Stichwort: We Keep IT Green

Supermicro stellt neue Blades und Storage-Systeme vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Hochdichte Rechner für Rechenzentren wie „Super Blade“ von Supermicro im Bild sollen zur Kosteneffizienz und zur Ressourcenschonung beitragen.
Hochdichte Rechner für Rechenzentren wie „Super Blade“ von Supermicro im Bild sollen zur Kosteneffizienz und zur Ressourcenschonung beitragen. (Bild: Supermicro)

Unter dem Stichwort „ressourcenschonende Datacenter-Technik“ beziehungsweise „We Keep IT Green“ hat Supermicro kürzlich für Cloud-Rechenzentren optimierte die Multi-Node-Rechner „Big Twin“ und „Super Blade“ vorgestellt sowie ein nach eigenen Angaben kosteneffiziente 45/60/90-„Bay Storage“-Systeme, die den Lebenszyklus von Server-Ressourcen verlängern.

Auf der Veranstaltung „Cloud Fest“, ehemals World Hosting Days, die vergangene Woche in Rust stattfand, erläuterte Charles Liang, President und CEO von Supermicro: „Wir setzen unsere We Keep IT Green-Mission aktiv in der Praxis um, [ ..] indem wir die Lebensdauer von Server-Gehäusen einschließlich Netzwerk, Speicher, Lüftern und Netzteilen verlängern. Dies reduziert sowohl den Stromverbrauch allgemein als auch den im Zuge der technischen Aktualisierungszyklen anfallenden Elektronikschrott, spart Kosten und hilft, unsere Mutter Erde für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Insbesondere erlauben hochdichte Rechner wie Super Blade und „Micro Blade“, beziehungsweise die damit mögliche disaggregierte Architektur den Leistungsbedarf heutiger Rechenzentren bereitzustellen. Diese Rack-basierten Blades sind für Leistung, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit konzeptioniert. Sie sollen niedrigere Anschaffungskosten und geringere Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) bei gleichzeitig höherer Anlagerendite (Return on Investment (ROI) ermöglichen.

Das Super-Blade-Portfolio ist eine modulare und in sich geschlossene Rechnerfamilie, die in einer Vielzahl von Formfaktoren acht, sechs und vier Höheneinheiten erhältlich ist. Die Blade Server stehen jeweils als 1-Socket (UP), 2-Socket (DP) und 4-Socket (4S) Version zur Verfügung.

Diese Modelle hat Supermicro auf der Veranstaltung „Cloud Fest“ in der vergangenen Woche vorgestellt.
Diese Modelle hat Supermicro auf der Veranstaltung „Cloud Fest“ in der vergangenen Woche vorgestellt. (Bild: Supermicro)

Das 8-Unit-Gehäuse unterstützt bis zu zwanzig DP oder zehn 4S Blades, oder eine Kombination aus diesen beiden. Das 6U-Gehäuse bietet Platz für entweder zehn oder vierzehn disaggregierte UP/DP Blade Server. 4U unterstützt bis zu vierzehn DP Blade Server.

Alle Blade Server sind so konzipiert, dass sie die Leistungsmerkmale der jüngsten „Intel Xeon Scalable“-Prozessoren nutzen können, und sind vom Design her für die Unterstützung von bis zu 205 Watt TDP pro CPU optimiert. Das 8 Unit hohe Super Blade beinhaltet leistungsstarke, latenzarme und maximierte Durchsatz-Switches mit 100 G EDR Infiniband oder 100 G „Intel Omni-Path“, und 25/10 G Ethernet-Switches. Das 6U-Gehäuse unterstützt zwei 25 G Ethernet-Switches.

Die redundanten Chassis Management Module (CMM) sollen die Verwaltbarkeit der Gehäuse garantieren. Optionale Battery Backup Power (BBP)-Module verbessern Zuverlässigkeit und Schutz der Daten, und können nach Herstellerangaben teure UPS-Systeme für die ununterbrochene Stromversorgung im Rechenzentrum überflüssig machen.

