Applikationen Performance Management

Die APM-Anbieter im Vergleich bei Forrester Research

| Autor / Redakteur: Jürgen Frisch / Ulrike Ostler

14 Suites für das Application Performance Management vergleicht die Forrester Wave „Application Performance Management Q3 2016“ anhand der Kriterien Produktportfolio, Strategie und Marktpräsenz und verortet sie in die Kategorien Leader (Marktführer), Strong Performer (Starke Position) und Contender (Verfolger). Die Kategorie Challenger (Herausforderer) bleibt leer.
14 Suites für das Application Performance Management vergleicht die Forrester Wave „Application Performance Management Q3 2016“ anhand der Kriterien Produktportfolio, Strategie und Marktpräsenz und verortet sie in die Kategorien Leader (Marktführer), Strong Performer (Starke Position) und Contender (Verfolger). Die Kategorie Challenger (Herausforderer) bleibt leer. (Bild: Forrester)

Dank Online-Shopping haben Webseiten und die damit verbundenen Applikationen maßgeblichen Anteil an der Kundenerfahrung. Forrester Research vergleicht 14 Produkte für das Applikationen Performance Management (APM).

Der Markt für Applikationen Performance Management befindet sich laut Forrester in einer Reifephase, weil sich die Anbieter auf die nützlichen Funktionen geeinigt haben. „Trotz Ähnlichkeiten beim Monitoring unterscheiden sich die Management Suites in ihren Fähigkeiten zur Automatisierung und darin, ob und wie sie in den Analysen auf etwaige Fehlerursachen verweisen“, berichtet Forrester-Analyst Milan Hanson. „Als ein weiteres Unterscheidungsmerkmal werten wir die Fähigkeit der Suites, die Qualität der Kundenerfahrung und nicht nur die Verfügbarkeit der Systeme zu prognostizieren.“

Die Forrester Wave „Application Performance Management Q3 2016“ vergleicht 14 Lösungen für Application Performance Management Suites anhand der Kriterien Produktportfolio, Strategie und Marktpräsenz und verortet sie in die Kategorien Leader (Marktführer), Strong Performer (Starke Position) und Contender (Verfolger). Die Kategorie Challenger (Herausforderer) bleibt leer.

Die APM-Marktführer:

Dynatrace glänzt mit übergreifendem Monitoring und künstlicher Intelligenz.

Seit dem Spin-off von Compuware im Dezember 2014 positioniere sich Dynatrace als reiner Anbieter von Performance-Management-Lösungen. Die Lösung überwache selbsttätig Geschäftstransaktionen und Applikationen und komprimiere die Ergebnisse in „Pure Paths“. Diese Analysen zeigten die Visits der Anwender bis auf die Code-Ebene und ermöglichten es Anwendungsentwicklern und Operatoren, Anwendungen und Microservices inhouse und in der Cloud sehr fein zu überwachen und zu optimieren. Die Analyse nutze Algorithmen aus der künstlichen Intelligenz.

AppDynamics bietet business-orientierte Echtzeit-Analysen.

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Die „Platform App IQ“ von AppDynamics analysiere die Laufzeit von Applikationen und lerne anhand des Inputs, welche Transaktionen für die Anwender wichtig sind. Lasse die Performance hier nach, speichere die Applikation ein Systemabbild der jeweiligen Anwendung. Das soll eine tief gehende Fehleranalyse ermöglichen.

Die Auswertung umfasse Anwendungsdaten, Log-Dateien, Infrastrukturdaten, die Eingaben des Anwenders sowie Daten aus dem geschäftlichen Umfeld. Gezeigt würden die Fehlerursache, mögliche Gegenmittel sowie eine Vorhersage des nächsten Engpasses. AppDynamics biete ein solides Monitoring von Inhouse- und Cloud-Anwendungen, Microservices. und Containern.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat eine starke Vision für die Zukunft.

Die Tools für Application Performance Management und mobile Performance Management umfassen laut Forrester ein vielfältiges Portfolio, um maschinelle Transaktionen und solche von Anwendern auch auf mobilen Devices zu überwachen. Die „Application App Pulse“ überwache mobile Clients und erfasse dabei den Input der Anwender, die Details der mobilen Devices sowie die verfügbare Bandbreite der Carrier-Netze.

Die Monitoring-Lösungen von HPE seien sehr ausgereift und enthielten darüber hinaus moderne Elemente wie das Performance-Testing virtueller Maschinen und cloud-basierter Microservices. Die Ergebnisse würden in rollenbasierten Dashboards analysiert. HPE wolle mit seinen Lösungen den Weg ins kundenorientierte Zeitalter weisen. Das könne sich ändern wenn die Lösungen in ein Spin-off mit Micro Focus wanderten, so wie es im September angekündigt wurde.

Die Kategorie Challenger (Herausforderer) bleibt leer.
Die Kategorie Challenger (Herausforderer) bleibt leer. (Bild: Forrester)

Die Werkzeuge von New Relic focussieren auf Code-Analyse.

Die Performance-Monitoring-Lösungen von New Relic arbeiteten mit vielfältigen Agents. Diese sammelten auf Basis von Software Development Kits Metriken und Attribute von Devices, Daten über Crashes von Applikationen, Laufzeiten von Transaktionen, deren Business-Umfeld und die Netzumgebung.

Plug-Ins verdichteten die Ergebnisse von Änderungen im IT Service Management, Log-Dateien sowie externe Informationen zur Analyse. Die Agents überwachten die Gesundheit und Performance von inhouse- und Cloud-Infrastruktur sowie physische und virtualisierte Systeme sehr akkurat und ermöglichten ein Drilldown bis auf die Ebene der einzelnen Transaktion in einer virtuellen Maschine oder einem Container. Die Auswertung enthalte eine Ursachenanalyse und prognostiziere den nächsten Engpass. Die Vision und Roadmap von New Relic fokussierten auf Business Optimierung und den Prozessverbesserungs-Ansatz DevOps für die Software-Entwicklung und Systemadministration.

IBM erweitert Performance Management mit cognitiver Analyse.

IBM nutzt laut Forrester Watson-basierte Analytic für das Monitoring von Applicationen und Systemen. Die Auswertung reiche von der Ursachenanalyse über vorgeschlagene Verbesserungsmaßnahmen bis hin zur multivariaten Vorhersagen.

Verbesserungsmaßnahmen leite die Lösung aus der Analyse unstrukturierter Daten wie Aufzeichnungen der Technik-Hotline ab. IBM verfüge über ein großes Angebot an Möglichkeiten zur Infrastrukturanalyse und erziele darüber hinaus gute Werte bei der Echtzeit-Analyse der Anwender, beim Erkennen von Crashes mobiler Applikationen sowie bei der Prognose von deren Auswirkungen auf das Geschäft. Big Blue gehe davon aus, dass sich das Application Performance Management künftig auf Geschäftsmetriken wie den Business Application Key Performance Indicator konzentriere.

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