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Verknüpft: Cloud Native und Virtualisierung Virtualisierung in der Cloud-native Welt mit Red Hat Openshift

Redakteur: Ulrike Ostler

„Red Hat Openshift 4.5“ ist die jüngste Version der „Kubernetes“-Plattform von Red Hat und steht zur Eröffnung der „CloudNativeCon/KubeCon“ zur Verfügung. Das Release beinhaltet Openshift-Virtualisierung und unterstützt Unternehmen auf diese Weise dabei, Applikationsbarrieren zwischen einer traditionellen und Cloud-nativen Infrastruktur zu überwinden und die Kontrolle über verteilte Ressourcen zu erweitern.

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Das Band ist geknüpft: Red Hat will mit „Openshift Virtualisierung“ keinesfalls Kubernetes in eine Legacy-Virtualisierungsinfrastruktur integrieren, sondern Virtualisierung auf Kubernetes zum Fliegen bringen.
Das Band ist geknüpft: Red Hat will mit „Openshift Virtualisierung“ keinesfalls Kubernetes in eine Legacy-Virtualisierungsinfrastruktur integrieren, sondern Virtualisierung auf Kubernetes zum Fliegen bringen.
(Bild: moritz320 auf Pixabay)

Im Gartner-Bericht vom 3. Juni 2020 „Assessing Kubernetes for Hybrid and Multicloud Application Portability“ erwarten die Verfasser Alan Waite und Marco Meinardi: „Bis 2022 werden mehr als 75 Prozent der globalen Unternehmen containerisierte Anwendungen in der Produktion einsetzen, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2019 mit weniger als 30 Prozent bedeutet.“

Obwohl diese Prognose darauf hinweist, dass Cloud-native Anwendungen die Zukunft der Geschäftsinnovation und der Entwicklungsschwerpunkt für neue Applikationen sind, nutzen viele Unternehmen immer noch mit hohen Investitionen verbundene geschäftskritische Systeme, die vielfach in traditionellen virtuellen Maschinen (VMs) laufen. Mit der Openshift-Virtualisierung enthält bekommen Kunden eine Plattformfunktion, die es ermöglicht, VM-basierte Workloads in Kubernetes zu integrieren. Damit sollen Workflow- und Entwicklungs-Silos verschwinden, die typischerweise zwischen traditionellen und Cloud-nativen Applikationsumgebungen existieren.

Verknüpfung Cloud-nativer und traditioneller Workloads

Openshift-Virtualisierung wurde erstmals auf dem „Red Hat Summit 2020“ als Technologievorschau vorgestellt. Die Funktion ist jetzt allgemein verfügbar sowie ohne zusätzliche Kosten in Red Hat Openshift Container Platform enthalten. Basierend auf dem Open-Source-Projekt „KubeVirt“ ermöglicht sie Unternehmen die Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, die aus VMs, Containern und Serverless-Funktionen bestehen. Das Ganze läuft auf einer Kubernetes-Plattform, die auf einer Bare-Metal-Infrastruktur betrieben wird.

Letztlich erlaubt OpenShift-Virtualisierung, dass neue und bestehende Anwendungen auf derselben Architektur funktionieren. Damit ist laut Red Hat die Basis für eine konsistente Entwicklungsarbeit und schnelle Umsetzung von Innovationen geschaffen.

Sobald VMs auf Red Hat Openshift migriert und von Red Hat Openshift verwaltet werden, können sie containerisiert oder als virtuelle Maschinen gewartet werden. Dadurch ist es für Anwender möglich, hybride Anwendungen zu entwickeln und bereitzustellen, die auf Containern und VMs basieren und nebeneinander auf derselben Plattform laufen.

Flexibilität bei der Wahl der Infrastruktur

Red Hat Openshift 4.5 bietet außerdem eine Automatisierung von „VMware-vSphere“-Deployments, so dass die Plattform quasi auf Knopfdruck über alle aktuell unterstützten vSphere-Umgebungen bereitgestellt werden kann. Bei der Automatisierung müssen Administratoren lediglich die Zugangsdaten für ein vSphere-Deployment nutzen. Das Installationsprogramm provisioniert dann alle erforderlichen Ressourcen; dadurch wird der Setup-Prozess beschleunigt und die weitere Verwaltung und Wartung vereinfacht.

Das neue Feature erweitert somit die bestehende Unterstützung von Openshift für VMware-vSphere-Deployments auf vorhandener Infrastruktur und bietet Administratoren eine hohe Flexibilität bei der Bereitstellung in kundenspezifisch angepassten vSphere-Umgebungen. Bei dieser, wie Red Hat es bezeichnet „Full-Stack-Automatisierung“ können Anwender unterschiedliche Plattformen und Architekturen wie „AWS“, „Google Cloud Platform“, „Microsoft Azure“, „Red Hat Virtualization“ oder „Red Hat OpenStack Platform“ nutzen und Openshift-Cluster On-premises und in verschiedenen Clouds automatisiert bereitstellen.

Ashesh Badani, Senior Vice President, Cloud Platforms bei Red Hat, erläutert: „Seit Anfang an wollen wir Red Hat Openshift zu einer Plattform machen, die es Kunden ermöglicht, Cloud-native Ansätze zu nutzen und gleichzeitig bestehende traditionelle Anwendungen zu verwenden. Der nächste Schritt ist dabei, Virtualisierung auf Kubernetes zu bringen, und nicht umgekehrt Kubernetes in die Legacy-Virtualisierungsinfrastruktur zu integrieren. Mit OpenShift können Anwender nun ihre interne Infrastruktur weiterentwickeln und von Cloud-nativen Vorteilen profitieren, ohne dass frühere Investitionen in die Infrastruktur verloren gehen.“

Red Hat Openshift 4.5 ist ab sofort verfügbar. Openshift-Virtualisierung ist über die Openshift-Konsole als unterstützter Operator im Operator Hub erhältlich.

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