Ventilatoren und Netzteile

Mit optimierten Titanium-Klasse-Netzteilen und Kühlventilator-Modulen unterstützt das System freie Luftkühlung. Das kann helfen, die Gesamtbetriebskosten für das Rechenzentrum zu senken.

Supermicro Micro Blades sind flexible, extrem dichte All-in-One Komplettsysteme auf sechs oder drei Höheneinheiten mit 28/14 hot-swap-fähigen, disaggregierten Micro Blade Server-Knoten, die 28/14 neue Dualknoten Xeon UP-Systeme mit Intel Prozessorfamilie „E3-1200 v6/v5“-Konfiguration bis zu zwei SSDs oder ein HDD pro Knoten unterstützen. Das 6U/3U Micro-Blade-Gehäuse kann bis zu zwei Chassis Management Module und bis zu zwei Switch-Module für die effiziente Übertragung mit hoher Bandbreite aufnehmen. Es bietet Platz für bis zu acht redundante (N+1 oder N+N) hocheffiziente 1600/2000 Watt (95 oder 96 Propzent) Netzteile mit Kühlventilatoren. Die Architektur beinhaltet Server, Netzwerk, Storage und ein einheitliches Remote Management für Cloud Computing, Video-Streaming, Content Delivery, Social Networking, Desktop-Virtualisierung und Remote Workstation-Anwendungen.

Das Supermicro-System Big Twin liefert die höchste Leistungsfähigkeit und Effizienz aller 2U 4-Node-Designs. Das System unterstützt die komplette Xeon-Scalable-Prozessor-Reihe von Intel, nutzt sämtliche Speicherkanäle mit maximal 24 DIMMs pro Knoten und bietet Optionen für All-Flash NVMe- oder hybride NVMe/SAS3-Laufwerkschächte.

Hot, Warm und Cold Storage

Je nach Konfiguration verfügt jeder Knoten über duale Xeon Scalable-Prozessoren (mit bis zu 28 Kernen, 205 Watt TDP pro CPU, 3 UPI), 24 DIMMs für bis zu 3TB an DDR4-2666MHz Registered ECC Memory, bis zu sechs Hot-Swap NVMe- oder SAS3-Laufwerke und bis zu drei PCI-E 3.0 Slots einschließlich Support für ein flexibles SIOM-Modul, das 100/50/40/25/10 G Netzwerkoptionen und redundante Stromversorgung mit digitalen 2600W/2200W Netzteilen der Titanium-Klasse (96 Prozent und mehr) ermöglicht.

Die Supermicro 45/60/90-Bay Storage-Server besitzen nach Anbieterangaben „das branchenweit flexibelste und innovativste Design“. Die Server erlauben eine mehrstufige Speicherlösung für Hot, Warm und Cold Storage in einem kompakten 4-Unit-Gehäuse. Der 45-Bay Storage-Server (SSG-6048R-E1CR45H/L) ist, so Supermicro, der einzige Server am Markt, der NVMe SSDs (6 x U.2) für I/O-intensive Metadaten-Operationen, CPU mit der höchsten Performance, den größten Speicher mit 24 DIMMs, M.2 SSDs, Boot-Laufwerke mit Hochverfügbarkeit und eine große Bandbreite von Netzwerkmöglichkeiten mit den Supermicro Super I/O Module (SIOM) Steckkarten bieten kann.

Der 45-Bay Storage-Server hat mit seiner geringen Tiefe von 0,66 Meter (25,9 Zoll) genau die richtigen Dimensionen für Rechenzentrumeinsätze und ist perfekt für räumlich begrenzte Umgebungen geeignet. Zu den üblichen Software-Defined Storage (SDS) Applikationen und Anwendungsfällen, für die sich die Supermicro Top-Loading Speicher-Server-Familie eignet, gehören unter anderem „Red Hat Gluster“, „Ceph“, Daten-Replikations-Targets, Daten-Backup, Archivierung und kalte Speicherung, Video-Streaming und Überwachung.

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