Bei den Auslieferungen von KI-optimierten Servern rechnet Gartner für 2026 mit knapp drei Millionen Einheiten, nach rund 2,35 Millionen im Vorjahr.

Trotz des starken Wachstums warnt Lovelock vor einer undifferenzierten Betrachtung des Marktes. Die IT-Budgets stünden gleichzeitig unter Druck durch Inflation, Lieferengpässe, steigende Hardware- und Speicherpreise sowie durch die hohen Investitionssummen, die KI-Finanzierungsinitiativen erforderten. Nicht alle Marktteilnehmer würden gleichermaßen von der Entwicklung profitieren.

Steigender Energiebedarf als Nebeneffekt

Der Ausbau der KI-Infrastruktur wirkt sich auch auf den Energiebedarf von Rechenzentren aus. Laut einer weiteren Gartner-Analyse soll der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren von 448 Terawattstunden im Jahr 2025 bis 2030 auf 980 Terawattstunden steigen. KI-optimierte Server sollen dabei ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch von Rechenzentren von 21 Prozent im Jahr 2025 auf 44 Prozent im Jahr 2030 ausbauen und für rund 64 Prozent des zusätzlichen Strombedarfs verantwortlich sein.

Gartner stützt seine Prognosen nach eigenen Angaben auf die Analyse von Verkaufsdaten von mehr als tausend Anbietern aus dem gesamten IT-Markt, ergänzt durch Sekundärforschung. Weitere Details zur Prognose will Gartner in einem für Gartner-Kunden verfügbaren Webinar sowie im „Gartner Market Databook, 2Q26“ veröffentlichen.

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