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Mission-Critical-Systeme in der HP Converged Infrastructure
Dies treibt die Komplexität und die Kosten für die Verwaltung der IT-Infrastrukturen in die Höhe, denn zwei unabhängige und getrennte Architekturen verlangen jeweils nach einer eigenen Administration. Die Mitarbeiter benötigen Kenntnisse und Ausbildung für beide Plattformen. Gleiches gilt für die Wartung, das Monitoring, die Ersatzteilversorgung und weitere Arbeiten zum Betrieb der Systeme.
Im Zuge seiner Converged-Infrastructure-Strategie hat HP diese beiden ehemals getrennten Plattformen in einer zusammengeführt und damit für einen Paradigmenwechsel im Mission Critical Computing gesorgt. Grundlage dafür ist die neue Integrity-Generation, die HP im April 2010 auf den Markt gebracht hat.
Seitdem bietet HP eine einheitliche Blade-Infrastruktur vom x86-System bis zum „Superdome 2“ und der Integrity-Nonstop-Systeme. Im Blade Chassis „c3000“ oder „c7000“ beispielsweise werden Blades für den Mission-Critical-Einsatz mit Itanium parallel zu Xeon-Blades für Standardcomputing betrieben.
Sie sind über gemeinsame Netzteile und Speicheranbindungen ausgestattet und werden über die gleichen Verwaltungskonsolen administriert. Durch den HP Systems Insight Manager beziehungsweise das Matrix Operation Environment erfolgt eine zentralisierte Verwaltung beider Architekturen.
Der Weg zur Cloud durch konvergente Systeme
Durch diese Konvergenz in der Hardware-Ausstattung und Verwaltung entsteht ein gemeinsamer Pool an IT-Ressourcen. Die Bestandteile in diesem Pool sind die Softwaresysteme, Rechen- und Speicherkapazitäten und Netzwerkverbindungen.
Der Pool bietet adäquate Ressourcen sowohl für Mission-Critical- als auch für Non-Mission-Critical-Anwendungen. Durch das Matrix Operating Environment werden die Anwendungssysteme mittels Run Book Automation automatisiert provisioniert und die Dienste auf die Hardware abgebildet.
Dafür stehen Cloud Maps (Templates) bereit. Ein Cloud Map ist eine Best-Practice-Konfiguration für definierte IT-Dienste und SLA mit allen dazu notwendigen Ressourcen-Objekten. Eine Inbetriebnahme erfolgt so in wenigen Stunden oder Minuten.
Die dazu notwendigen Verwaltungs-Tools werden im Matrix Operating Environment gebündelt. Diese Suite umfasst Werkzeuge für das Management, die Überwachung, die Orchestrierung und die Modellierung der Infrastruktur.
Für die Konfiguration und Bestellung der Services steht ein Benutzerportal zur Verfügung, das auch von Mitarbeitern ohne detaillierte IT-Kenntnisse bedient werden kann.
Poulson und die Itanium Roadmap
Die Mission-Critical-Systeme von HP basieren derzeit überwiegend auf dem Intel-Itanium-Prozessor. Vor wenigen Wochen kündigte das Intel das Nachfolgemodell des Tukwila (Codename Poulson) an. Hierbei erhöht Intel die Kerne auf acht. Damit verdoppelt sich die Prozessorleistung. Die Buszugriffe wurden um 33 Prozent gesteigert. Gleichzeitig senkt Intel die Strukturbreite der Halbleiter auf die Hälfte (32nm).
Desweiteren umfasst der Prozessor 54 Megabyte Cash. Poulson beinhaltet außerdem eine weiter verbesserte Fehlererkennung und Korrektur. Das sorgt für höhere Zuverlässigkeit und Robustheit der Systeme und Anwendungen.
Erste Siliziumtests der 3,1 Milliarden Transitoren sind erfolgreich verlaufen. Die Verfügbarkeit des Poulson ist für das Frühjahr 2012 geplant. Der Poulson wird Pin-, Sockel- und Binär-kompatibel zu dem Vorgänger Tukwila sein. Dies sorgt für Investitionssicherheit.
Außerdem treibt Intel die Konvergenz zwischen Xeon und Itanium voran. Der funktionale Aufbau der beiden Prozessoren wurde angeglichen. Dies gilt beispielsweise für die Funktionsblöcke zur Speicheranbindung (Memory Interconnect), die Kopplung der CPUs durch Quickpath oder für das Chipset zur Einbindung der Prozessoren an die Systemboards. Diese Vereinheitlichung der beiden Plattformen ermöglicht eine Standardisierung auf Systemebene, was wiederum zu Kostenvorteilen führt.
HP baut Unix-Marktanteil in Deutschland deutlich aus
Den Erfolg von HPs Converged-Infrastructure-Konzept im Mission Critical Computing kann man laut HP-Manager Munz an den Marktzahlen in Deutschland ablesen: Während der Gesamtmarkt für Unix-Systeme in Deutschland im Jahr 2010 um rund 30 Prozent geschrumpft ist, konnte HP laut IDC seinen Markanteil im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr deutlich (über 4 Prozent) ausbauen (Quelle: IDC, Unix EPIC/RISC Revenue Shares Q4/CY10).
Seit der Markteinführung der neuen Integrity-Generation entwickelt HP diese Systeme kontinuierlich weiter. Mit der Technik „Blade Links“ beispielsweise können Integrity-Blades jetzt auch nachträglich Schritt für Schritt zu einem Zwei-, Vier- oder Acht-Sockel-Verbund verknüpft werden.
Desweiteren steht nun auch die Technik „Virtual Connect Flex 10“ für Mission-Critical-Anwendungen zur Verfügung. Sie sorgt für die Flexibilisierung der Netzwerkanbindung mit dynamischem Bandbreiten-Management. Mit der seit November 2010 verfügbaren Version 6.2 des Matrix Operating Environment können nun auch Unix-Systeme in eine hoch automatisierte Cloud-Umgebung eingebunden werden.
Die Zukunft bringtz
Für die Zukunft plant HP keine gravierenden Veränderungen der Hardware-Plattform. Die technische Weiterentwicklung der Integrity-Systeme wird evolutionär verlaufen, neue Funktionen werden beispielsweise in Form von neuer Software oder Firmware-Releases hinzugefügt.
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