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Fusion im Enterprise Kubernetes Management Suse übernimmt Rancher Labs

| Redakteur: Ulrike Ostler

Suse ist eine definitive Vereinbarung zur Übernahme von Rancher Labs eingegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Cupertino, Kalifornien, ist ein Open-Source-Unternehmen in Privatbesitz, das eine bekannte Kubernetes-Management-Plattform bereitstellt.

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Rancher Labs mit Sitz in Cupertino, Kalifornien, bietet erfolgreich eine Kubernetes-Management-Plattform an. Suse will das Unternehmen kaufen.
Rancher Labs mit Sitz in Cupertino, Kalifornien, bietet erfolgreich eine Kubernetes-Management-Plattform an. Suse will das Unternehmen kaufen.
(Bild: © Worawut - stock.adobe.com)

Suse ist bestrebt, zu 100 Prozent echte Open-Source-Technologien ohne Herstellerbindung anzubieten. Rancher teilt diese Philosophie. So unterstützt die infrastrukturunabhängige Architektur von Rancher alle von der Cloud Native Computing Foundation zertifizierten Kubernetes-Distributionen, einschließlich „Google GKE“, „Amazon EKS“ und „Microsoft AKS“ sowie Projekte wie „Gardener“.

Nach eigenen Angaben will Suse mit der Übernahme seine Position als unabhängiges Software-Unternehmen stärken, das sich als Open-Source-Innovator Enterprise Linux, Kubernetes, Edge Computing und Künstliche Intelligenz (KI) widmet. Suse-CEO Melissa Di Donato stellt in Aussicht: „Die Fusion eines führenden Anbieters von Enterprise Linux, Edge Computing und KI mit einem führenden Anbieter von Enterprise Kubernetes Management wird den Markt verändern und Kunden bei der Beschleunigung ihrer digitalen Transformation unterstützen.“

Seit August 2019 ist Meslissa Di Donato CEo von Suse.
Seit August 2019 ist Meslissa Di Donato CEo von Suse.
(Bild: Kurt Rebry Photo)

Denn m Zuge des zunehmenden Bestrebens von IT-Führungskräften, die Cloud für Innovationen zu nutzen und die digitale Transformation voranzutreiben, hat sich Kubernetes rasch zu einer zentralen Säule der IT-Strategie entwickelt. Gartner prognostiziert, dass die zunehmende Verbreitung von cloudbasierten Anwendungen und Infrastrukturen dazu führen wird, dass bis 2024 mehr als 75 Prozent der Großunternehmen in reifen Volkswirtschaften die Containerverwaltung nutzen werden (gegenüber weniger als 35 Prozent im Jahr 2020).

Di Donato ergänzt ihre Aussage: „Allein die Kombination von Suse und Rancher wird die Tiefe eines global unterstützten und zu 100 Prozent echten Open-Source-Portfolios bewerkstelligen, darunter native Cloud-Technologien, um unsere Kunden bei der nahtlosen Innovation in ihrem gesamten Unternehmen zu unterstützen – vom Edge- über den Core-Bereich bis hin zur Cloud.“

Nach den behördlichen Genehmigungen und dem Abschluss der Übernahme werden die insbesondere die beider Unternehmen von einem breiteren Best-in-Class-Portfolio sowie von der erheblich gesteigerten globalen Präsenz und Innovationskraft profitieren, stellen die Vertragspartner heraus:

  • Suse-Kunden kommen die robusten Funktionen der branchenführenden Native-Cloud-Technologien von Rancher zugute, die von „Forrester Wave“ als führend im Bereich Enterprise Container Platform Software bezeichnet werden.
  • Die Kunden von Rancher werden ihrerseits Zugang zum globalen Support-Netzwerk und dem breiten Open-Source-Portfolio von Suse erhalten.
  • Auch für das globale Partner-Ökosystem von Suse sei dieser Zusammenschluss ein großer Zugewinn. Es sei nun in der Lage, mit den Produkten und Diensten von Rancher seinen Kunden eine breitere Auswahl anzubieten.

Die Akquisition ist nicht die einzige, die Suse in seiner Firmengeschichte getätigt hat. So übernahmen das Unternehmen im November 2016 HPE-Assets und -Leute und kaufte von IT-Novum „OpenAttic“

Anorganisches Wachstum

Im März 2019 wurde Suse wieder eigenständig, indem das Unternehmen, zuvor ein relativ eigenständiger Teil von Micro Focus, aus der Muttergesellschaft herausgelöst wurde. Die Übernahme von Rancher ist der erste Schritt im Rahmen der anorganischen Wachstumsstrategie von Suse seit seiner Umstellung zu einem vollständig unabhängigen Software-Unternehmen seither.

Sie folge, teilt das Unternehmen mit, auch der starken finanziellen Dynamik von Suse folge. Zuletzt meldete die Company für das Geschäftsjahr 2020 ein starkes zweites Quartal, in dem der Auftragswert (ACV, Annual Contract Value) im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent und die weltweiten Einnahmen im Cloud-Bereich um 70 Prozent gestiegen sind.

„Unsere Vision, unseren Kunden und Partnern bessere Zukunftschancen und einen messbaren Wert zu ermöglichen, leitet unsere Entscheidungen und treibt unser Wachstum voran“, sagt Di Donato hinzu. „Weiterhin sind wir dadurch in der Lage, eine noch strategischere Rolle bei Anbietern von Cloud-Diensten, unabhängigen Hardware-Anbietern, Systemintegratoren und Wiederverkäufern mit Mehrwert zu spielen, die darauf bedacht sind, ihren Kunden eine größere Auswahl zu bieten.“

Es wird erwartet, dass die Transaktion vor Ende Oktober 2020 abgeschlossen wird, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich des Erhalts der behördlichen Genehmigungen.

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